ZERO DISCHARGE OF HAZARDOUS CHEMICALS

PUMA Statusbericht 2016

Als eines der ersten Unternehmen, welches die Greenpeace Detox-Verpflichtung unterzeichnet hat, zeigte PUMA schon 2011, dass das Vorsorgeprinzip, die Eliminierung von Schadstoffen sowie die Transparenz über die Lieferkette eine wichtige Rolle spielen. Hinter dieser Verpflichtung stehen wir unverändert und berichten regelmäßig über die Fortschritte gegenüber den von uns gesetzten Zielen.

1.Eliminierung von PFCs

Als Teil unserer Verpflichtung zur Eliminierung von gefährlichen Chemikalien bis 2020 haben wir bereits seit 2015 langkettige fluorierte Chemikalien (PFCs) aus unserer Lieferkette verbannt. Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck an der Eliminierung der verbleibenden PFCs bis zu unserem gesetzten Ziel Ende 2017.

Dieser Prozess wird durch unsere Material und Sourcing-Teams aller drei Produktkategorien betreut, durch unsere weltweiten Materialhersteller umgesetzt und erfolgt in enger Kooperation mit den Chemieherstellern, welche PFC-freie Produkte anbieten.

Trotz der großen Herausforderung, PFC-freie Alternativen zu finden, die unseren Anforderungen in Bezug auf die Funktionalität entsprechen, konnten wir für die Herbst/Winter 2016 Textilkollektion erste PFC-freie Materialien verwenden. Auch unsere Teams für Accessoires und Schuhe arbeiten kontinuierlich an der Erreichung unseres Ziels, bis Ende 2017 ausschließlich PFC-freie Produkte anbieten zu können.

2.Transparenz und Abwassertests

Die Verwendung von guten Chemikalien ist die Grundvoraussetzung für die Erreichung der Eliminierung von Schadstoffen im Abwasser. Abwassertests können weiterhin Aufschluss darüber geben, ob und wo gefährliche Chemikalien während des Produktionsprozesses unbeabsichtigt zum Einsatz kamen und an welchen Stellen das Chemikalienmanagement noch verbessert werden muss. Zusätzlich zeigen Abwassertests, ob die Abwasserbehandlungsanlagen ausreichend effizient sind, um generelle gesetzliche Abwasserparameter wie COD, BOC, etc. einzuhalten.

Aus diesem Grund haben wir, zusammen mit anderen Sportmarken unsere wichtigsten Zulieferer mit Nassprozessen dazu aufgefordert Abwassertests auf generelle Parameter und industrie-spezifische Substanzen durchzuführen. Die Ergebnisse dieser Abwassertests wurden auf der Webseite der chinesischen NRO „Institute of Public and Environmental Affairs“ (IPE) veröffentlicht.

Im Folgenden finden Sie die Ergebnisse der Abwassertests 2016 von PUMAs 44 wichtigsten Zuliefererfabriken mit Nassprozessen. 34 dieser Zulieferer haben Ihren Prüfbericht auf der IPE Plattform veröffentlicht.

Nr.

