Die PUMA AG berichtet über ihre konsolidierten Geschäftsergebnisse für das zweite Quartal und erste Halbjahr 2010

Herzogenaurach, Deutschland, 29. Juli 2010

Highlights zweites Quartal:

  • Konsolidierte Umsätze um 2,5% gestiegen
  • Rohertragsmarge verbessert sich auf starke 50,3%
  • Anhaltende Verbesserung der Kostenstruktur
  • Operatives Ergebnis um 1,7% auf € 64,1 Mio. gestiegen
  • Gewinn je Aktie steigt um 16,4% auf € 2,97 von €2,55 im Vorjahr
  • Planmäßiger Verlauf der Cobra Golf Integration
  • Aktienrückkaufprogramm angelaufen

 

Highlights Januar bis Juni:

  • Leichter Anstieg der konsolidierten Umsätze um 0,1%
  • Rohertragsmarge erhöht sich auf 51,3%
  • Starke Verbesserung der Kostenstruktur als Folge des Kostensenkungsprogramms
  • Operatives Ergebnis vor Sondereffekten verbessert sich um 3,4% auf € 183,2 Mio.
  • Gewinn vor Steuern steigt um 185,5% auf € 181 Mio. und Gewinn je Aktie auf € 8,48 von € 2,92
  • Anhaltende Verbesserung des Working Capital und der flüssigen Mittel

 

Ausblick 2010:

  • Management bestätigt erwartetes Umsatzwachstum im unteren bis mittleren einstelligen Bereich auf Euro Basis aufgrund einer starken Verbesserung der Geschäftslage
  • Verbesserung des operativen Ergebnisses vor Sondereffekten gegenüber Vorjahr erwartet
  • Phase IV Revisited (2011 – 2015): Eine neue, weiterentwickelte Expansionsstrategie zum Ausschöpfen von PUMAs langfristigem Umsatzpotenzial wird zusammen mit den Geschäftsergebnissen für das dritte Quartal im Oktober 2010 vorgestellt

 

Jochen Zeitz, Vorstandsvorsitzender: “PUMAs Geschäftsentwicklung während des zweiten Quartals lag im Rahmen der Erwartungen. Aufgrund eines starken Ausblicks erwarten wir in der zweiten Jahreshälfte ein solides Umsatzwachstum. Vor dem Hintergrund einer Erholung der Weltwirtschaft sowie den Maßnahmen, die wir in den vergangenen 18 Monaten eingeleitet haben, um unsere Organisation und Unternehmensprozesse an die neuen Marktgegebenheiten anzupassen, wollen wir ab dem kommenden Jahr unsere langfristige Expansionsstrategie fortsetzen. Die als Wachstumsphase bezeichnete “Phase IV Revisited 2011 – 2015″ ist darauf ausgerichtet, PUMAs langfristiges Umsatzpotenzial von 4 Milliarden Euro und darüber hinaus maßgeblich auszuschöpfen.”

Umsatz- und Ertragslage

Weltweite Markenumsätze

Die weltweiten PUMA-Markenumsätze, die sich aus konsolidierten- sowie Lizenzumsätzen zusammensetzen, stiegen in Euro um 1,3%.

Konsolidierte Umsätze

Die konsolidierten Umsätze stiegen im zweiten Quartal um 2,5% auf € 615,4 Mio. Auf vergleichbarer Währungsbasis sanken die konsolidierten Umsätze um 4,8%, nachdem Abverkäufe und hohe Lagerbestände im Vorjahr zu einer hohen Vergleichsbasis führten. Im Juni wurden Auslieferungen durch spätere Warenanlieferungen beeinflusst und vorgezogene Lieferungen – die im Vorjahr getätigt wurden – fanden nicht statt. Umsätze mit Schuhen gingen währungsbereinigt um 9,7% auf € 321,2 Mio. zurück und Textilien fielen um 5,3% auf € 208,6 Mio. Aufgrund der Erstkonsolidierung von Cobra Golf stiegen die Umsätze im Segment Accessoires deutlich um 20,6% auf € 85,6 Mio.

Im ersten Halbjahr 2010 reduzierten sich die konsolidierten Umsätze währungsbereinigt um 3,7%, erhöhten sich jedoch in Euro um 0,1% auf € 1.298,5 Mio. Die Umsätze in den Regionen EMEA und Asien/Pazifik lagen unter Vorjahr, wohingegen Amerika ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 12,7% verzeichnete. Trotz des schwierigen Marktumfelds in Nordamerika und Lateinamerika konnten diese beiden Unterregionen ihre positive Entwicklung vom ersten Quartal fortsetzen. Die Umsätze mit Schuhen verzeichneten einen währungsbereinigten Rückgang von 7,2% auf € 700,1 Mio. Der Umsatz mit Textilien ging um 2,0% auf € 435,4 Mio. zurück. Umsätze mit Accessoires hingegen stiegen um starke 8,9% auf € 163,1 Mio.

