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Schuh und T-Shirt aus neuer PUMA-Kollektion belasten Umwelt um ein Drittel weniger als herkömmliche Produkte

München/London 8. Oktober 2012

Sportlifestyle-Unternehmen PUMA veröffentlicht erstmals eine ökologische Gewinn- und Verlustrechnung für Produkte, die die Umweltauswirkungen von nachhaltigeren  und konventionellen Produkten über Produktions- und Lebenszyklen hinweg in Euro und Cent berechnet und vergleicht

Wussten Sie, dass 31 Müllwagen  benötigt werden, um die Abfälle von 100.000 Paaren herkömmlicher Sneaker zu entsorgen, die während der Produktion und im Laufe des Verbraucher-Lebenszyklus entstehen, bevor sie von ihren Besitzern weggeworfen und in Deponien oder Verbrennungsanlagen entsorgt werden? Das ist nur eine Erkenntnis aus unserer ersten ökologischen Gewinn- und Verlustrechnung für Produkte (Produkt-E P&L), die insgesamt vier ausgewählte Schuhe und Textilien untersucht hat. Wir haben unsere  innovative PUMA E P&L von 2010 jetzt erstmals auf Produkte ausgeweitet und die Methodik auf zwei nachhaltigere und zwei herkömmliche Produkte angewendet: Es handelt sich dabei um ein Paar unserer in Kürze erscheinenden biologisch abbaubaren Schuhe InCycle Basket und ein biologisch abbaubares Baumwoll-T-Shirt im Vergleich zu dem herkömmlichen Schuh PUMA Suede und einem herkömmlichen PUMA Baumwoll-T-Shirt. Durch diese Untersuchung können wir feststellen, ob sich unser Ziel, ein nachhaltigeres Unternehmen mit nachhaltigeren Produkten zu werden, bereits positiv auswirkt. Die weltweit erste ökologische Gewinn- und Verlustrechnung für Produkte ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg, das weltweit begehrteste und nachhaltigste Sportlifestyle-Unternehmen zu werden.

 

Was veranschaulicht die PUMA Produkt-E P&L?

Die PUMA Produkt-E P&L, die wir mit Unterstützung und in Zusammenarbeit mit PPRs Nachhaltigkeitsabteilung PPR HOME sowie den Beratungsunternehmen Trucost und PwC entwickelt haben, ergab darüber hinaus, dass unser neuer biologisch abbaubarer Sneaker PUMA InCycle Basket und das biologisch abbaubare PUMA InCycle T-Shirt aus Baumwolle die Umwelt um 31% weniger belasten als die herkömmlichen Produkte.

Die Analyse berücksichtigt die Umweltauswirkungen durch Treibhausgasemissionen (GHG), Abfall und Luftverschmutzung sowie die Nutzung von natürlichen Ressourcen wie Wasser und Land entlang der gesamten Wertschöpfungskette, angefangen bei der Erzeugung und Produktion der Rohstoffe bis hin zur Verbraucher-Phase, in der das Produkt genutzt, gewaschen, getrocknet, gebügelt und schließlich entsorgt wird.

Entscheidend ist dabei, dass unsere PUMA Produkt-E P&L diese Umweltauswirkungen auf transparente Weise aufzeigt und ihnen einen Preis in Euro und Cent zuweist. Wir erwarten nicht, dass unsere Kunden diese Kosten tragen, sind aber der Überzeugung, dass es wichtig ist, unsere Verbraucher für diese Umweltauswirkungen und deren Kosten zu sensibilisieren.

Indem sie die Kosten in Euro und Cent beziffert, verdeutlicht unsere neue Produkt-E P&L die Umweltauswirkungen von PUMA-Produkten und erleichtert es unseren Kunden gleichzeitig, Produkte hinsichtlich ihrer Umweltfreundlichkeit zu vergleichen. Damit haben wir ein überzeugendes und transparentes Bewertungsinstrument für die Nachhaltigkeit verschiedener Produkte geschaffen.

