Die PUMA AG berichtet über ihre konsolidierten Geschäftsergebnisse für das dritte Quartal und Januar bis September 2010

Herzogenaurach, Deutschland, 26. Oktober 2010

Highlights drittes Quartal:

  • Konsolidierte Umsätze erreichen € 784 Mio. und steigen in Euro um 16,5%
  • Rohertragsmarge bleibt bei 50%
  • Operatives Ergebnis vor Sondereffekten verbessert sich um 15,3% auf € 113 Mio.
  • Gewinn je Aktie steigt von € 4,50 auf € 5,16
  • Usain Bolt bleibt langfristig Markenbotschafter von PUMA
  • PUMA AG übernimmt volle Vertriebsverantwortung in China und Hong Kong
  • Unregelmäßigkeiten in Griechenland festgestellt

 

Highlights Januar bis September:

  • Konsolidierte Umsätze steigen in Euro um 5,7%
  • Rohertragsmarge verringert sich im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 50,8%
  • Operatives Ergebnis vor Sondereffekten verbessert sich um 7,7% auf € 296,1 Mio.
  • Gewinn vor Steuern verbessert sich um 83,2% auf € 292,0 Mio.
  • Gewinn je Aktie steigt auf € 13,65 von € 7,42 im Vorjahr
  • Anhaltende Verbesserung der Eigenkapitalquote

 

Ausblick 2010:

  • Aufgrund starker Umsatzzahlen im dritten Quartal sowie der Verbesserung des allgemeinen Ausblicks für das vierte Quartal erwartet das Management nunmehr für das Gesamtjahr 2010 einen Anstieg der Umsatzerlöse im mittleren bis hohen einstelligen Bereich.
  • Management erwartet eine Verbesserung des operativen Ergebnisses vor Sondereffekten gegenüber Vorjahr.
  • Außerordentliche einmalige Aufwendungen im Zusammenhang mit PUMA Hellas S.A. beeinflussen das Ergebnis für 2010 sowie das Vorjahr.

 

Jochen Zeitz, Vorstandsvorsitzender: „Durch die von unserem griechischen Joint Venture Partner verursachten Unregelmäßigkeiten fällt leider ein Schatten auf unsere soliden Geschäftsergebnisse im dritten Quartal. Wir freuen uns dennoch über die operative Performance von PUMA im dritten Quartal mit einem starken Anstieg der Umsätze und des operativen Ergebnisses. Für das vierte Quartal erwarten wir eine weitere Verbesserung des allgemeinen Ausblicks und erhöhen daher unsere Erwartungen für das Umsatzwachstum auf einen nunmehr mittleren bis hohen einstelligen Bereich für das Gesamtjahr 2010. Mit Blick in die Zukunft sind wir von unserer Strategie überzeugt, mit dem neuen „Back on The Attack“-Plan 2015 das Umsatzziel von vier Milliarden Euro zu erreichen. Wir haben unsere Organisation und die operativen Prozesse an den neuen Wachstumsplan angepasst und sind zuversichtlich, damit die vielfältigen Chancen zu nutzen und Markenpotenzial von PUMA konsequent auszuschöpfen. Die Details von PUMAs neuem Wachstumsplan werden wir heute im Rahmen einer Investorenkonferenz im PUMAVision Headquarter in Herzogenaurach präsentieren.“

 

Umsatz- und Ertragslage

Weltweite Markenumsätze

Die weltweiten PUMA-Markenumsätze, die sich aus konsolidierten- sowie Lizenzumsätzen zusammensetzen, verbesserten sich im dritten Quartal um 15,1% auf € 828,6 Mio. Insgesamt hat PUMA in diesem Quartal vor dem Hintergrund eines anhaltend schwierigen Marktumfeldes eine sehr solide Geschäftsentwicklung verzeichnet.

Während der ersten neun Monate sind die weltweiten Markenumsätze um 4,8% gestiegen und haben trotz eines ersten Halbjahres ohne bedeutendes Umsatzwachstum annähernd € 2,2 Milliarden erreicht.

