PUMA verzeichnet Umsatzwachstum von 6.1% im ersten Quartal

Herzogenaurach, Deutschland, 25. April 2012

Profitabilität beeinflusst durch Rückgang in Europa

 

Highlights erstes Quartal 2012

  • Konsolidierte Umsätze steigen um 6,1% auf € 820,9 Mio.
  • Rohertragsmarge fällt um 120 Basispunkte auf 51,2%.
  • Operatives Ergebnis geht um 8,1% auf € 102 Mio. zurück.
  • Konzerngewinn verringert sich leicht um 4,9% auf € 74 Mio.
  • Gewinn je Aktie reduziert sich von € 5,17 auf € 4,92.
  • Langfristige Partnerschaft mit dem italienischen Fußballverband verlängert.

 

Ausblick 2012

  • Management bekräftigt Umsatzziel für das Gesamtjahr 2012 mit einer Wachstumsrate im hohen einstelligen Prozentbereich.
  • Management erwartet für das Gesamtjahr 2012 weiterhin eine Steigerung des Konzerngewinns im mittleren einstelligen Prozentbereich.

 

Franz Koch, CEO PUMA SE: „Nach einem starken Jahresendspurt in 2011 ist PUMAs Umsatzwachstum im ersten Quartal im Vergleich zu den Vorjahresquartalen geringer ausgefallen, was zu einem schwächeren Ergebnis führte. Unsere Umsatzentwicklung im ersten Quartal spiegelt die derzeitigen Herausforderungen in Europa wider, denen wir mit der konsequenten Optimierung unserer Geschäftsprozesse in der Region EMEA begegnen. Ich bin zuversichtlich, dass wir vor dem Hintergrund dieses außergewöhnlichen Sportjahres mit unseren Produkt-Innovationen unsere Umsatz- und Ergebnisziele für das Jahr 2012 erreichen werden.“

Umsatzentwicklung nach Regionen

Umsätze in EMEA gehen in schwierigem Marktumfeld zurück

Aufgrund stagnierender Konsumausgaben in der Eurozone sind die Umsätze im ersten Quartal um 6,1% auf Euro-Basis sowie währungsbereinigt um 4,2% auf € 820,9 Mio. angestiegen.

Die Umsätze in der Region EMEA reduzierten sich um währungsbereinigt 1,4% auf € 368 Mio., was auf die insgesamt gedämpfte Verbrauchernachfrage im Zuge der Finanzkrise innerhalb der Eurozone zurückzuführen ist. Neben dem derzeit herausfordernden Marktumfeld belastete auch der späte Wintereinbruch in Europa die Umsätze im Groß- und Einzelhandel, so dass die Frühjahrskollektionen später geordert wurden und damit die Umsatzentwicklung von PUMA im ersten Quartal beeinträchtigten.

PUMA hat bereits begonnen auf diese Herausforderungen zu reagieren und optimiert die Geschäftsprozesse in der Region EMEA. In diesem Zusammenhang wurde Sergio Bucher, bisher verantwortlich für das globale Einzelhandelsgeschäft bei PUMA, zum neuen Geschäftsführer für Europa ernannt. Im Rahmen der Transformation, die Teil der Wachstumsstrategie ist, wird PUMA seine Geschäftsabläufe in den Ländergesellschaften verschlanken und einige Backoffice-Funktionen auf regionaler Ebene zentralisieren.

Eine starke Entwicklung der Umsätze in der Region Asien/Pazifik und in Amerika hat dem Umsatzrückgang in der Region EMEA entgegengewirkt. Aufgrund des Wachstums in Indien, Korea und Japan, die eine kräftige Nachfrage nach PUMAs Motorsport-, Running- und Lifestyle-Produkten verzeichnen konnten, sind die Umsätze in Asien um währungsbereinigt 10,2% auf € 192,1 Mio. angestiegen.