„Genau wie es die Nährwerttabelle auf einer Cornflakes-Packung erleichtert, das Frühstück mit dem Nährwert einer alternativen Mahlzeit zu vergleichen, hilft PUMAs neue Produkt-E P&L unseren Kunden dabei, zu beurteilen, ob ein Schuh oder ein T-Shirt umweltfreundlicher ist als ein anderes vergleichbares Produkt,” sagte PUMAs Verwaltungsratsvorsitzender Jochen Zeitz. „Unsere Aufgabe als Unternehmen ist es nicht nur, die Auswirkungen unserer Produkte auf die Umwelt zu verringern, sondern auch unsere  Verbraucher mit einzubeziehen und ihnen dabei zu helfen, bessere und nachhaltigere Kaufentscheidungen zum Wohle unseres Planeten zu treffen.”

Dr. Richard Mattison, CEO von Trucost, sagte: „Umweltkosten haben traditionell unterschiedliche Maßeinheiten, so dass es schwierig ist, die gesamten Umweltauswirkungen verschiedener Produkte miteinander zu vergleichen. Dies kann für den Verbraucher zum Teil sehr verwirrend sein. Ein Produkt kann einen hohen Wasserverbrauch haben, während ein anderes einen höheren Ausstoß von Kohlenstoff oder eine größere Luftverschmutzung verursacht. Messungen von Umweltkosten in Euro und Cent ermöglichen es Unternehmen, ein übergreifendes Bewertungsschema für jedes ihrer Produkte zu entwickeln, das viele unterschiedliche  Umweltfaktoren berücksichtigt. PUMAs Produkt-E P&L unterstützt nicht nur Unternehmen und ihre Führungskräfte darin, den Nachhaltigkeitsgedanken bei ihren täglichen Entscheidungen in Bezug auf Produkt-Design oder Fragen der Beschaffung zu berücksichtigen, sondern bietet auch dem Verbraucher Informationen darüber, welche Produkte umweltfreundlicher sind.“

Biologisch abbaubarer PUMA InCycle Basket im Vergleich zu herkömmlichem PUMA Suede-Schuh 

Während sich die Umweltkosten des herkömmlichen Sneakers PUMA Suede auf 4,29 Euro pro Paar belaufen, betragen die Kosten für die Umweltauswirkungen des biologisch abbaubaren PUMA InCycle Baskets nur 2,95 Euro und sind damit 31% niedriger.

Was macht den PUMA InCycle Basket so viel nachhaltiger als den herkömmlichen PUMA Suede? 

Treibhausgasemissionen: Die Produktion, Nutzung und Entsorgung des PUMA InCycle Basket verursachen 35% weniger Umweltkosten in Bezug auf Treibhausgasemissionen als der herkömmliche PUMA Suede. Die größten Einsparungen ergeben sich bei der Rohstofferzeugung, da das Obermaterial des PUMA InCycle Basket aus einer Mischung aus Bio-Baumwolle und Leinen gefertigt wird, während der PUMA Suede aus Leder besteht. Die Treibhausgasemissionen in Zusammenhang mit der Aufzucht und Schlachtung von Rindern zur Ledergewinnung liegen weit über den Emissionen, die durch Baumwoll-Anbau erzeugt werden. Durch die Bio-Baumwolle erzielt der InCycle Basket außerdem weitere Emissionseinsparungen im Vergleich zur Verwendung konventioneller Baumwolle, für deren Anbau synthetische Düngemittel verwendet werden (bei der Herstellung und Verwendung von synthetischen Düngemitteln werden Treibhausgase freigesetzt). Am Ende seines Produktlebens ist der PUMA InCycle Basket zu 100% kompostierbar, während der traditionelle PUMA Suede in der Regel auf Deponien entsorgt oder verbrannt wird, wodurch der ökologische Fußabdruck des Produkts entsprechend erhöht wird. Im Vergleich dazu verursacht Kompostierung die geringsten Treibhausgasemissionen bei der Entsorgung von Produkten nach Ablauf ihres Lebenszyklus.

Wasser: Der Wasserverbrauch und die damit verbundenen ökologischen Kosten bei der Produktion, Nutzung und Entsorgung des PUMA InCycle Basket sind um 21% geringer als beim PUMA Suede. Das ist vor allem auf den hohen Wasserverbrauch während der Gerbung von Leder zurückzuführen, der den Bedarf an Wasser für die Baumwollproduktion (Garnherstellung, Weberei und Veredelung) übersteigt. Der PUMA InCycle Basket hat dagegen in der Phase der Rohstofferzeugung einen höheren Wasserverbrauch, da der Anbau von Bio-Baumwolle wasserintensiver ist als Viehzucht. 

