Umsatzrückgang in Q2 2026 aufgrund von Reset-Maßnahmen und schwächerer Konsumentennachfrage
Im zweiten Quartal gingen die währungsbereinigten Umsätze um 9,4% auf € 1.690,6 Millionen (Q2 2025: € 1.871,3 Millionen) und in der Berichtswährung Euro um 9,7% zurück. Währungseffekte, insbesondere aus dem US-Dollar und der indischen Rupie, hatten eine begrenzte Auswirkung von rund 30 Basispunkten auf die Umsatzentwicklung. Der Umsatzrückgang war hauptsächlich auf die im dritten Quartal 2025 eingeleiteten Reset-Maßnahmen und eine schwächere Konsumentennachfrage in wichtigen Märkten infolge des anhaltenden Nahostkonflikts zurückzuführen. Die negativen Effekte auf die Umsatzentwicklung wurden teilweise durch den Abbau von Vorratsbeständen der Altwaren kompensiert.
Im ersten Halbjahr 2026 gingen die Umsätze währungsbereinigt um 5,2% zurück. In der Berichtswährung Euro sanken die Umsätze um 7,9% auf € 3.554,4 Millionen
(H1 2025: € 3.861,1 Millionen).
In den Vertriebskanälen verringerte sich das Großhandelsgeschäft von PUMA im zweiten Quartal 2026 währungsbereinigt um 14,0% auf € 1.094,8 Millionen, hauptsächlich aufgrund von Reset-Maßnahmen und einer schwächeren Nachfrage von Handelspartnern in EMEA und Amerika. PUMA reduzierte weiterhin bewusst Umsätze in Kanälen, die der Marke langfristig nicht zuträglich sind, insbesondere in Nordamerika und Europa. Im zweiten Quartal 2025 hatten Großflächenhändler noch einen höheren Anteil am Großhandelsgeschäft von PUMA. Das Direct-to-Consumer-Geschäft (DTC) entwickelte sich mit einem währungsbereinigten Plus von 0,4% leicht positiv auf € 595,8 Millionen. Das Wachstum im E-Commerce von 1,8% (währungsbereinigt) konnte eine leicht rückläufige Entwicklung in den eigenen Retail-Stores (-0,5% währungsbereinigt) mehr als ausgleichen. Die Entwicklung in den eigenen Retail-Stores wurde durch eine schwächere Konsumentennachfrage belastet, sie profitierte jedoch vom Abverkauf von Vorratsbeständen der Altwaren in den Outlet-Stores. Die Umsätze im E-Commerce stiegen trotz reduzierter Verkaufsförderungsmaßnahmen, unterstützt durch zusätzliche Marktplätze in Asien/Pazifik sowie Wachstum in Großchina. Der DTC-Anteil am Gesamtumsatz erhöhte sich im zweiten Quartal 2026 deutlich auf 35,2% (Q2 2025: 32,1%).
Im ersten Halbjahr 2026 sank das Großhandelsgeschäft währungsbereinigt um 8,2% auf € 2.430,5 Millionen (H1 2025: € 2.713,5 Millionen), während das DTC-Geschäft währungsbereinigt um 2,0% auf € 1.123,9 Millionen anstieg (H1 2025: € 1.147,6 Millionen). Unterstützt wurde die Entwicklung durch Wachstum in den eigenen Retail-Stores (+2,4% währungsbereinigt) sowie im E-Commerce (+1,2% währungsbereinigt).
Betrachtet man die Entwicklung nach Regionen, so gingen die Umsätze in EMEA im zweiten Quartal währungsbereinigt um 12,9% und in der Berichtswährung Euro um 12,6% auf € 674,1 Millionen zurück (Q2 2025: € 771,7 Millionen). Der Rückgang war auf eine schwache Entwicklung im Großhandelsgeschäft infolge der Reduzierung von Umsätzen in Kanälen, die der Marke langfristig nicht zuträglich sind, eine insgesamt schwächere Nachfrage, insbesondere in Europa, sowie deutlich niedrigere Umsätze im Nahen Osten aufgrund des Konflikts in der Region zurückzuführen.