Konsolidierte Umsätze

Die konsolidierten Umsätze stiegen im dritten Quartal währungsbereinigt um 6,5% auf € 784,3 Mio., dies entspricht einem Anstieg von 16,5% auf Euro-Basis. Die Umsätze mit Schuhen stiegen währungsbereinigt um 6,0% auf € 417,2 Mio. und Textilien verbesserten sich um 1,3% auf € 263,8 Mio. Umsätze mit Accessoires verbesserten sich deutlich um 25,0% auf € 103,3 Mio., was auf organisches Wachstum sowie auf Effekte aus der Erstkonsolidierung zurückzuführen ist. Im Hinblick auf die Regionen ist Nord- und Südamerika mit 26,7% währungs­bereinigt am stärksten gewachsen, während sich die Region APAC währungsbereinigt um 1,4% verbessert hat. EMEA ging leicht um 1,1% zurück.

Nach neun Monaten erhöhten sich die konsolidierten Umsätze auf Euro-Basis um 5,7%. Währungsbereinigt sind die konsolidierten Umsätze mit € 2.082,8 Mio. nahezu gleich geblieben (-0,1%). Trotz eines anhaltend schwierigen Marktumfelds sind die Umsätze in Amerika um 24,9% sprunghaft stark angestiegen, womit sowohl Nordamerika als auch Lateinamerika einen zweistelligen Umsatzanstieg verzeichneten. Die Umsatzentwicklung in der Region EMEA wurde von den ungünstigen Marktbedingungen in den südlichen und osteuropäischen Ländern beeinflusst und verringerte sich deshalb währungsbereinigt um 5,6%. Die Umsätze in der Region Asien/Pazifik stiegen auf Euro-Basis um 1,5%, aufgrund der hohen Währungsfluktuationen war aber ein Rückgang von 7,9% zu verzeichnen. Im Hinblick auf Segmente erzielten Schuhe € 1.117,2 Mio., währungsbereinigt entspricht dies einem Rückgang von 2,7%. Die Textilumsätze verringerten sich leicht um 0,8% auf € 699,2 Mio. Der Umsatz mit Accessoires hat sich jedoch um 14,6% auf € 266,4 Mio. erhöht.

Rohertragsmarge

Im dritten Quartal verringerte sich die Rohertragsmarge von PUMA um 180 Basispunkte auf 50,0%. Der Rückgang wurde durch Preisdruck in der Region EMEA sowie Veränderungen im regionalen- als auch im Produkt-Mix hervorgerufen.

Nach neun Monaten beträgt die Rohertragsmarge 50,8% gegenüber 51,4% im Vorjahr. Die Marge von PUMA im Segment Schuhe blieb unverändert bei 50,2%, während Textilien bei 51,6% verglichen mit 52,2% des Vorjahres lagen. Der Bereich Accessoires erzielte 51,1% im Vergleich zu 54,8% im Vorjahr. Dieser Rückgang resultiert aus dem Einfluss des neu erworbenen und integrierten Geschäfts von Cobra Golf, das eine niedrigere Marge aufweist, da der frühere Eigentümer, Acushnet, den Verkauf außerhalb der Vereinigten Staaten bis Ende August verantwortet hat.

Operative Aufwendungen

Die operativen Aufwendungen stiegen im dritten Quartal um 10,4% auf € 283,6 Mio. Der Anstieg resultiert aus der Erweiterung des Geschäftes, das Cobra Golf beinhaltet, sowie aus Währungseinflüssen. Auf vergleichbarer Basis blieben die operativen Aufwendungen konstant, was sich im verbesserten Kosten­verhältnis von 36,2% widerspiegelte.

In den ersten neun Monaten stiegen die operativen Aufwendungen um 3,1% auf € 776,4 Mio. Daraus resultiert ein verbessertes Kostenverhältnis von 37,3% im Vergleich zu 38,2% im Vorjahr. Die Kosteneinsparungen sind ein unmittelbares Ergebnis des Restrukturierungsprogramms von PUMA, welches im vierten Quartal 2010 abgeschlossen werden wird.

