Die PUMA AG berichtet über ihre konsolidierten Geschäftsergebnisse für das 3. Quartal und Januar bis September 2008

Herzogenaurach, Deutschland, 31. Oktober 2008

Highlights 3. Quartal

* Konsolidierte Umsätze steigen währungsbereinigt um über 9% auf € 713 Mio.
* Rohertragsmarge verbleibt mit 53,6% auf hohem Niveau
* Operatives Ergebnis mit € 125 Mio. über Vorjahr
* Gewinn je Aktie steigt um 4,5% von € 5,56 auf € 5,81

Highlights Januar bis September

* Weltweite Markenumsätze über € 2,1 Mrd.
* Konsolidierte Umsätze steigen währungsbereinigt um fast 9%
* Rohertragsmarge über 53%
* Operatives Ergebnis bei € 313 Mio. gegenüber € 320 Mio. im Vorjahr
* Gewinn je Aktie bei € 14,55 gegenüber € 14,40

Ausblick 2008

* Auftragsbestände steigen um 5% auf € 1.163 Mio.
* Management erhöht Umsatz-Prognose

Jochen Zeitz, Vorstandsvorsitzender: „Trotz eines sehr schwierigen wirtschaftlichen Umfelds und eines sich abschwächenden Konsumklimas konnte PUMA sein Wachstum im dritten Quartal fortsetzen. Aufgrund der positiven Auftragslage erhöhen wir unsere Prognose für das Gesamtjahr von einem währungsbereinigten Umatzwachstum im einstelligen Bereich auf ein Wachstum im mittleren bis oberen einstelligen Bereich“.

Umsatz- und Ertragslage

Weltweite Markenumsätze

Die weltweiten PUMA-Markenumsätze, die sich aus Lizenz- sowie konsolidierten Umsätzen zusammensetzen, erreichten im 3. Quartal € 778,6 Mio. Das entspricht einem währungsbereinigten Wachstum von 5,9% oder 3,3% in Euro.

In den ersten neun Monaten stiegen die weltweiten Markenumsätze währungsbereinigt um 3,8% auf € 2.148,6 Mio. Die Umsätze erhöhten sich mit Schuhen um 2,4% auf € 1.158,1 Mio. und Accessoires um 28,2% auf € 252,6 Mio. Die Umsätze mit Textilien gingen um 0,4% auf € 737,9 Mio. zurück.

Konsolidierte Umsätze steigen währungsbereinigt um 9%

Die konsolidierten Umsätze stiegen im 3. Quartal währungsbereinigt um 9,2% auf € 712,7 Mio.

Nach Segmenten stiegen die Umsätze bei Schuhen um 13,1% auf € 412,8 Mio., bei Textilien um 1,8% auf € 245,3 Mio. und Accessoires um 16,7% auf € 54,6 Mio.

Die Umsätze in den ersten neun Monaten stiegen währungsbereinigt um 8,8% auf € 1.962,9 Mio. Schuhe verbesserten sich um 6,3% auf € 1.132,2 Mio., Textilien um 10,8% auf € 683,4 Mio. und Accessoires um 20,5% auf € 147,3 Mio.

Rohertragsmarge verbleibt auf hohem Niveau

Im 3. Quartal konnte die Rohertragsmarge erneut um 60 Basispunkte auf 53,6% gesteigert werden. Damit verbleibt die Marge nach neun Monaten mit 53,2% auf hohem Niveau. Die Marge bei Schuhen stieg von 52,3% auf 53,1% und bei Textilien von 52,5% auf 53,3%. Bei Accessoires lag die Marge bei 53,3% gegenüber 53,9% im Vorjahr.

Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeine Aufwendungen

Die Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen erhöhten sich im 3. Quartal um 9,5% auf € 249,7 Mio. und nach neun Monaten um 8,3% auf € 710,6 Mio. Als Prozentsatz vom Umsatz hat sich die Kostenquote im 3. Quartal von 34,0% auf 35,0% und nach neun Monaten von 35,1% auf 36,2% wie erwartet erhöht. Die relative Erhöhung ist ausschließlich auf die geplanten Markeninvestitionen im Bereich Marketing/Retail zurückzuführen.

