Kapazitätsaufbau

Unsere Programme und Projekte zum Kapazitätsauf-und ausbau unterstützen die Lieferanten dabei, Fachwissen und Fähigkeiten auszubauen und das Bewusstsein für verantwortungsvolles Handeln zu stärken. Wir haben dazu einen strategischen Ansatz im Umgang mit Verstößen gegen PUMAs Verhaltenskodex bei Zulieferern entwickelt und fördern an wichtigen Stellen in unserer Beschaffungskette gezielt soziale und ökologische Projekte zum Kapazitätsaufbau.

Das Better Work-Servicemodell für Fabriken

PUMA Fabriken die sich für das ILO/IFC Better Work-Programm entschieden haben, durchlaufen einen Lernprozess, der Assessments, Beratungsdienste, Industrieseminare und Fortbildungen miteinschließt.

Im Rahmen dieser Schulung durch Better Work, werden Themen wie Kinderarbeit, Diskriminierung, Zwangsarbeit, Vereinigungsfreiheit, Tarifverhandlungen und nationale Arbeitsrechtbestimmungen zur Vergütung, Vertrags- und Arbeitsplatzbeziehungen, Sicherheit am Arbeitsplatz, Arbeitsstunden und viele weitere abgedeckt.

Die Bedingungen und Verbesserungen in jeder Better Work-Fabrik werden auf Basis des Compliance Assessment Tool (CAT) von Beratern der Better Work Organisation überprüft.

2016 konnten alle Better Work-Fabriken bis zu 25 Trainingstage nutzen die im jährlichen Servicepaket enthalten sind. Die Fabriken konnten bestimmen, welche Kurse sie besuchen wollten, basierend auf den für sie relevanten Themen und verfügbaren Angebote von Better Work.

Um einen besseren Eindruck von den Auswirkungen seiner Arbeit zu erlangen, hat das Better Work-Programm die Tufts University beauftragt, eine unabhängige Folgenabschätzung durchzuführen.

Die wesentlichen Ergebnisse wie auch den vollständigen Beurteilungsbericht finden Sie hier.

Gleichstellung von Frauen

Seit 2008 waren mehr als 5000 Fabrikarbeiter aus der Türkei, Georgien und Ägypten an von PUMA organisierten Kapazitätsaufbauprojekten beteiligt, die Themen zur Gleichstellung von Frauen oder Menschenrechte behandelten. Derzeit arbeiten wir in Kollaboration mit verschiedenen örtlichen NROs an mehreren Projekten, um weibliche Arbeitskräfte in unseren Zuliefererfabriken zu unterstützen. Das Ergebnis eines dieser Projekte ist die Ausarbeitung eines Taschenführers, welcher gezielt auf häusliche Gewalt und den Schutz von Frauen eingeht. Dieses Handbuch wird von unseren Lieferanten an weibliche und neue Mitarbeiter ausgegeben, um einen nachhaltigen Effekt zu erzeugen. Darüber hinaus haben wir in Fabriken monatliche Workshops zu Menschen- und Frauenrechten etabliert, welche von örtlichen NGO Vertretern durchgeführt werden und für alle Arbeiter kostenfrei zugänglich sind. Zudem haben sich PUMA Lieferanten in Georgien und in der Türkei den „Women’s Empowerment Principles“ (WEPs) verschrieben, eine Initiative von UN Women und UN Global Compact die gezielt das Thema Förderung und Stärkung von Frauen in Unternehmen aufgreift.

Zusätzlich arbeitet PUMA mit Frauen- und Arbeitsrechtsorganisationen in El Salvador zusammen, um den Zugang zu Kinderbetreuung zu erleichtern und Gewalt gegenüber Frauen zu minimieren.

Syrische Flüchtlinge in der Türkei

Wir kollaborieren und arbeiten mit anderen Brands, der Fair Labor Association (FLA), der United Nations Refugee Agency (UNHCR) und relevanten örtlichen Instanzen zusammen, um Lebens-und Arbeitsbedingungen von Flüchtlingen in der Türkei zu verbessern.

Seit Januar 2016 dürfen syrische Flüchtlinge offiziell in der Türkei arbeiten. PUMA war einer der Marken, die sich, in Zusammenarbeit mit den wesentlichen Stakeholdern, für die Arbeitserlaubnis syrischer Flüchtlinge eingesetzt hat. Des Weiteren entwarf PUMA zusammen mit dem türkischen Ministerium für Arbeit (MoL), der FLA, der Ethical Trading Initiative (ETI) und andere Marken einen Taschenführer für syrische Flüchtlinge, der ihnen im alltäglichen Arbeitshelfen weiterhelfen soll.

PUMA ermutigt seine Zulieferer in der Türkei 2 bis 3 Prozent der Belegschaft mit syrischen Flüchtlingen zu besetzen, wobei mittlerweile bereits einige Zulieferer mit der Einstellung von syrischen Flüchtlingen mit offiziellen Arbeitserlaubnissen begonnen haben.

Außerdem haben wir mithilfe der FLA Workshops für unsere Zulieferer organisiert, um jegliche Form von illegaler Flüchtlingsarbeit zu vermeiden. 

Die FLA Strategie für faire Vergütung

Die Verpflichtung zur Zahlung fairer Löhne ist in PUMAs Verhaltenskodex fest verankert. Die im Februar 2015 eingeführte FLA Strategie für faire Löhne, welches ein in drei Phasen unterteiltes Mehrjahresprojekt ist, wurde zu dem Zweck entworfen, FLA-angeschlossenen Unternehmen wie PUMA bei der Operationalisierung Verpflichtung zur Zahlung fairer Löhne zu helfen und der FLA einen übersichtlichen und transparenten Mechanismus zu bieten, damit Unternehmen zur Verantwortung gezogen werden können. Den fairen Vergütungsplan von Februar 2015 finden Sie hier.Seit seiner Unterzeichnung, bleibt PUMA weiterhin ein aktives Mitglied des Nationalen Komitees, um zu überprüfen inwieweit sich gereifte industrielle Beziehungen innerhalb der Lieferkette entwickeln und verfestigen.

Es sind Diskussionen eingeleitet, um die Erfahrung als Modell für andere Industrien zu nutzen, da nur weitreichende friedliche Beziehungen ein stabiles Produktionsumfeld sichern können.

Für weitere Informationen klicken Sie hier.

Protokoll zur Vereinigungsfreiheit in Indonesien

Das Protokoll zur Vereinigungsfreiheit unterstützt das Recht der Frauen und Männern, die für globale Marken in Indonesien produzieren, Gewerkschaften beizutreten und sich kollektiv für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen. Dieses historisch bedeutende Protokoll wurde am 7. Juni 2011 von indonesischen Gewerkschaften, Arbeitgebern und multinationalen Sportartikelherstellen, einschließlich PUMA, unterzeichnet. Es bietet Unternehmen konkrete und nützliche Hilfestellungen um zu gewährleisten, dass Arbeitnehmer ihr Rechts auf Vereinigungsfreiheit wahrnehmen können, um sich für eine faire Vergütung und bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen. 

Seit seiner Unterzeichnung, bleibt PUMA weiterhin ein aktives Mitglied des Nationalen Komitees, um zu überprüfen inwieweit sich gereifte industrielle Beziehungen innerhalb der Lieferkette entwickeln und verfestigen.

Es sind Diskussionen eingeleitet, um die Erfahrung als Modell für andere Industrien zu nutzen, da nur weitreichende friedliche Beziehungen ein stabiles Produktionsumfeld sichern können.

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