In der Region Amerika gingen die Umsätze währungsbereinigt um 15,4% auf € 600,4 Millionen zurück (Q2 2025: € 709,0 Millionen). In Nordamerika sanken die Umsätze währungsbereinigt um 16,7%, hauptsächlich aufgrund einer schwächeren Konsumentennachfrage sowie der gezielten Reduzierung des Geschäfts mit Großflächenhändlern. In Lateinamerika gingen die Umsätze währungsbereinigt um 13,8% zurück. Ursache waren eine schwächere Konsumentennachfrage sowie zwischenzeitliche operative Herausforderungen bei der Umsetzung strategischer Initiativen in Mexiko. Diese wirkten sich auf die Umsatzentwicklung und den Zeitpunkt von Auslieferungen aus. PUMA erwartet, dass sich ein Teil des Geschäfts in die Folgequartale verschieben wird. Der Abverkauf von Vorratsbeständen der Altware wirkte sich in Nord- und Lateinamerika leicht positiv auf die Umsatzentwicklung aus.
Die Umsätze in Asien/Pazifik stiegen währungsbereinigt um 8,6% auf € 416,0 Millionen (Q2 2025: € 390,5 Millionen). Unterstützt wurde die Entwicklung durch die anhaltend starke Nachfrage nach Low-Profile-Modellen, insbesondere der Speedcat-Familie, sowie den Abverkauf von Vorratsbeständen. In Großchina stiegen die Umsätze währungsbereinigt um 0,9%, getragen vom DTC-Geschäft, wobei insbesondere das E-Commerce-Geschäft von einem erfolgreichen „618 Shopping Festival“ profitierte. Dem gegenüber stand ein schwächeres Großhandelsgeschäft, das nach der Ankündigung der geplanten Beteiligung von ANTA Sports an PUMA von einer zurückhaltenderen Nachfrage geprägt war. Der übrige Teil der Region Asien/Pazifik verzeichnete ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 12,5%, unterstützt durch Low-Profile-Modelle und eine starke DTC-Performance in Südostasien.
Im ersten Halbjahr 2026 gingen die Umsätze in EMEA währungsbereinigt um 11,6% auf € 1.448,6 Millionen (H1 2025: € 1.663,5 Millionen) und in Amerika um 5,4% auf € 1.256,0 Millionen (H1 2025: € 1.376,5 Millionen) zurück. Die Region Asien/Pazifik verzeichnete dagegen ein währungsbereinigtes Wachstum von 8,3% auf € 849,8 Millionen (H1 2025: € 821,1 Millionen).
Innerhalb der Produktbereiche gingen die Umsätze im Segment Schuhe im zweiten Quartal 2026 währungsbereinigt um 11,7% auf € 935,6 Millionen zurück (Q2 2025: € 1.061,1 Millionen). Der Rückgang war hauptsächlich auf die schwächere Entwicklung in den Bereichen Core und Kids zurückzuführen, die nur teilweise durch die weiterhin starke Nachfrage nach Low-Profile-Modellen kompensiert werden konnte. Running und Training verzeichneten hingegen ein starkes Umsatzwachstum, unterstützt durch NITRO™-Produkte und ein erweitertes HYROX-Produktangebot.
Die Umsätze im Bereich Textilien sanken währungsbereinigt um 4,3% auf € 552,1 Millionen (Q2 2025: € 579,2 Millionen) und spiegelten die schwächere Nachfrage in den Bereichen Core und Kids wider. Der Bereich Fußball leistete einen positiven Wachstumsbeitrag, unterstützt durch den Verkauf von Trikots der elf PUMA-Verbände, die sich für die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026™ qualifiziert hatten.
Die Umsätze im Bereich Accessoires gingen währungsbereinigt um 12,0% auf € 202,8 Millionen zurück (Q2 2025: € 230,9 Millionen). Der Rückgang war auf eine schwächere Entwicklung in den meisten Kategorien zurückzuführen.
Im ersten Halbjahr 2026 verzeichneten alle Produktbereiche einen Umsatzrückgang. Die Umsätze im Segment Schuhe sanken währungsbereinigt um 6,9% auf € 2.025,2 Millionen (H1 2025: € 2.247,1 Millionen), Textilien gingen um 1,8% auf € 1.098,4 Millionen (H1 2025: € 1.148,0 Millionen) zurück und Accessoires verzeichneten einen Rückgang von 5,9% auf € 430,8 Millionen (H1 2025: € 466,0 Millionen).