Kumuliert stiegen die Marketing-/Retailaufwendungen um 17,9% auf € 371,1 Mio. Das entspricht einer relativen Kostensteigerung von 16,8% auf 18,9% vom Umsatz. Die Aufwendungen für Produktentwicklung und Design reduzierten sich um 12,7% auf € 37,6 Mio. oder von 2,3% auf 1,9% vom Umsatz. Die übrigen Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen erhöhten sich nur leicht um 1,2% auf € 301,9 Mio. und gingen in Prozent vom Umsatz von 16,0% auf 15,4% zurück.

Operatives Ergebnis

Das operative Ergebnis (EBIT) stieg im 3. Quartal um 1,0% auf € 125,0 Mio. Aufgrund der höheren Markeninvestitionen lag das operative Ergebnis nach neun Monaten bei € 313,2 Mio. gegenüber € 319,7 Mio. im Vorjahr. In Prozent vom Umsatz verbleibt dennoch eine starke EBIT-Marge von 17,5% (Vorjahr: 18,5%) im 3. Quartal und 16,0% (Vorjahr: 17,1%) nach neun Monaten.

Die Steuerquote lag bei 29,0% gegenüber 29,5% bzw. bei 28,7% gegenüber 29,0% im Vorjahr.

Konzerngewinn/Gewinn je Aktie

Im 3. Quartal konnte ein Konzerngewinn von € 89,0 Mio. auf Vorjahresniveau erzielt werden. Nach neun Monaten lag der Konzerngewinn, bedingt durch die Markeninvestitionen, bei € 224,7 Mio. und damit um 2,7% unter dem Vorjahr. Die Nettorendite erzielte 12,5% gegenüber 13,3% bzw. 11,4% gegenüber 12,3%.

Auf Basis der durchschnittlich ausstehenden Aktien stieg der Gewinn je Aktie im 3. Quartal um 4,5% von € 5,56 auf € 5,81. Nach neun Monaten konnte der Gewinn je Aktie von € 14,40 auf € 14,55 gesteigert werden.

Vermögens- und Finanzlage

Eigenkapitalquote über 62%

Zum 30. September 2008 reduzierte sich die Bilanzsumme im Vorjahresvergleich um 2,5% auf € 1.906,6 Mio. Die Eigenkapitalquote stieg erneut von 60,0% auf 62,3%.

Working Capital

Die Vorräte erhöhten sich um 17,3% auf € 432,0 Mio. und beinhalten die Vorräte für die Konsolidierung der Tochtergesellschaft in Korea. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit € 532,5 Mio. um 6,1% über dem Vorjahr. Das entspricht der Umsatzsteigerung der letzten Monate. Beim Working Capital zeigt sich eine Erhöhung um 19,4% auf € 599,6 Mio. Dabei sind die Effekte aus der Konsolidierung in Korea sowie am Bilanzstichtag niedrige Verbindlichkeiten zu berücksichtigen. Auf vergleichbarer Basis lag das Working Capital in Prozent vom Umsatz nur leicht über dem Vorjahr.

Investitionen/Cashflow

Nach neun Monaten sind € 79,1 Mio. gegenüber € 56,6 Mio. für Investitionen abgeflossen. Die höheren Investitionen resultieren ausschließlich aus geleisteten Anzahlungen auf im Bau befindliche Anlagen und bewegen sich im Rahmen der geplanten Investitionen. Darüber hinaus sind € 24,9 Mio. gegenüber € 4,9 Mio. für Akquisitionskosten finanziert worden.

Der freie Cashflow ohne Akquisitionen lag bei € 17,2 Mio. verglichen mit € 154,3 Mio.

Liquidität

Die flüssigen Mittel Ende September belaufen sich auf € 297,3 Mio. gegenüber € 532,5 Mio. im Vorjahr. Die Bankschulden reduzierten sich von € 69,3 Mio. auf € 61,1 Mio. Die Nettoliquidität reduzierte sich im Jahresvergleich von € 463,2 Mio. auf € 236,2 Mio. was fast ausschließlich auf Investitionen in das Aktienrückkaufprogramm zurückzuführen ist.