Operatives Ergebnis

Im dritten Quartal verbesserte sich das operative Ergebnis vor Sondereffekten deutlich um 15,3% auf € 113,0 Mio. gegenüber € 98,0 Mio. im vergangenen Jahr. In Relation zum Umsatz beträgt die operative Marge 14,4% gegenüber 14,5% im Vorjahr.

Zum 30. September 2010 stieg das operative Ergebnis vor Sondereffekten um 7,7% von € 275,1 Mio. auf € 296,1 Mio. Die operative Marge lag bei starken 14,2% im Vergleich zu 14,0% im Vorjahr.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis zeigt im dritten Quartal ein Minus von € 1,9 Mio. und blieb damit im Vergleich zum Vorjahr konstant.

In den ersten neun Monaten verbesserte sich das Finanzergebnis von € -5,6 Mio. auf € -4,6 Mio., wobei € 0,5 Mio. Ertrag von verbundenen Unternehmen erzielt wurde.

Konzerngewinn

Das Vorsteuerergebnis (EBT) verbesserte sich im dritten Quartal um 15,7% auf € 111,1 Mio. gegenüber € 96,0 Mio. im Vorjahr. Daraus resultierte eine Verbesserung des Konzernjahresüberschusses, welcher um € 9,7 Mio. beziehungsweise starke 14,2% auf € 77,6 Mio. angestiegen ist. Der Gewinn je Aktie stieg im dritten Quartal auf € 5,16 im Vergleich zu € 4,50 im Vorjahr.

Nach den ersten neuen Monaten ergab sich ein Gewinn vor Steuern von € 292,0 Mio. gegenüber € 159,4 Mio. im Vorjahr, der Anstieg beträgt 83,2%. Gleichzeitig verbesserte sich der Konzernjahresüberschuss um 83,5% von € 112,0 Mio. auf € 205,5 Mio. In Folge dessen stieg der Gewinn je Aktie von € 7,42 auf € 13,65. Die operative Steuerquote lag bei 29,6% verglichen mit 27,9% im Vorjahr.

 

Vermögens- und Finanzlage

Eigenkapital

Die Bilanzsumme stieg zum 30. September 2010 um 18,4% auf € 2.436,5 Mio. Dieser Anstieg resultiert insbesondere aus dem Erwerb von Cobra Golf sowie aus Währungskurseffekten. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 59,1% im Vorjahr auf 60,1% in diesem Jahr.

Working Capital

In der Berichtswährung stiegen die Vorräte um 27,1% auf € 452,9 Mio. Auf vergleichbarer Basis erhöhten sich die Vorräte um 6,3%, um den erwarteten Umsatzanstieg im folgenden Quartal zu fördern. Aufgrund der in diesem Quartal gestiegenen Umsätze erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 14,2% (4,7% auf vergleichbarer Basis) und betragen somit € 606 Mio. Das Working Capital betrug € 594,2 Mio. (€ 518 Mio. ohne Unternehmenserwerbe) gegenüber € 523,3 Mio. im Vorjahr.

Investitionen/Cashflow

In den ersten neun Monaten investierte das Unternehmen € 35,5 Mio. in Sachanlagen gegenüber € 40,8 Mio. im Vorjahr. Ein Mittelabfluss von € 102,4 Mio. (Vorjahr € 75,8 Mio.) resultierte aus Akquisitionszahlungen.

Der freie Cashflow vor Akquisitionen betrug € 46,4 Mio. im Vergleich zu € 145,1 Mio. im letzten Jahr.

Liquidität

Die Nettoliquidität erhöhte sich Ende September auf € 360,7 Mio. gegenüber € 339,5 Mio. im Vorjahr und unterstreicht damit die starke finanzielle Position von PUMA.