Zulieferer

Land

Link zum veröffentlichten Bericht auf der IPE Plattform

1

Tong Hong Beihai

CN

Link

2

Tong Hong VN

VN

Link

3

Hung Fu

VN

Link

4

Prime Asia BRVT

VN

Link

5

Prime Asia Dongguang

CN

Link

6

Sadesa

TH

Link

7

Kuo Yuen

CN

Link

8

Weitai

VN

Link

9

Huachang

CN

Link

10

Cosmo Fushan

CN

Link

11

Globletex_Taiyuan

TW

Link

12

Zhanxu / Zhen Yang

CN

Link

13

Tronjen/ Nam Liong

TW

Link

14

YEE Chain

TW

Link

15

Shenzhou

CN

Link

16

Gain Lucky

VN

Link

17

Formosa TW

TW

Link

18

Formosa CZ

CN

Link

19

Formosa ZS

CN

Link

20

Formosa VN

VN

Link

21

Square Fashion

BD

Link

22

Men Chuen

TW

Link

23

Far Eastern Textile

TW

Link

24

DBL

BD

Link

25

Viyellatex

BD

Link

26

Tong Siang

TH

Link

27

Top Star

CN

Link

28

Chia Her

TW

Link

29

Fakhruddin

BD

Link

30

Sue's International

VN

Link

31

De Licacy

TW

Link

32

Fulltide

TW

Link

33

PT. DAEHWA

ID

Link

34

Taihing

CN

Link

Tabelle 1: Veröffentlichte Abwasser Prüfberichte unserer Zulieferer auf der IPE Plattform

Konventionelle Abwasserparameter:

Tabelle 2, 3 und 4 zeigen eine kurze Zusammenfassung der Testergebnisse der konventionellen Abwasserparameter.

Die Werte für AOX, Phenole, Cyanide erfüllen die Vorgaben des “Foundational” Level der ZDHC 2016er Abwasserrichtlinie zu 100 Prozent. Die anderen konventionellen Parameter weisen eine Übereinstimmungsrate zwischen 81,8 und 95,7 Prozent auf. Die gemessenen Werte für den BOD erfüllen die Vorgaben des Foundational Level nur zu knapp über 70 Prozent. In den Abbildungen werden nur die Ergebnisse der Direkteinleiter verglichen, da die Werte von Indirekt Einleitern je nach Vorgabe des nachfolgenden Klärwerks stark abweichen können und somit ein Vergleich nicht sinnvoll wäre.

Abbildung 1, 2 und 3: Statistische Auswertung der konventionellen Abwasserparameter

Schwermetalle:

Kupfer, Cadmium und Silber wurden in keiner Abwasserprobe gefunden. Kobalt, Nickel, Zink, Arsen, Chrom VI, Blei und Quecksilber erfüllen zu 100 Prozent die Vorgaben des „Foundational“ Levels der ZDHC Abwasserrichtlinie. Für das „Progressive“ Level beträgt die Einhaltung 97,7 Prozent.

Abbildung 4, 5 und 6: Statistische Auswertung der Ergebnisse für Schwermetalle im Abwasser

MRSL Parameter:

Die statistische Auswertung der Ergebnisse der MRSL Parameter sind in Abbildung 7 zu sehen.

Es wurden keine krebserregenden Farbstoffe, Dispersionsfarbstoffe, Flammschutzmittel, Glykole und Zinnorganischen Verbindungen in den Abwasserproben gefunden (100 Prozent Compliance rate). In 90 Prozent der Proben wurden ebenfalls keine Chlorphenole, Azofarbstoffe, PFCs, PAKs und flüchtige organische Verbindungen (VOCs) gefunden. Phthalate, halogenierte Lösungsmittel, Chlorierte Verbindungen und AP/APEO weisen eine Compliance Rate zwischen 77,6 und 86,4 Prozent auf.

Abbildung 7: Auswertung der Ergebnisse der MRSL Parameter im Abwasser

Um die Abwasserrichtlinie der ZDHC zu vervollständigen und weitere Aufschlüsse über den Produktionsprozess zu erhalten, arbeitet die ZDHC an der Aufnahme von Grenzwerten für Schadstoffe im Klärschlamm. PUMA unterstützt diesen Prozess und wird an den Pilottests zum Überprüfen der Richtigkeit der definierten Grenzwerte teilnehmen.

Die Abwasser Prüfergebnisse aus dem Jahr 2015 sind in diesem Dokument zusammengefasst.

Weitere Updates und Berichte

ZDHC UPDATES UND VERÖFFENTLICHUNGEN
2016-2017

Chemical Gateway: ZDHC will release the ZDHC Gateway, an online data sharing portal for chemical companies to asses a product's compliance against ZDHC's MRSL.

