Klimaschutz

Im Rahmen der UN-Klimakonferenz 2015 in Paris verpflichtete sich PUMA zur Festlegung eines auf wissenschaftlichen Erkenntnissen gestützten Emissionsziels von CO2. Damit werden wir unseren fairen Beitrag zu den enormen Anstrengungen zur Begrenzung des Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2°C über dem vorindustriellen Niveau leisten. Da die Festlegung eines solchen Zielwerts anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse Zeit braucht, haben wir 2016 unser eigenes Mindestziel für die Treibhausgasreduzierung in allen Stufen (direkte und indirekte Emissionen sowie sonstige indirekte Quellen) auf 3 Prozent festgelegt. Gleichzeitig haben wir die Ausarbeitung des wissenschaftlich fundierten Zielwerts vorangetrieben und uns bei Beratern und gesellschaftlichen Organisationen Unterstützung bei der Entscheidung für die geeignete Methodik geholt. Wir planen, unseren Zielwert 2017 final festzulegen. Dabei haben wir erneut erkannt, dass der CO2-Fußabdruck unserer weltweiten Büros, Geschäfte und Läger gering ist im Verhältnis zu den Treibhausgasen, die in anderen Bereichen der Beschaffungskette entstehen, zum Beispiel durch den Warentransport von Asien in unsere Kernmärkte in Europa und den USA, durch die Produktion in großen Fabriken in Asien oder durch die Gewinnung und Verarbeitung der für unsere Produkte eingesetzten Rohstoffe.

 

Für 2016 konnten wir unser Ziel zur Senkung der CO2-Emissionen um mindestens 3 Prozent in Betrachtung der relativen direkten Emissionen (Stufe 1) aufgrund eines effizienteren Fuhrparks erreichen. Die Emissionen durch Stromverbrauch und Fernwärme (Stufe 2) pro Umsatz blieben von 2015 zu 2016 etwa gleich, während die Emissionen die durch Transport von Waren entstanden sind, gesenkt werden konnten. Diese Senkung ist unter anderem auf einen geringen Emissionsfaktor für Seefracht zurückzuführen. Die Mehrheit der Transporte von PUMA Ware wird durch unseren Partner Maersk Line durchgeführt, der für seine Schiffe einen geringeren Kraftstoffverbrauch als der Industriedurchschnitt angibt.

Auch die Emissionen unserer Konfektionäre (Tier 1) konnten als Resultat unseres SAVE-Projekts zu Ressourceneffizienz sowie des allgemeinen Trends der Branche, Energie zu sparen, gesenkt werden. Aus diesem Grund konzentrieren wir unsere Bemühungen zur Steigerung der Energieeffizienz weiterhin auf unsere Lieferanten mit hohem Volumen in Asien, wo wir auch begonnen haben, fossile Brennstoffe durch erneuerbare Energie zu ersetzen. Des Weiteren haben wir unser umfassendes SAVE-Projekt für mehr Ressourceneffizienz erfolgreich abgeschlossen (http://about.puma.com/de/nachhaltigkeit/beschaffung/ressourceneffizienz). Dem Abschlussbericht ist zu entnehmen, dass wir dank SAVE die CO2-Emissionen der 35 teilnehmenden Lieferanten um insgesamt mehr als 40.000 Tonnen pro Jahr reduzieren konnten. Diese Menge entspricht in etwa den jährlichen CO2-Emissionen aller PUMA-Büros, -Geschäfte und -Läger weltweit (Stufe 1 und 2). Unser SAVE-Projekt konzentrierte sich auf unsere vier größten asiatischen Beschaffungsländer, mit Ausnahme von Vietnam. 2016 haben wir daher in diesem Land in Kooperation mit der International Finance Corporation (IFC) das nächste große Programm zur Förderung von Ressourceneffizienz und erneuerbaren Energien auf den Weg gebracht. Es konzentriert sich auf zehn Kernlieferanten von PUMA mit hohem Energieverbrauch und Treibhausgas-Emissionen und enthält detaillierte Energieverbrauchsanalysen sowie Machbarkeitsstudien für die Einführung erneuerbarer Energien bei den jeweiligen Lieferanten.

 

Neben den Unternehmen innerhalb unserer Beschaffungskette haben wir auch an unseren eigenen Standorten weitergearbeitet und in weiteren 50 Geschäften herkömmliche Beleuchtung durch LEDs ersetzt. Dadurch konnten wir den Energieverbrauch dieser Stores um ca. 20 Prozent senken. Durch die Einführung dieses neuen Store-Konzepts an weiteren Standorten erwarten wir einen positiven Einfluss auf die Emissionen der Stufe 2. Zudem planen wir, den neuen Anbau unserer Unternehmenszentrale in Herzogenaurach mit moderner LED-Beleuchtung und effizienter Wärmedämmung auszustatten. Das Gebäude wird zudem zahlreiche Ladestationen für Elektrofahrzeuge bieten. Unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte werden wir im PUMA-Fuhrpark auch Elektro- bzw. Hybridautos einsetzen – ein weiterer Schritt zur Reduzierung von Treibhausgasen.