PUMA unterzeichnet Vereinbarung über Brandschutz und Gebäudesicherheit für Bangladesch

Herzogenaurach, Deutschland, 5. Juni 2014

Anlässlich seines nunmehr 10. jährlichen Interessengruppenforums „Banzer Gespräche“ hat das Sportlifestyle-Unternehmen PUMA die Unterzeichnung der Vereinbarung über Brandschutz und Gebäudesicherheit für Bangladesch („Bangladesh Fire and Safety Agreement“) noch für diese Woche bekanntgegeben. Diese Vereinbarung wurde von der global agierenden Gewerkschaft „IndustryAll“ initiiert. Mit der Unterzeichnung beabsichtigt PUMA, seine sechs Zulieferer-Fabriken in Bangladesch zur Einhaltung der höchsten Sozialstandards und Arbeitsbedingungen zu verpflichten und somit Sicherheit und Gesundheit der Arbeitskräfte zu gewährleisten. Stefano Caroti, Chief Commercial Officer bei PUMA, wies in seinem Eröffnungsvortrag darauf hin, dass die Zulieferer von PUMA nach der Unterzeichnung unabhängige Sicherheitsüberprüfungen zulassen müssen, deren Ergebnisse anschließend veröffentlicht werden. Darüberhinaus verpflichten sich die Zulieferer, alle anfallenden Reparaturen und Sanierungsarbeiten vorzunehmen, deren Notwendigkeit im Rahmen dieser Prüfungen festgestellt wird.

„Mit seiner Unterschrift unter die Vereinbarung verpflichtet sich PUMA, die Kosten zu tragen und die Zusammenarbeit mit denjenigen Fabriken aufzukündigen, die die geforderten Sicherheitsmaßnahmen nicht umsetzen. Die Vereinbarung verleiht den Arbeiterinnen und Arbeitern sowie ihren Gewerkschaften eine Stimme, wie sie vom „Worker Rights Consortium“ gefordert wurde“, erläuterte Caroti vor insgesamt 67 Vertretern von Nicht-Regierungsorganisationen, Bildungseinrichtungen, Zulieferern und Unternehmen im Rahmen der „Banzer Gespräche“, einem von PUMA einberufenen Interessengruppenforum im Kloster Banz im fränkischen Bad Staffelstein.

PUMA lässt 11 % seiner Textilien in sechs Zulieferer-Fabriken in Bangladesch herstellen. Sämtliche PUMA-Zulieferer in Bangladesch wurden vom unternehmenseigenen Audit-Team mit A bzw. B+ bewertet.

In seinem Handbuch für berufsbezogene Gesundheit und Sicherheit hat das Sportlifestyle-Unternehmen verbindliche Standards für alle seine Zulieferer festgelegt, so unter anderem Vorgaben an die Sicherheit am Arbeitsplatz und an die Bauweise und -technik von Gebäuden (weitere Informationen in Kapitel 9 unter http://about.puma.com/category/sustainability/puma-standard/?lang=de). Nach dem Einsturz einer Fabrik in Bangladesch im April holte PUMA von sämtlichen seiner Zulieferer-Betriebe unverzüglich die Bestätigung über die Einhaltung dieser Vorgaben sowie über die ordnungsgemäße Bauweise der jeweiligen Gebäude ein. In Zukunft will das Unternehmen den Schwerpunkt seiner Überprüfungen bei den Zulieferern verstärkt auf diese Aspekte legen.

Als Ehrengast bei den „Banzer Gesprächen“, die sich diesmal mit der Frage beschäftigten, wie Verbraucher Nachhaltigkeit leben und unterstützen können, war Nazma Akter, Vorsitzende der „Bangladesh Combined Garment Workers Federation“ und ehemalige Kinderarbeiterin in einer Textilfabrik, unter den Referenten. Akter berichtete über Arbeitsbedingungen bei den Zulieferern in Bangladesch und rief PUMA dazu auf, die Beschaffungsvolumina aus Bangladesch zu erhöhen, um die so wichtige Textilindustrie in dem Land zu stützen und zu fördern.

Die 10. Banzer Gespräche fanden vom 3. bis 4. Juni 2013 statt.

Eine vollständige Liste aller PUMA-Zulieferer finden Sie auf:

http://about.puma.com/category/sustainability/puma-standard/?lang=de