Abwasser Standard: Die ZDHC ist dabei die veröffentlichte ZDHC Abwasser Richtlinie von 2016 mit Vorgaben für Klärschlamm zu erweitern, welche über gesetzliche Anforderungen hinausgehen werden um sicherzustellen, dass keine gefährlichen Substanzen in die Umwelt gelangen die zu Schäden in der Umwelt und den umgebenden Gemeinden führen können.

2015

Joint Roadmap: Das ZDHC Programm hat eine aktualisierte gemeinsame Roadmap veröffentlicht – ein klares und strategisches Streben, die Maßnahmen und Ressourcen des Programms zu fokussieren. Das Update bündelt seine sieben Arbeitsbereiche in vier Schwerpunktbereiche, die alle Elemente der Zuliefererkette bei der Anwendung verbesserter Praktiken im Umgang mit Chemikalien unterstützen sollen.

Dieses Update der gemeinsamen Roadmap baut auf bisherigen Erfolgen des ZDHC Programms auf und weist die Richtung für die nächsten fünf Jahre.

Basierend auf den Erfahrungen aus der Implementierungsphase wurden die Maßnahmen von ZDHC durch regelmäßige Updates weiterentwickelt und fokussiert um gefährliche Chemikalien aus der Lieferkette zu eliminieren. Mit dieser Phase begibt sich die Gruppe von der Entwicklung grundlegender Instrumente in den Bereich der Implementierung.

Das Ziel, zu einer saubereren Umwelt beizutragen und die Übernahme der Verantwortung gegenüber der Umwelt auszuweiten, bleibt so wichtig wie nie zuvor.

Joint Roadmap Update 2015 (PDF)

Weitere Informationen unter: http://www.roadmaptozero.com/joint-roadmap/

ZDHC FORTSCHRITTSBERICHTE:

Um größtmögliche Transparenz zu gewährleisten, veröffentlichen die Unterzeichner der ZDHC-Initiative gemeinsame Fortschritte regelmäßig und öffentlich in Form von Berichten (orig. engl. Fassung).

Annual Report 2015

Annual Report 2014

Annual Report 2013

Annual Report 2012

Weitere veröffentlichte Dokumente, Informationen und Tools der ZDHC finden Sie hier: http://www.roadmaptozero.com/programme/

ERNEUERUNG DER DETOX-VERPFLICHTUNG 
(nur in englischer Originalfassung verfügbar)
21/November/2014

Aligned with our July 2011 Detox commitment, our next public steps to the elimination of all hazardous chemical use across our global supply-chain are:

 

  1. Public’s Right to Know

PUMA SE will deliver full transparency of our global supply-chain hazardous chemical use via an M-RSL. 

PUMA SE will deliver public reporting of hazardous chemical use across our global supply-chain, starting with:

i. at least 80% of all “wet processes” including China and other ‘developing world’ suppliers across our global supply-chain, by no later than 31 December 2014 reporting via the IPE Detox platform (www.ipe.org.cn/en/pollution/discharge_detox.aspx);

ii. PUMA SE will ensure full details of our complete wet process global supply-chain are always current and publicly available.

 

  1. PFC Elimination

As PUMA SE is fully implementing the precautionary principle, we publicly commit to eliminating all long-chain (i.e. C7, C8 and longer) PFCs (defined as all poly and per – fluorinated substances and their precursors and metabolites) across our global supply-chain by no later than 01 January 2015 (across all products we produce and/or sell[1]). The elimination of all PFCs used in any of the products we produce or sell will be supported by:

i. PUMA SE commits to eliminate any other PFCs (in addition to our elimination of all “long-chain” PFCs) identified in the preceding, above, in any of the products PUMA SE produces and/or sells across our global supply-chain, by no later than 31 December 2017[2];

ii. a rigorous system of control to ensure that no traces of PFCs find their way into our supply chain in line with the above;

iii. work in partnership with our supply chain and other global industry leaders to accelerate the move to environmentally responsible non-PFC technologies.

