Die PUMA AG berichtet über ihre konsolidierten Geschäftsergebnisse für 1. Quartal 2010

Herzogenaurach, Deutschland, 28. April 2010

Highlights Januar-März:
Konsolidierte Umsätze um 2,1% rückläufig
Rohertragsmarge mit starken, branchenführenden 52,2% leicht über Vorjahr
Deutliche Verbesserung der Kostenstruktur aufgrund des Kostenreduktionsprogramms
Operatives Ergebnis steigt um € 115 Mio. gegenüber Vorjahr
Gewinn je Aktie steigt auf € 5,51 gegenüber € 0,37 im Vorjahr
Weitere Verbesserung der Eigenkapitalquote auf 64%

Ausblick 2010:
Management erwartet ein Umsatzwachstum im unteren bis mittleren einstelligen Bereich
Kostenreduktionsprogramm wird wie geplant zu Kosteneinsparungen führen
Vorsteuerergbenis sollte um mindestens 70% steigen

Jochen Zeitz, Vorstandsvorsitzender: „Wir sind mit einem guten Ergebnis in das neue Geschäftsjahr gestartet, was die Effizienz unseres umfassenden Restrukturierungs- und Reengineeringprogramms unterstreicht. Unter der Annahme einer kontinuierlichen Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und einer geplanten Erhöhung der Wareneinkäufe erwarten wir 2010 ein Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich sowie eine deutliche Steigerung des Konzerngewinns. Wir freuen uns nicht nur auf die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft, sondern auch auf die erfolgreiche Integration unserer erst kürzlich erworbenen Marke Cobra Golf.“

Umsatz- und Ertragslage

Weltweite Markenumsätze

Die weltweiten PUMA-Markenumsätze, die sich aus konsolidierten- sowie Lizenzumsätzen zusammensetzen, gingen in Euro um 2,3% zurück und lagen bei € 720,6 Mio.
Die Umsätze im Bereich Schuhe waren um 6,0% auf € 382,8 Mio. und im Bereich Accessoires um 3,1% auf
€ 90.3 Mio. rückläufig. Die Umsätze bei Textilien hingegen stiegen um 4,3% auf € 247,5 Mio.

Konsolidierte Umsätze

Die konsolidierten Umsätze im ersten Quartal waren währungsbereinigt um 2,7% und in Euro um 2,1% rückläufig und lagen bei € 683,1 Mio. Diese Entwicklung sollte vor dem Hintergrund betrachtet werden, dass vermehrte Abverkäufe zur Reduzierung von Lagerbeständen im Vorjahr zu einem Umsatzwachstum von 3,6% geführt haben. Zudem wurden Wareneinkäufe für das 1. Halbjahr 2010 äußerst vorsichtig getätigt. Bereinigt um die Abverkäufe im Vorjahr konnten die Umsätze einen leichten Zuwachs verzeichnen.
Die Umsätze im Bereich Schuhe reduzierten sich währungsbereinigt um 5,1% auf € 378,8 Mio. und Accessoires um 1,6% auf € 77,5 Mio. Die Textilumsätze stiegen aufgrund der positiven Entwicklung im Bereich Teamsport um 1,2% auf € 226,8 Mio. Aus regionaler Sicht waren die Umsätze in EMEA währungsbereinigt um 6,2% auf € 351,8 Mio. (Anteil: 51,5%) und in Asien/Pazifik um 8,4% auf € 141,0 Mio. (Anteil: 20,6%) rückläufig. Die Umsätze in Amerika stiegen um deutliche 9,8% auf € 190,4 Mio. (Anteil: 27,9%). Sowohl Nordamerika wie auch Lateinamerika trugen zu diesem starken Ergebnis bei.

Rohertragsmarge

Die Rohertragsmarge im ersten Quartal lag bei starken, branchenführenden 52,2% gegenüber 52,1% im Vorjahr. Schuhe lagen bei 50,7% verglichen mit 50,4%, Textilien bei 53,5% gegenüber 53,7% und Accessoires wie im Vorjahr bei 55,6%. Regional reduzierte sich die Marge in EMEA auf 54,3% gegenüber 55,1%, Amerika erhöhte sich, beeinflusst durch Lateinamerika, von 46,7% auf 47,4% und Asien/Pazifik stieg von 51,0% im Vorjahr. auf nunmehr 53,4%

