Achyat Rachman auf einen roten Ball gelehnt

Achyat Rachman

Country manager indonesia

LEHREN AUS INDONESIEN

Vor fünf Jahren wurde ich von PUMA dazu ausgewählt, eine Unterabteilung in Indonesien aufzubauen. Der Weg dorthin war alles andere als leicht, da ich im indonesischen Markt auf ganz spezielle Herausforderungen traf. Aber mit dem Ziel im Blick und einer positiven Einstellung konnte PUMA Indonesien zu dem werden, was es heute ist: das PUMA Segment in Südostasien mit den höchsten Wachstumsraten.

Ich habe zwar nie daran gezweifelt, dass wir es schaffen würden, aber wir haben viel Energie aufgewendet und es gibt noch immer Gesichtspunkte, die es kreativ zu lösen gilt. Heute weiß ich, dass die Lehren, die ich mitgenommen habe, das Wichtigste waren. Sie treiben PUMA Indonesien an und sorgen dafür, dass alles mit jedem Jahr ein bisschen runder läuft.

NACHHALTIGE KUNDENBEZIEHUNGEN AUFBAUEN 

Eines unserer vorrangigen Ziele war der Aufbau eines Kundenstamms, denn wir waren auf langfristige Beziehungen aus. Dazu mussten wir kommunizieren, dass PUMA nach Indonesien gekommen ist, um zu bleiben. Der erste Schritt: Wir luden alle potenziellen Kunden zu einer Messe ein. Sie sollten gar nicht unbedingt etwas kaufen, viel wichtiger war uns das gegenseitige Kennenlernen. Wir stellten unsere Produkte und unser Geschäftsmodell vor, sprachen über unsere Nachhaltigkeitsinitiativen und unser Interesse am indonesischen Markt. Einige der Teilnehmer haben sogar noch vor Ort Bestellungen aufgegeben – was für eine Überraschung! Wir waren darauf zwar nicht richtig vorbereitet, freuten uns aber sehr über diese Chance. Wir wollten die Erwartungen auf alle Fälle erfüllen, denn uns war klar, dass das Vertrauen der Kunden das Rückgrat unseres Geschäfts sein würde.

PUMA Showroom

SCHNELL ENTSCHEIDEN, SCHNELL HANDELN

Wir wollten diese ersten Bestellungen auf jeden Fall fristgerecht ausliefern, also lag es an mir, einige Entscheidungen in kurzer Zeit zu treffen. Wir befanden uns damals noch mitten im Lizensierungsprozess und mit meinen über 14 Jahren Erfahrung im lokalen Markt wusste ich, dass der bis zu einem Jahr dauern kann. Ich musste daher kurzfristig bestimmen, ob wir auf die Lizenzvergabe warten oder einen Importeur vor Ort um Unterstützung bitten sollten. Die Entscheidung fiel auf die zweite Lösung, denn unser oberstes Ziel war es ja, die Produkte rechtzeitig zu liefern und dadurch das Vertrauen der Kunden zu gewinnen.

Hierbei hat sich erneut gezeigt, dass die Fähigkeit, eine Situation zu beurteilen und Entscheidungen auch kurzfristig zu treffen, zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren gehört. Solange man seine Strategie überdacht und vorausgeplant hat, muss man die nächsten Schritte nicht scheuen. Was man in solchen Situationen braucht ist der Glaube an die eigenen Kompetenzen und Erfahrungen und man muss zuhören und schnell handeln können.

 

ERFOLGE MESSEN

Selbst die kleinsten Fortschritte sollten gemessen werden – so erkennt man den zurückgelegten Weg besser. Wenn die Erfolge jederzeit für alle sichtbar sind, sorgt das für Energie im Team und zeigt die Geschwindigkeit und die Fähigkeiten des Unternehmens auf. Außerdem erleichtert es die Prognosen für die nächsten Schritte. Hier helfen passende Analysen. Unsere waren zu Beginn noch sehr rudimentär und ich musste mir immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass wir ja noch ganz am Anfang standen, in der Wachstumsphase. Zu sehen, wie unsere Analysen parallel zu unserer Geschäftsentwicklung zunehmend technischer und umfassender werden, inspiriert mich noch heute.

Gruppenbild bei PUMA Indonesien

DEINE MITARBEITER SOLLTEN DEINE BEGEISTERUNG TEILEN

Das Zusammenarbeiten geht leichter von der Hand, wenn jeder in gleichem Maße für das Projekt brennt. Wenn das Team mit Leidenschaft bei der Sache ist, kannst du davon ausgehen, dass sich jeder Einzelne für die Qualität und den Erfolg des Projekts verantwortlich fühlt und dass sich die Mitglieder gegenseitig unterstützen.

HÖR DIR JEDE MEINUNG AN    

Kunden, Wettbewerber, Lieferanten, Vertreter – jeder hat eine Meinung zu dem, was du erreicht hast. Diese Menschen sprechen oft aus Erfahrung, und Einblicke mit lokalem Hintergrund können sehr nützlich sein. Richtig umgesetzt können ihre Ideen und ihr Feedback, positiv wie negativ, für den entscheidenden Vorsprung sorgen.

SCHAU NACH VORN

Ich führte PUMA im indonesischen Markt ein, als ob dieser unsere Produkte noch nie zuvor gesehen hätte. Zwar wurden sie dort bereits verkauft, nur Art und Umfang entsprachen nicht unseren Vorstellungen. Ein Neuanfang war wichtig. Ich wollte unser Augenmerk nicht auf Vergangenes richten, sondern unsere Ziele für die Zukunft hervorheben.

Gruppenbild bei PUMA Indonesien

TEAMBUILDING IM BÜRO UND ANDERSWO  

Da PUMA Indonesien noch immer eine relativ kleine Organisation ist, müssen alle Teammitglieder jederzeit ihr Bestes geben. In jedes neue Projekt oder Problem ist jedes Mitglied involviert. Ich muss daher dafür sorgen, dass das Team stark bleibt und konsequent an einem Strang zieht. Wenn du diese Art der Beteiligung von deinen Mitarbeitern forderst, musst du ihnen auch etwas zurückgeben. Meiner Meinung nach sind Teambuilding-Events außerhalb des Büros sehr effektiv. Wir arbeiten hart, haben aber auch eine Menge Spaß. In unserem Fall ist das einer der Grundpfeiler des Erfolgs.

SEI ENTSCHLOSSEN

Behalte deine Ziele jederzeit im Blick und geh den Erfolg mit Entschlossenheit an. Wenn du etwas aufbaust, werden dir jeden Tag kleine Hindernisse im Weg stehen. Es liegt an dir, sicherzustellen, dass sie nicht zu viel Raum einnehmen. Wir mussten für PUMA Indonesien einen Platz im Markt finden. Jeder Produkt-Launch erforderte einhundert Prozent von uns, damit wir Fuß fassen konnten. Unsere Kunden sollten von PUMAs unbegrenztem Potential überzeugt sein. Auf dem Weg dorthin mussten wir gewährleisten, dass unsere Mitarbeiter erkannten, dass ihre und PUMAs Entwicklung Hand in Hand gehen. Das war manchmal schwer, aber wir haben trotzdem weitergemacht. Entschlossen zu sein bedeutet, sein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren – und nicht aufzugeben.