ABFALL: Der PUMA InCycle Basket verursacht nur etwa ein Drittel der Abfallkosten, die ein PUMA Suede-Schuh erzeugt, wobei die entscheidenden Einsparungen bereits bei der Rohstoffgewinnung und in den einzelnen Verarbeitungsstufen erzielt werden. Der  Abfall, der bei der Herstellung und Verarbeitung von Leder entsteht, ist größer als der, der bei der Erzeugung von Baumwolle verursacht wird. Ein weiterer einsparender Aspekt des PUMA InCycle Basket tritt am Ende seines Produktlebens auf, da er zu 100% kompostierbar ist und daher keine ökologischen Kosten verursacht, solange er nicht auf Deponien entsorgt oder verbrannt wird. Nur ein Drittel – oder anders ausgedrückt – 12 Müllwagen werden benötigt, um die Abfälle, die 100.000 Paar PUMA InCycle Baskets verursachen, bis sie in einer industriellen Kompostierungsanlage entsorgt werden, zu beseitigen, wohingegen ganze 31 LKWs zur Entsorgung des Abfalls durch herkömmliche Sneaker erforderlich sind.

Luftverschmutzung: Der PUMA Suede verursacht allerdings 14% weniger Umweltkosten durch Luftverschmutzung als der PUMA InCycle Basket. Dies liegt daran, dass weniger Energie für die Herstellung von Leder erforderlich ist als zur Verarbeitung von Baumwolle während der Garnherstellung, des Webens und der Veredelung eingesetzt werden müssen.

Landnutzung: In Bezug auf Umweltschäden, die durch flächendeckende Landnutzung verursacht werden, bietet der PUMA InCycle Basket wiederum einen enormen Vorteil gegenüber dem PUMA Suede, indem er 20% niedrigere Kosten für Landnutzung aufweist. Für die Herstellung von Leder, insbesondere im Zusammenhang mit der Viehzucht, werden weitaus größere landwirtschaftliche Flächen genutzt als in der Produktion für die Baumwolle des PUMA InCycle Basket. Werden Naturflächen für die landwirtschaftliche Nutzung verwendet, ist dies in der Regel mit einem Verlust an Artenvielfalt und anderer natürlicher Umweltleistungen verbunden. Naturgebiete, die reich an Biodiversität sind, bieten einen enormen gesellschaftlichen Nutzen, halten unsere Umwelt im Gleichgewicht, schaffen natürliche Lebensgrundlagen und Erholungsräume und stellen zugleich eine kulturelle und spirituelle Bereicherung für unser Leben dar.

„Die Ergebnisse von PUMAs Produkt-E P&L verdeutlichen, dass wir den Anteil nachhaltigerer Materialien in unserer Kollektion kontinuierlich steigern müssen, um nicht nur PUMAs ökologischen Fußabdruck zu verringern, sondern auch den unserer Verbraucher ”, fügte Jochen Zeitz hinzu. „Daher appelliere ich auch an die Regierungen, Unternehmen darin zu unterstützen, ihre Produkte nachhaltiger zu gestalten, statt weiterhin falsche und veraltete Anreize zu setzen wie die im Vergleich zu Lederwaren erhöhten Einfuhrzölle auf synthetische Materialien, die in keinem Verhältnis zum verursachten ökologischen Fußabdruck stehen. Die Regierungen haben die einmalige Gelegenheit, wichtige gesetzliche Rahmenbedingungen und Anreize zu schaffen, um die Weiterentwicklung der Unternehmen hin zu einer durch nachhaltigere Geschäftspraktiken und Produkte geprägten Marktwirtschaft zu fördern.” Würde PUMA zum Beispiel seine erfolgreichsten Wildleder-Schuhmodelle zukünftig aus nachhaltig recycelten Materialien fertigen, würden derzeit mindestens 3,4 Millionen Euro an zusätzlichen Zollkosten im Jahr anfallen.