Eigene Aktien

PUMA hat sein Rückkaufprogramm fortgesetzt und im 3. Quartal weitere 150.000 Stück Aktien zurückgekauft. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft insgesamt 850.000 Stück Aktien oder 5,3% des Grundkapitals mit einem Gesamtinvestment von € 202,8 Mio. im eigenen Bestand. Die Aktien wurden im Zeitraum November 2007 bis September 2008 zurückgekauft.

Regionale Entwicklung

In einem sich weiterhin abschwächenden Konsumumfeld konnte PUMA in der Region EMEA auch im 3. Quartal ein solides Wachstum von währungsbereinigt 4,2% auf € 388,1 Mio. erzielen. Kumuliert erhöhten sich die Umsätze um 7,1% auf € 1.078,8 Mio. Der Anteil am Konzernumsatz beträgt 55,0%. Die Rohertragsmarge konnte erneut von 54,5% auf 55,2% gesteigert werden. Die Auftragsbestände zum Ende September lagen mit € 578,4 Mio. währungsbereinigt um 1,1% über dem Vorjahr, wobei das Vorjahr durch Auftragsbestände für die sportlichen Großereignisse positiv beeinflusst war.

Die Umsätze im 3. Quartal in Amerika erhöhten sich währungsbereinigt um starke 18,7% auf € 184,7 Mio. Die Umsätze nach neun Monaten stiegen währungsbereinigt um 8,6% auf € 480,2 Mio. Der Anteil am Konzernumsatz beträgt 24,5%. Die Rohertragsmarge erzielte 48,9% gegenüber 49,7% im Vorjahr, was auf einen höheren Anteil an Distributions-Umsätzen in Lateinamerika zurückzuführen ist. Die Auftragsbestände stiegen Ende September deutlich um 20,5% auf € 282,4 Mio.

Die Umsätze auf dem US-Markt lagen erneut über dem Trend der Orderbücher zum Ende Juni und konnten im 3. Quartal das Vorjahr sogar leicht übertreffen. Nach neun Monaten lagen die Umsätze um nur 5,4% unter dem Vorjahr. Die US-Auftragsbestände zum Ende September zeigen eine deutliche Verbesserung und erhöhten sich um 9,1% auf $ 204,7 Mio.

In der Region Asien/Pazifik verbesserten sich die Umsätze währungsbereinigt um 11,9% auf € 139,9 Mio. im 3. Quartal und um 14,0% auf € 403,9 Mio. nach neun Monaten. Der Anteil am Konzernumsatz lag bei 20,6%. Die Rohertragsmarge verbesserte sich von 50,7% auf 53,1%, was im Wesentlichen auf die Konsolidierung in Korea zurückzuführen ist. Die Auftragsbestände verminderten sich währungsbereinigt um 0,7%. Das entspricht in Euro einer Verbesserung von 5,8% auf € 302,5 Mio.

Ausblick 2008

Auftragsbestände steigen um 5%
Die Auftragsbestände Ende September stiegen währungsbereinigt um 4,7% auf € 1.163,3 Mio. In Euro entspricht das einer Verbesserung von 5,3%. Die Aufträge beinhalten im Wesentlichen Lieferungen für das 4. Quartal 2008 und das 1. Quartal 2009.

Nach Produktsegmenten stiegen die Aufträge bei Schuhen währungsbereinigt um 6,8% auf € 703,5 Mio., bei Textilien um 0,6% auf € 393,1 Mio. und bei Accessoires um 8,4% auf € 66,7 Mio.

Management erhöht Umsatz-Prognose
Aufgrund der im laufenden Jahr bereits erzielten Umsätze, sowie des Auftragsbestandes für das 4. Quartal, erhöht das Management die Prognose für das Geschäftsjahr 2008 von einem währungsbereinigten Umatzwachstum im einstelligen Bereich auf ein Wachstum im mittleren bis oberen einstelligen Bereich.

Wie angekündigt, wird PUMA seine planmäßigen Investitionen in die Marke fortsetzen, um das langfristige Wachstumspotenzial auszuschöpfen.