Die Umsätze in der Region Amerika verbesserten sich währungsbereinigt um 8,5% auf € 260,8 Mio. In der Region Lateinamerika verzeichneten vor allem Mexiko, Argentinien und Brasilien ein starkes Umsatzwachstum im zweistelligen Bereich. Die Umsätze in Nordamerika sind angestiegen, nachdem die neuen Joint Ventures Wheat (Accessoires) und Janed (Socken und Bodywear) zum ersten Mal konsolidiert wurden.

Umsatzentwicklung nach Produktsegmenten

Umsätze mit Schuhen gehen insbesondere in etablierten Märkten zurück

Die Umsätze im Segment Schuhe verringerten sich im ersten Quartal währungsbereinigt um 2,1% auf € 414,6 Mio. Mit seinen jüngsten Produkteinführungen konnte PUMA jedoch einige vielversprechende Ergebnisse erzielen.

Das Modell ARCHIVE LITE zum Beispiel, ein ultraleichter Schuh im zeitgemäßen Design, verzeichnet derzeit ein zweistelliges Absatzwachstum bei Top-Händlern in verschiedenen Ländern in Europa und Asien. Diese Styles verfügen über ein außergewöhnliches Design in vielfältigen Farben und zeigen, dass sich PUMA in der Produktentwicklung auf dem richtigen Weg befindet. PUMA hat bereits im vierten Quartal seine Kollektion leichtgewichtiger Laufschuhe ausgeweitet und weitere Styles hinzugefügt, um das Potenzial bestmöglich auszuschöpfen.

Das Lightweight Concept ist auch in PUMAs Performance-Kategorien ein wichtiger Baustein. Ende Mai wird PUMA im sogenannten „Jahr der Geschwindigkeit“ eine neue Performance-Kollektion vorstellen, die zum ersten Mal in der Firmengeschichte alle PUMA-Sportkategorien umfasst. Inspiriert von Usain Bolt, greift die Kollektion das Bedürfnis eines jeden Sportlers nach Geschwindigkeit auf, indem sie Innovation und Performance-Technologien in Schuhen und Textilien für verschiedene Sportarten vereint.

Die Umsätze im Segment Textilien stiegen währungsbereinigt um 8% auf € 267,6 Mio. Sowohl die Lifestyle- als auch die Performance-Kollektionen wurden dabei von den Verbrauchern weltweit entsprechend nachgefragt. Insbesondere Produkte aus den Kategorien Running, Lifestyle und Golf konnten Akzente setzen. Vor dem Hintergrund der UEFA Euro 2012 erwartet PUMA einen weiteren Anstieg der Umsätze im Segment Textilien.

Accessoires verbesserten sich währungsbereinigt um 19% auf € 138,7 Mio., was auf die weiterhin sehr erfolgreiche Entwicklung von Cobra PUMA Golf sowie das neue Joint Venture für Socken und Bodywear auf dem nordamerikanischen Markt zurückzuführen ist.

PUMAs Teamsport-Kategorie wurde im ersten Quartal durch die neue langfristige Partnerschaft mit dem Slowakischen Fußballverband sowie die Verlängerung des Ausrüstervertrages mit dem Italienischen Fußballverband gestärkt. Die neue Masterlizenz mit dem Italienischen Verband umfasst dabei die weltweiten Vermarktungsrechte des gesamten Lizenzportfolios. PUMA hat außerdem sein Portfolio an internationalen Vereinsmannschaften ausgeweitet und den brasilianischen Club Botafogo de Futebol e Regatas aus Rio de Janeiro sowie den italienischen Serie A-Verein US Palermo unter Vertrag genommen. Zudem verlängerte PUMA seine Partnerschaft mit dem französischen Erstligisten Girondins de Bordeaux. Mit Blick auf diese neuen Partnerschaften sowie die UEFA Euro 2012 in Polen und der Ukraine im Juni geht PUMA von weiterem Wachstum im Bereich Teamsport aus.