Alan McGill, Partner bei PwC, sagte: „Indem wir die Umweltauswirkungen auch nur von einem Produkt mit einem Wert versehen, rücken wir die wichtigen Fragen rund um Rohstoffpreise und die Verfügbarkeit und Versorgungssicherheit von natürlichen Ressourcen in den Mittelpunkt. Mit dieser innovativen Methodik hinterfragen wir unternehmerische Denkweisen und Verbraucheransichten im Hinblick darauf, wie sich die in unseren Konsumgütern versteckten ökologischen Werte und Kosten messen und kontrollieren lassen.“

Das biologisch abbaubare PUMA InCycle T-Shirt aus Baumwolle im Vergleich zu einem herkömmlichen PUMA Baumwoll-T-Shirt 

Die Umweltkosten für ein herkömmliches Baumwollshirt (€ 3,42) sind 31% höher als die für ein biologisch abbaubares PUMA InCycle T-Shirt (€ 2,63).

Warum sind die PUMA InCycle Baumwoll-T-Shirts so viel nachhaltiger als die herkömmlichen PUMA Baumwoll-T-Shirts?

Treibhausgasemissionen: Die PUMA InCycle T-Shirts verursachen 33% weniger Umweltkosten durch Treibhausgasemissionen als ein herkömmliches T-Shirt, weil sie aus Bio-Baumwolle hergestellt werden statt aus herkömmlicher Baumwolle. Letztere wird unter Verwendung von synthetischen Düngemitteln angebaut, bei deren Herstellung und Gebrauch Treibhausgase entstehen. Weitere Einsparungen in Bezug auf Treibhausgasemissionen werden am Ende des Lebenszyklus erzielt, da die PUMA InCycle Shirts zu 100% kompostierbar sind, während ein herkömmliches T-Shirt mit großer Wahrscheinlichkeit auf einer Deponie oder in einer Verbrennungsanlage entsorgt wird.

Wasser: Die PUMA InCycle T-Shirts verursachen 2% höhere Umweltkosten für den Verbrauch von Wasser, was mit den höheren Wasserkosten in China im Vergleich zu den Wasserkosten in Australien zusammenhängt. Mit € 0,16 pro m3 ist Wasser in Australien relativ niedrig bewertet.

Abfall: Die Umweltkosten für Abfall durch das PUMA InCycle T-Shirt sind 36% niedriger als die des herkömmlichen Baumwoll-T-Shirts. Grund hierfür ist zum einen das nachhaltigere Verpackungsmaterial. Außerdem wird es nicht künstlich gefärbt, sondern in natürlichen Farben belassen, so dass Abfall vermieden werden kann, der im Zusammenhang mit dem Färbeprozess anfällt, wie beispielsweise Verpackungsmaterial und chemische Rückstände.

Luftverschmutzung: Ein PUMA InCycle T-Shirt verursacht aufgrund seiner nachhaltigeren Verpackung 30% weniger Kosten durch Luftverschmutzung als sein herkömmliches Pendant. Die Herstellung von nachhaltigerem Verpackungsmaterial ist wesentlich energiesparsamer, was zu weniger Luftverschmutzung führt. Darüber hinaus wird das InCycle-Produkt nicht künstlich gefärbt und vermeidet daher Luftverschmutzung im Zusammenhang mit der Produktion von Farbstoffen.

Landnutzung: Das PUMA InCycle T-Shirt verursacht 70% geringere Umweltkosten für Landnutzung als das herkömmliche T-Shirt, da die InCycle-Baumwolle auf Land mit niedrigerer Kostenbewertung angebaut wurde. Diese Bewertung hängt von einer Reihe von Faktoren ab – wie unter anderem dem Ursprungsland der Baumwolle. Die Wahl des Beschaffungslandes bestimmt den E P&L-Wert eines jeden Produkts und damit auch, welche Art von Ökosystem betroffen ist.

Unsere Produkt-E P&L liefert auch wertvolle Erkenntnisse über ein nachhaltigeres Verbraucherverhalten beim häuslichen Wäschewaschen, die wir Ihnen gerne an die Hand geben möchten:

Verringern Sie Ihren ökologischen Fußabdruck und reduzieren Sie Ihre persönlichen Treibhausgasemissionen um 32% und Ihren Wasserverbrauch um 21%, indem Sie ab dem nächsten Waschgang folgendes berücksichtigen:

  • Verringern Sie die durchschnittliche Waschtemperatur um 32% von 44°C auf 30°C.
  • Verringern Sie Ihren Waschmittelverbrauch um 25% von 100g auf 75g.
  • Erhöhen Sie die durchschnittliche Waschladung um 25% von ca. 2,8kg auf 3,5kg.
  • Reduzieren Sie die Nutzung von Trockner und Bügeleisen um 25%.