(PUMA SE footnote 4 (July 2011) Precautionary approach: It means that when scientific evidence suggests a substance may harm the environment or human health, but the type or magnitude of harm is not yet known, a preventative approach towards potentially serious or irreversible damage should be taken, recognizing the fact that such proof of harm may not be possible.)

 

[1] products produced with C7 - or longer chain - PFCs before 01 January, 2015 will still be available for sale - for a limited period - after 31 December 2014

[2] products produced with any shorter chain PFCs (<C7) before 01 January, 2018 will still be available for sale - for a limited period - after 31 December 2017

 

PUMA, ADIDAS, C&A, H&M, LI NING UND NIKE BESCHLIEßEN ENGE ZUSAMMENARBEIT

Im November 2011 haben die adidas Gruppe, C&A, H&M, Li Ning, Nike und PUMA eine gemeinsame Roadmap veröffentlicht, wonach die Freisetzung gefährlicher Chemikalien in die Umwelt bis 2020 unterbunden werden soll (siehe PDF unten). Es ist ein ambitionierter Maßnahmenplan, der neue Standards für Umweltleistungen in der globalen Textil- und Schuhindustrie setzen soll. Die Roadmap beinhaltet spezifische Verpflichtungen sowie Zeitvorgaben, um dieses gemeinsame Ziel zu erreichen. Sie werden im Folgenden erläutert:

  • Alle Zulieferer werden umgehend über das gemeinsame Vorhaben und die Zielsetzungen informiert und darauf vorbereitet
  • Pilotprojekte werden bei größeren, vertikal integrierten Zulieferern von 2011 bis 2013 durchgeführt, um ein verbessertes Verständnis in Bezug auf die Freisetzung von gefährlichen Chemikalien in die Umwelt zu erhalten
  • Verifizierende Maßnahmen, ob die neun Klassen gefährlicher oder persistenter Chemikalien nicht mehr eingesetzt werden
  • Bis Ende 2012 wird ein Bestandsverzeichnis aller in der Textilfertigung eingesetzten Chemikalien initiiert
  • Die Ergebnisse aller Pilotprojekte und -studien im Rahmen dieser Initiative werden veröffentlicht
  • Über die Fortschritte des gemeinsamen Aktionsplans wird regelmäßig und öffentlich berichtet (2012: quartalsweise; 2013-2020: jährlich)

Die gemeinsame Roadmap ist ein dynamisches, fortzuschreibendes Dokument: Sie wird permanent weiterentwickelt, da wir durch unsere Pilotprojekte und Recherchen sowie infolge der Zusammenarbeit mit anderen Marken und Stakeholdern einen kontinuierlichen Wissens- und Erfahrungszuwachs erzielen.

Weitere Informationen zur inzwischen 2. Version der Roadmap unter http://www.roadmaptozero.com und unter http://www.roadmaptozero.com/joint-roadmap

Die Inangriffnahme und Erreichung der Zielsetzung, nämlich die Unterbindung der Freisetzung von gefährlichen Chemikalien in die Umwelt stellt eine große und komplexe Herausforderung dar, die durch unsere Marken-Kooperation allein nicht flächendeckend durchgesetzt werden kann. Unsere Vision ist es daher, dass unsere Roadmap als Maßstab dient und sich uns viele weitere Marken anschließen. Schließlich wollen und brauchen wir eine breite Unterstützung und Partner, die mit uns zusammenarbeiten – von Chemielieferanten, Wissenschaftlern, und Nichtregierungsorganisationen, über Branchenexperten und Unternehmer bis hin zu den politischen Entscheidungsträgern. Es geht uns darum, weltweit Veränderungen in den Produktionsverfahren von Textilien und Schuhen anzustoßen, daher nutzen wir unser globales Netzwerk, um die besten Ideen und Lösungen zu identifizieren.