PUMA Running profitierte von unserer erfolgreichen leichtgewichtigen PUMA Faas-Kollektion, zu dem auch das aktuelle Top-Produkt PUMA Faas 300 zählt. Bedingt durch die Olympischen Spiele geht PUMA im zweiten Quartal von einem weiteren Umsatzanstieg im Segment Running aus. Anfang Juni werden die olympischen Performance- und Lifestylekollektionen der jamaikanischen Athleten vorgestellt werden, entworfen von Cedella Marley, Tochter von Reggae-Legende Bob Marley.

Im Bereich Motorsport hielt die positive Entwicklung im ersten Quartal weiter an. Durch die neue Partnerschaft mit Mercedes AMG Petronas hat PUMA sein Formel 1-Portfolio deutlich verstärkt und mit dem ersten Formel 1-Grand Prix-Sieg von Mercedes-Pilot Nico Rosberg in Schanghai vor zwei Wochen einen fulminanten Start hingelegt.

Die Umsätze in unserer Segel-Kategorie stiegen vor dem Hintergrund unserer erfolgreichen Marketing-Aktivitäten rund um das Volvo Ocean Race und der Berichterstattung über die jüngsten Erfolge bei diesem Segel-Marathon ebenfalls weiter an. In der derzeitigen America’s Cup World Series bereiten sich PUMA als exklusiver Lizenznehmer der America’s Cup Event Authority und das von PUMA ausgestattete Team ORACLE Racing momentan auf die Regatten im Mai in Venedig und im Juni in Newport, Rhode Island, vor.

Aufwendungen und Profitabilität

Rohertragsmarge reduziert sich im ersten Quartal 2012 auf 51,2%

Steigende Beschaffungskosten waren die wesentliche Ursache für den Rückgang der Rohertragsmarge im ersten Quartal. Diese lag bei 51,2% gegenüber 52,4% im Vorjahr. Wechselkurseffekte hatten ebenso einen negativen Einfluss auf die Rohertragsmarge wie der Produkt- und der regionale Mix.

Die Rohertragsmarge bei Schuhen sank von 51,3% auf 49,5%, bei Textilien ging sie leicht von 53,7% auf 53,5% zurück und Accessoires reduzierten sich von 54,0% auf 51,9%, was insbesondere durch niedrigere Margen im neuen Socken und Bodywear-Geschäft in den USA beeinflusst wurde.

Zufriedenstellende Entwicklung im Einzelhandel

Die Umsätze im Einzelhandelsgeschäft betrugen im ersten Quartal € 122 Mio. beziehungsweise 14,9% im Verhältnis zum Gesamtumsatz und haben sich um 15,2% gegenüber dem Vorjahr verbessert. Das Wachstum basierte auf den erzielten Umsätzen in den bereits bestehenden sowie im Jahr 2012 neu eröffneten Stores.

Operative Aufwendungen steigen aufgrund der Umsetzung der Wachstumsstrategie

Die operativen Aufwendungen sind in den ersten drei Monaten 2012 um 8,0% auf € 322 Mio. angestiegen, was durch die weitere Umsetzung des “Back on the Attack”-Wachstumsplans bedingt war. Im Verhältnis zum Umsatz entspricht dies einer Quote von 39,3% gegenüber 38,6% im Vorjahr. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Aufwendungen für Marketing sowie Produktentwicklung und Design. Ein weiterer Faktor war die Erweiterung des Einzelhandelsportfolios innerhalb der vergangenen zwölf Monate.

Operatives Ergebnis (EBIT) von niedrigerer Rohertragsmarge belastet

Das operative Ergebnis hat sich im ersten Quartal 2012 von € 111,0 Mio. auf € 102,0 Mio. rückläufig entwickelt, was hauptsächlich auf die Verschlechterung der Rohertragsmarge zurückzuführen ist. Der moderate Anstieg der operativen Aufwendungen lag im Rahmen der PUMA-Planung. Als Folge hat sich die EBIT-Quote im Verhältnis zum Umsatz von 14,4% im Vorjahr auf 12,4% verringert.

