MIT PUMA FLEX DIE BATTERIEN AUFLADEN

Cathy Hur - Merchandising Manager, Local Production at PUMA Korea

Als Smartphone-Nutzer hat man oft Bedenken, dass sich der Akku entlädt. Meiner hält immer nur ca. sechs Stunden. Manche sagen, der Akku hält länger, wenn man ihn nicht auf 0% herunterfahren lässt, sondern ihn schon bei 30% wieder auflädt. Aber ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich erst etwas unternehme, wenn er leer ist. Dadurch ist die Akkulaufzeit immer kürzer geworden.

Cathy Hur

Mit der Energie bei uns Menschen läuft das meiner Meinung nach ungefähr genauso. In meinen Anfangsphasen bei anderen Unternehmen wusste ich nie, wie ich Berufliches und Privates unter einen Hut bekommen sollte. Mein einziges Ziel war, Deadlines zu schaffen und immer am Schreibtisch zu sein. Ich habe immer nur gearbeitet, bis alles fertig war. Das führte dazu, dass ich immer im wahrsten Sinne des Wortes ausgepowert war – mein Akku war leer. Für Dinge außerhalb des Büros – einkaufen, Rechnungen bezahlen, Sport treiben, putzen, mich weiterbilden oder Freundschaften pflegen – fehlte mir oft die Energie.

Der Grund? Flexibilität am Arbeitsplatz ist in Südkorea nicht üblich.. Es geht immer nur darum, seine Aufgaben zu erledigen und Ergebnisse fristgerecht vorzulegen. Das Privatleben ist nicht so wichtig. Da Hierarchien in unserer Bürokultur eine große Rolle spielen, gehen Mitarbeiter üblicherweise erst nach Hause, wenn auch der Chef das Büro verlässt. Die Freizeitgestaltung nach der Arbeit wird dadurch erschwert.

Koreanische Banken sind in der Regel von 9:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Das heißt, man muss einen Urlaubstag nehmen, wenn man am Schalter noch jemanden antreffen will oder andere private Dinge erledigen muss.

Cathy Hur

Bei PUMA Korea ist das anders: Solange der Mitarbeiter zwischen 10:00 und 16:00 Uhr und zu den vertraglich geregelten Stunden pro Monat anwesend ist, kann er seinen Tagesplan dank Gleitzeit – wir nennen sie PUMA Flex – nach Bedarf gestalten.

Jetzt mache ich jeden Morgen von 8:00 bis 9:00 Uhr Sport mit einem Personal Trainer in einem Fitnessstudio um die Ecke. Ich tue nicht nur meinem Körper etwas Gutes, sondern wandle meinen Arbeitsstress in Energie für die Arbeit um und vermeide nebenbei noch ein Burn-out. Den Teufelskreis der Erschöpfung habe ich gegen persönliche Entwicklung und einen energiegeladenen Kopf getauscht. Auch das Unternehmen profitiert hiervon, denn ich leiste mehr in meinem Job. Ich liebe die Arbeit im Gym so sehr, dass ich mich jetzt selber zum Personal Trainer ausbilden lasse.

All diese Veränderungen waren nur möglich, weil ich bei PUMA angespornt werde, Sport zu treiben.

Manager Cathy Hur am Trainieren

Dieses Maß an Flexibilität lässt sich überall bei PUMA Korea finden; jeder kann sie nach seinen Wünschen nutzen.

Eltern haben wieder Zeit, ihre Kinder in die Schule zu bringen, und auch Menschen, die morgens lieber länger schlafen, profitieren von PUMA Flex. Diesen Luxus bieten nicht viele Unternehmen in Korea.

Heute habe ich eine ganz andere Sichtweise auf meine Arbeit und mein Leben und die Punkte, an denen sie sich kreuzen und sich anreichern. Ich rate allen Berufstätigen, sich eine gute Work-Life-Balance zu schaffen, die Gleitzeit zu nutzen und das Wellness-Angebot in Anspruch zu nehmen oder sich eigene Sportaktivitäten auszudenken. Mit diesem mentalen und körperlichen „Cross-Training“ genießt ihr das Leben und werdet produktiver. Davon profitieren auch unsere Familien, unsere Freunde und unser Arbeitgeber.