Aktienrückkauf

Die PUMA AG setzte ihr Aktienrückkaufprogramm im dritten Quartal fort und kaufte bis zum Bilanzstichtag 102.219 eigene Aktien zurück. Dies entspricht 0,7% des Grundkapitals und erforderte eine Investition in Höhe von € 23,4 Mio.

 

Sonstige Ereignisse

Schiedsgerichtsverfahren – Spanische PUMA Markenrechte

Wie bereits zum Halbjahresabschluss angekündigt wurde, hat die PUMA AG eine Nichtigkeitsklage gegen das Schiedsgerichtsverfahren bezüglich der PUMA Markenrechte in Spanien erhoben. Zum Berichtszeitpunkt sind Rechtsbeistände und Berater weiterhin der Ansicht, dass ein erfolgreicher Ausgang überwiegend wahrscheinlich ist.

PUMA übernimmt volle Vertriebsverantwortung in China zum 1. Januar 2011

Die PUMA AG wird die restlichen 49% der Anteile des langfristigen Joint Venture in China und Hong Kong, Liberty China Holding Ltd., mit Wirkung zum 1. Januar 2011 erwerben und sichert sich damit die volle Kontrolle über sein operatives Geschäft China und Hong Kong. Liberty ist ein Joint Venture von PUMA und Swire Resources Ltd., an dem PUMA bislang mit 51% beteiligt war. Durch die vollständige Übernahme des Joint Ventures stärkt und erweitert PUMA seine Marktposition in China. Dadurch kann das Sportlifestyle-Unternehmen seinen neuen Fünf-Jahres-Plan in der Region bestmöglich umsetzen und das Potenzial, das der größte Markt Asiens für die Marke bietet, voll ausschöpfen. Die Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden geringfügig sein, da das Joint Venture bereits seit der Gründung zu 100% in den Konzernabschluss der PUMA AG einbezogen worden ist.

Unregelmäßigkeiten verursacht durch griechischen Joint Venture Partner

Wie bereits in unserer Ad-hoc-Mitteilung am 25. Oktober 2010 bekannt gegeben wurde, sind Unregel­mäßigkeiten bei dem in Griechenland bestehenden Joint Venture ‚PUMA Hellas S.A.’ festgestellt worden, welche sich auf den konsolidierten Jahresabschluss von PUMA für das Gesamtjahr 2010 auswirken und eine Anpassung der Vergleichszahlen des Jahres 2009 im Jahresabschluss 2010 erforderlich machen. Alle notwendigen Maßnahmen wurden eingeleitet und werden weiterverfolgt. Für weitere Informationen und Details verweisen wir auf die Ad-hoc-Mitteilung auf www.about.puma.com.

Ausblick 2010

In der zweiten Jahreshälfte verzeichnet PUMA weiterhin ein solides Umsatzwachstum, welches das geringere Wachstum in der ersten Jahreshälfte mehr als kompensiert. Demzufolge erwartet das Management nun für das Gesamtjahr einen Anstieg der konsolidierten Umsätze im mittleren bis oberen einstelligen Bereich. Unter Berücksichtigung von leichten Veränderungen der Rohertragsmarge sollte sich das operative Ergebnis vor Sondereffekten gegenüber dem Vorjahr verbessern.

 

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Die vorstehenden Aussagen beinhalten Prognosen über die künftige Geschäftsentwicklung im Hinblick auf Umsatzerlöse, Rohergebnis, Aufwendungen, Erträge, Auftragsbestände, Forecasts, Strategien und Zielsetzungen. Jede dieser Aussagen unterliegt gewissen Risiken und Schwankungen, die dazu führen können, dass die aktuellen Ergebnisse von diesen vorausschauenden Prognosen abweichen. Zukünftige Informationen basieren auf den aktuellen Erwartungen und Schätzungen des Managements. Diese Informationen unterliegen dem Risiko, dass Erwartungen bzw. Annahmen anders als erwartet eintreffen können. Bestimmte Faktoren können dazu führen, dass das tatsächliche Ergebnis vom prognostizierten abweicht.