Operative Aufwendungen
Die operativen Aufwendungen reduzierten sich um 4,6% von € 254,1 Mio. auf € 242,3 Mio. Als Prozentsatz vom Umsatz verbesserte sich die Kostenquote aufgrund des positiven Beitrags des Kostenreduktionsprogramms aus dem Vorjahr von 36,4% im Vorjahr auf 35,5%.
Insbesondere die Marketing/Retail-Aufwendungen sowie die Abschreibungen konnten aufgrund der Optimierung der eigenen Einzelhandelsaktivitäten weiter reduziert werden.
Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis vor Sondereffekten konnte um 4,4% auf € 119,0 Mio. gegenüber € 114,0 Mio. im Vorjahr gesteigert werden. Die operative Marge verbesserte sich von 16,3% im Vorjahr auf exzellente 17,4%. Unter Berücksichtigung der Sondereffekte im Vorjahr stieg das operative Ergebnis von € 4,0 Mio. auf € 119,0 Mio.

Finanzergebnis
Das Finanzergebnis lag bei € -1,2 Mio. gegenüber € -1,6 Mio. im Vorjahr aufgrund einer deutlichen Verbesserung der Nettoliquidität, was zu niedrigeren Zinsaufwendungen in Zusammenhang mit den reduzierten Bankverbindlichkeiten führte.

Konzerngewinn
Das Vorsteuerergebnis (EBT) konnte deutlich von € 2,4 Mio. auf € 117,8 Mio. gesteigert werden.
Die Steuerquote lag bei 29,5% gegenüber einer operativen Quote von 28,5% im Vorjahr und der Konzerngewinn stieg auf € 83,1 Mio. gegenüber € 5,6 Mio.
Der Gewinn je Aktie lag bei € 5,51 gegenüber € 0,37 und der verwässerte Gewinn je Aktie bei € 5.50 verglichen mit € 0.37 im Vorjahr.

Vermögens- und Finanzlage

Eigenkapital

 

Die Bilanzsumme zum 31. März 2010 erhöhte sich um 2,4% auf € 2.159,3 Mio. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich deutlich von 56,6% im Vorjahr auf 64,0% in diesem Jahr.
Working Capital
Die Vorräte reduzierten sich um 15,9% auf € 375,7 Mio. und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 6,7% auf € 568,6 Mio. Die Verbindlichkeiten stiegen um 7,2% auf € 265,5 Mio. Das Working Capital blieb konstant und lag bei € 595,6 Mio. gegenüber € 596,9 Mio. im Vorjahr.

Investitionen/Cashflow
Im ersten Quartal wurden € 7,7 Mio. gegenüber € 11,6 Mio. im Vorjahr investiert. Der freie Cashflow lag bei
€ -73,4 Mio. verglichen mit € -118,0 Mio. im Vorjahr.

Liquidität
Die flüssigen Mittel Ende März stiegen um 59,5% auf € 426,8 Mio. gegenüber € 267,6 Mio. im Vorjahr. Die Bankverbindlichkeiten konnten um 41,8% von € 63,2 Mio. auf € 36,8 Mio. reduziert werden. Die Nettoliquidität verbesserte sich dadurch deutlich um 90,7% von € 204,5 Mio. auf € 390,0 Mio.

Ausblick 2010

Unter der Annahme einer weiteren Verbesserung der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sollte sich auch der Umsatz für 2010 im Laufe des Jahres entsprechend positiv entwickeln. Das Vorsteuerergebnis sollte sich um mindestens 70% verbessern, während der Umsatz im unteren bis mittleren einstelligen Bereich zulegen sollte.
Die vorstehenden Aussagen beinhalten Prognosen über die künftige Geschäftsentwicklung im Hinblick auf Umsatzerlöse, Rohergebnis, Aufwendungen, Erträge, Auftragsbestände, Forecasts, Strategien und Zielsetzungen. Jede dieser Aussagen unterliegt gewissen Risiken und Schwankungen, die dazu führen können, dass die aktuellen Ergebnisse von diesen vorausschauenden Prognosen abweichen. Zukünftige Informationen basieren auf den aktuellen Erwartungen und Schätzungen des Managements. Diese Informationen unterliegen dem Risiko, dass Erwartungen bzw. Annahmen anders als erwartet eintreffen können. Bestimmte Faktoren können dazu führen, dass das tatsächliche Ergebnis vom prognostizierten abweicht.