Rohertragsmarge

Im zweiten Quartal zog die Rohertragsmarge um 30 Basispunkte von 50,0% im Vorjahr auf 50,3% an. Die verbesserte Rohertragsmarge ist auf geringere Abverkäufe im Vergleich zum vergangenen Jahr zurückzuführen. Dadurch konnten auch Effekte aus der Währungsabsicherung, Veränderungen im regionalen und Produkt-Mix sowie aus höheren Rohmaterialkosten, die sich auf die Marge auswirken, mehr als ausgeglichen werden. Im ersten Halbjahr 2010 erreichte PUMA eine Rohertragsmarge von 51,3% gegenüber 51,1% im Vorjahr. Bei Schuhen stieg die Marge von 49,7% auf 50,6% und Textilien verzeichneten 52,7% nach 52,3% im Vorjahr. Im Segment Accessoires ging die Marge auf 50,7% von 54,9% zurück. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Einbeziehung von Cobra Golf in den Konsolidierungskreis.

Operative Aufwendungen

Die operativen Aufwendungen erhöhten sich im zweiten Quartal aufgrund der Integration von Cobra Golf und Währungseffekten um 3,4% auf € 250,5 Mio. Ohne Berücksichtigung dieser beiden Faktoren liegen die sonstigen operativen Aufwendungen (OPEX) unter Vorjahresniveau. In den ersten sechs Monaten sanken die operativen Aufwendungen um 0,7% auf € 492,8 Mio., was ein Kostenverhältnis von 37,9% gegenüber 38,2% widerspiegelt.

Operatives Ergebnis

Das operative Ergebnis lag im zweiten Quartal bei € 64,1 Mio. gegenüber € 63,1 Mio. im Vorjahr. In Prozent vom Umsatz war das operative Ergebnis mit 10,4% gegenüber 10,5% im Vorjahr leicht rückläufig. Ohne Berücksichtigung der Integration von Cobra verzeichnet das operative Ergebnis eine Verbesserung im Vorjahresvergleich.

In den ersten sechs Monaten stieg das operative Ergebnis vor Sondereffekten um 3,4% von € 177,1 Mio. auf € 183,2 Mio., während die operative Marge bei 14,1% gegenüber 13,6% im Vorjahr lag.

Finanzergebnis / Erträge beteiligter Unternehmen

Durch ein niedrigeres Zinsniveau und einen niedrigeren Zinsanteil der Kaufpreisverbindlichkeiten lag das Finanzergebnis im zweiten Quartal bei € -1,5 Mio. gegenüber € -2,1 Mio. Nach sechs Monaten betrug das Finanzergebnis € -2,7 Mio. im Vergleich zu € -3,7 Mio. Im abgelaufenen Quartal wurde ein Ertrag von beteiligten Unternehmen in Höhe von € 0,4 Mio. erzielt.

Konzerngewinn

Das Vorsteuerergebnis (EBT) verbesserte sich im zweiten Quartal von € 61,0 Mio. auf € 63,1 Mio. Der Konzerngewinn stieg um 16,4% von € 38,5 Mio. auf € 44,8 Mio. Daraus resultiert im zweiten Quartal ein Gewinn je Aktie von € 2,97 gegenüber € 2,55 im Vorjahr.

Das Vorsteuerergebnis (EBT) nach sechs Monaten konnte deutlich von € 63,4 Mio. auf € 180,9 Mio. gesteigert werden. Der Konzerngewinn verbesserte sich um 190,4% von € 44,0 Mio. auf € 127,9 Mio. Daraus ergibt sich ein Gewinn pro Aktie von € 8,48 nach € 2,92 im Vorjahr. Die operative Steuerquote lag bei 29,3% verglichen mit 26,5% im Vorjahr.

Vermögens- und Finanzlage

Eigenkapital

Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2010 stieg im Vorjahresvergleich um 16,1% auf € 2.377,6 Mio. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 61,7% gegenüber 56,6% im Vorjahr – ungeachtet der gestiegenen Bilanzsumme.

Working Capital

Die Vorräte erhöhten sich um 5,7% auf € 456,8 Mio., verringerten sich jedoch währungsbereinigt um 5,7%. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 8,1% von € 502,8 Mio. auf € 543,4 Mio. Währungsbereinigt ist jedoch ein Rückgang von 0,7% zu verzeichnen. Das Nettoumlaufvermögen verbesserte sich auf € 521,7 Mio. nach € 540,6 Mio. im Vorjahr. Diese Entwicklung spiegelt erneut eine deutliche Verbesserung gegenüber den letzten Quartalen wider und unterstreicht unseren Fokus auf das Working Capital Management.