Finanzergebnis / Ergebnis aus assoziierten Unternehmen verbessert sich

Das Finanzergebnis hat sich im ersten Quartal aufgrund positiver Wechselkursentwicklungen von € -0,2 Mio. auf € 1,1 Mio. verbessert.

Gewinn vor Steuern geht zurück

Der Gewinn vor Steuern betrug im ersten Quartal 2012 € 103,1 Mio. gegenüber € 110,8 Mio. im Vorjahr. Im Verhältnis zum Umsatz entspricht dies einer Quote von 12,6% gegenüber 14,3% im Vorjahr. Die Steueraufwendungen sind ebenfalls von € 33,1 Mio. auf € 27,9 Mio. zurückgegangen, was einer Steuerquote von 27,1% im Vergleich zu 29,9% im Vorjahr entspricht.

Konzerngewinn verringert sich leicht

Der Konzerngewinn verringerte sich geringfügig um 4,9% von € 77,7 Mio. auf € 73,9 Mio. Das Ergebnis pro Aktie reduzierte sich ebenso von € 5,17 im Vorjahr auf € 4,92 im ersten Quartal 2012.

Vermögens- und Finanzlage

 

Eigenkapital erhöht sich

Zum 31. März 2012 stieg die Bilanzsumme um 7,9% von € 2.303 Mio. auf € 2.486 Mio. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 66,4% nach 60,6% im ersten Quartal 2011 und unterstreicht damit die weitere Verbesserung der Kapitalausstattung. In absoluten Zahlen beträgt das Eigenkapital € 1.652 Mio. gegenüber € 1.396 Mio. im Vorjahr.

Working Capital steigt an

PUMAs Working Capital stieg um 21,0% auf € 723,7 Mio. Auf der Aktivseite sind die Vorräte um 26,4% auf € 587,1 Mio. angestiegen. Die Gründe für den Anstieg des Working Capital sind das erwartete Umsatzwachstum in den kommenden Quartalen, die fortwährende Erweiterung unseres Einzelhandelsportfolios und der Anstieg der Durchschnittspreise pro Stück. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind parallel zum Umsatzwachstum um 7,4% auf € 620,5 Mio. angestiegen.

Cashflow (vor Akquisitionen) nahezu unverändert

Der freie Cashflow (vor Akquisitionen) lag nahezu unverändert bei € -111,5 Mio. Der Mittelabfluss resultiert im Wesentlichen aus dem höheren Bedarf an Working Capital. Die Investitionen für Akquisitionen betreffen den Erwerb der restlichen ausstehenden Anteile an Dobotex zum 1. Januar 2012.

Die Investitionen ins Anlagevermögen sind im Rahmen der „Back on the Attack“-Strategie gegenüber dem Vorjahr um 28,1% auf € -13,8 Mio. weiter angestiegen und betreffen im Wesentlichen Investitionen in Einzelhandelsgeschäfte, die Beschaffungskette sowie IT-Projekte.

Liquidität geht zurück

Der Bestand an Flüssigen Mitteln ist aufgrund des Erwerbs der restlichen ausstehenden Anteile an Dobotex um 18,3% auf € 245,8 Mio. (Vorjahr: € 300,8 Mio.) zurückgegangen. Bei nahezu unveränderten Bankverbindlichkeiten beträgt die Nettoliquidität im Ergebnis € 203,2 Mio.

Ausblick 2012

Das Management hat gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Kostenstruktur und Stärkung der Produktbegehrtheit eingeleitet, um damit Umsatzwachstum und Profitabilität zu steigern. PUMA ist zuversichtlich, die mit dem Geschäftsbericht veröffentlichten Ziele für das Gesamtjahr 2012 erreichen zu können. Demzufolge geht das Management weiterhin davon aus, im Gesamtjahr einen Umsatzanstieg im oberen einstelligen Prozentbereich und einen Anstieg des Konzerngewinns im mittleren einstelligen Prozentbereich erzielen zu können.