Investitionen/Cashflow

In den ersten sechs Monaten wurden € 23,3 Mio. gegenüber € 27,4 Mio. im Vorjahr investiert. Die geringeren Investitionen in Verbindung mit einer Verbesserung des Working Capitals führten zu einem starken Anstieg des freien Cashflows vor Akquisitionen von € 45,1 Mio. auf € 77,3 Mio. Ein Mittelabfluss von € 101,9 Mio. gegenüber € 61,0 Mio. im Vorjahr resultierte aus Akquisitionen.

Liquidität

Die flüssigen Mittel Ende Juni stiegen um 49,8% von € 302,7 Mio. auf € 453,4 Mio. Die Bankverbindlichkeiten konnten um 28,8% von € 44,8 Mio. auf € 31,9 Mio. reduziert werden. Die Nettoliquidität verbesserte sich dadurch deutlich um 63,4% von € 257,9 Mio. auf € 421,5 Mio.

Aktienrückkauf

Die PUMA AG startete ihr Aktienrückkaufprogramm und kaufte 55.892 eigene Aktien während des zweiten Quartals zurück. Dies entspricht 0,4% des Grundkapitals und erforderte eine Investition in Höhe von € 12,9 Mio.

Sonstige Ereignisse

Schiedsgerichtsurteil zur Übertragung der Markenrechte in Spanien

Im Rahmen eines Schiedsgerichtsurteils wurde der ehemalige spanische Lizenznehmer Estudio 2000 S.A., Inhaber mehrerer PUMA-Markenrechte, dazu verpflichtet, diese Markenrechte nunmehr an PUMA zu übertragen. Durch die Übertragung aller Wort-, Bild- und kombinierten PUMA-Markenrechte würde PUMA endgültig in den Besitz sämtlicher Markenrechte gelangen und das operative Geschäft auf dem spanischen Markt übernehmen, wodurch eine einheitliche Markenführung und -strategie gewährleistet ist. Gemäß Schiedsgerichtsurteil ist die Übertragung der Markenrechte abhängig von einer Einmalzahlung von bis zu 98 Millionen Euro an Estudio 2000 S.A. Allerdings wird PUMA, nach zwischenzeitlich erfolgter gründlicher rechtlicher Beurteilung, das Urteil anfechten und ist der Ansicht, dass ein erfolgreicher Ausgang überwiegend wahrscheinlich ist und bestätigt hiermit, dass die Nichtigkeitsklage in den kommenden Tagen eingereicht wird. Die potenzielle Einmalzahlung stellt eine Eventualverbindlichkeit dar, die nicht in die Bilanz einfließt.

PHASE IV Revisited (2011-2015) – Die neue, weiterentwickelte Expansionsstrategie zur Ausschöpfung von PUMAs langfristigem Umsatzpotenzial

PUMAs ursprüngliche Phase IV der langfristigen Unternehmensexpansion konnte u.a. aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise, die eine negative Auswirkung auf die Geschäftsentwicklung hatte, nicht voll umgesetzt werden. Auf der Basis eines verbesserten Ausblicks auf die Weltwirtschaft und der zu erwartenden Erholung des Marktumfeldes passt das Management seinen langfristigen Entwicklungsplan an die derzeitigen Rahmenbedingungen an und entwickelt diesen weiter, um PUMAs langfristiges Unternehmenspotenzial auszuschöpfen.

Die Unternehmensstrategie der neuen „Phase IV Revisited 2011 – 2015“ wird PUMA zusammen mit den Geschäftsergebnissen des dritten Quartals am 26. Oktober im Rahmen einer Pressekonferenz präsentieren.

Ausblick 2010

Aufgrund einer zu erwartenden starken Verbesserung der Umsatzentwicklung in der zweiten Jahreshälfte geht das Management für das Gesamtjahr 2010 weiter von einem Umsatzwachstum im unteren bis mittleren einstelligen Bereich aus. Die Rohertragsmarge sollte sich unverändert auf Vorjahresniveau bewegen. Das operative Ergebnis vor Sondereffekten sollte sich gegenüber dem Vorjahr verbessern.

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Die vorstehenden Aussagen beinhalten Prognosen über die künftige Geschäftsentwicklung im Hinblick auf Umsatzerlöse, Rohergebnis, Aufwendungen, Erträge, Auftragsbestände, Forecasts, Strategien und Zielsetzungen. Jede dieser Aussagen unterliegt gewissen Risiken und Schwankungen, die dazu führen können, dass die aktuellen Ergebnisse von diesen vorausschauenden Prognosen abweichen. Zukünftige Informationen basieren auf den aktuellen Erwartungen und Schätzungen des Managements. Diese Informationen unterliegen dem Risiko, dass Erwartungen bzw. Annahmen anders als erwartet eintreffen können. Bestimmte Faktoren können dazu führen, dass das tatsächliche Ergebnis vom prognostizierten abweicht