Die PUMA AG berichtet über ihre konsolidierten Geschäftsergebnisse für das 1. Quartal 2008

Herzogenaurach, Deutschland, 7. Mai 2008

Highlights 1. Quartal

* Konsolidierte Umsätze steigen um fast 7%
* Rohertragsmarge steigt um 120 Basispunkte auf 53,4%
* Investitionen in die Marke planmäßig fortgesetzt
* Operatives Ergebnis bei € 126 Mio. oder fast 19% vom Umsatz gegenüber 21% im Vorjahr
* Gewinn je Aktie bei € 5,76 gegenüber € 6,02

Ausblick 2008

* Auftragsbestände legen währungsbereinigt um 12% auf fast € 1,2 Mrd. zu
* Management bestätigt in einem volatilen Marktumfeld ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im einstelligen Bereich

Umsatz- und Ertragslage

Weltweite Markenumsätze
Die weltweiten PUMA-Markenumsätze, die sich aus konsolidierten- sowie Lizenzumsätzen zusammensetzen, stiegen währungsbereinigt um 0,5%. In Euro lagen die Umsätze aufgrund eines starken Euros gegenüber den meisten anderen betroffenen Währungen bei € 741,2 Mio. gegenüber € 762,1 Mio. im Vorjahr.
Die Umsätze bei Schuhen gingen währungsbereinigt um 4,6% auf € 404,1 Mio. zurück. Textilien lagen mit
€ 246,9 Mio. annährend auf Vorjahresniveau und Accessoires verbesserten sich um 36,0% auf € 90,1 Mio.

Lizenzgeschäft
Auf vergleichbarer Basis lagen die Umsätze auf Vorjahresniveau. Jedoch ging der Lizenzumsatz aufgrund der Rücknahme des Lizenzmarktes Korea währungsbereinigt um 35,6% auf € 67,8 Mio. zurück. Insgesamt sind aus den verbleibenden Lizenzumsätzen im 1. Quartal € 7,1 Mio. gegenüber € 9,7 Mio. im Vorjahr an Lizenz- und Provisionseinnahmen zugeflossen.

Konsolidierte Umsätze steigen um fast 7%
Im 1. Quartal stiegen die konsolidierten Umsätze währungsbereinigt um 6,6% (in Euro 2,7%) auf € 673,3 Mio. Die Schuhumsätze lagen mit € 394,2 Mio. annährend auf Vorjahresniveau. Dabei konnte in allen Regionen außer in USA ein zufrieden stellendes Wachstum erzielt werden. Textilien verbesserten sich um 18,5% auf € 231,8 Mio. und Accessoires um 16,5% auf € 47,3 Mio. Alle Regionen steuerten zu diesen starken zweistelligen Wachstumsraten bei.

Rohertragsmarge bei 53,4%
Die Rohertragsmarge lag im 1. Quartal bei 53,4% verglichen mit 52,2% im Vorjahr. Die Marge im Segment Schuhe erzielte einen deutlichen Anstieg von 52,1% auf 53,4% und Textilien von 51,9% auf 53,4%. Bei Accessoires lag die Marge bei 53,7% gegenüber 54,9% im Vorjahr.

Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeine Aufwendungen
Die Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen erhöhten sich im 1. Quartal 2008 um 9,9% auf € 227,8 Mio. Als Prozentsatz vom Umsatz lag die Kostenquote bei 33,8% gegenüber 31,6% im Vorjahr.

Die Marketing/Retail Aufwendungen erhöhten sich um 20,6% auf € 120,4 Mio. was auf planmäßige Marketinginvestitionen und den Ausbau der Einzelhandelsaktivitäten zurückzuführen ist. Die Kostenquote lag bei 17,9% gegenüber 15,2% im Vorjahr. Die Aufwendungen für Produktentwicklung und Design reduzierten sich hauptsächlich durch Währungseffekte um 11,4% auf € 11,6 Mio. oder als Prozent vom Umsatz von 2,0% auf 1,7%. Die übrigen Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen erhöhten sich um 1,6% auf € 95,9 Mio. In Prozent vom Umsatz entspricht das einem Rückgang von 14,4% auf 14,2%.

Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis (EBIT) lag bei € 125,8 Mio. gegenüber € 134,8 Mio. im Vorjahr. In Prozent vom Umsatz bedeutet dies eine EBIT-Marge von 18,7% gegenüber 20,6% im Vorjahr.
Die durchschnittliche Steuerquote lag bei 28,9% gegenüber 29,1% im Vorjahresquartal.

Konzerngewinn/Gewinn je Aktie € 5,76
Der Konzerngewinn erzielte im 1. Quartal € 90,1 Mio. gegenüber € 96,6 Mio. im Vorjahr. Das entspricht einer Nettorendite von 13,4% gegenüber 14,7%. Der Gewinn je Aktie lag bei € 5,76 gegenüber € 6,02 im Vorjahr und der verwässerte Gewinn pro Aktie bei € 5,76 gegenüber € 6,01.

Vermögens- und Finanzlage

Eigenkapitalquote über 60%
Die Bilanzsumme zum 31. März 2008 stieg im Vorjahresvergleich um 0,8% auf € 1.811,5 Mio. Die Eigenkapitalquote lag bei 60,4% gegenüber 60,9%.

Working Capital
Die Vorräte stiegen um 5,9% auf € 364,5 Mio. und entwickelten sich proportional bzw. leicht besser als das Wachstum der Auftragsbestände zum Ende des Quartals. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 2,5% auf € 506,2 Mio. gegenüber einem Umsatzwachstum von 2,7% im 1. Quartal. Das Working Capital zum Ende März lag bei € 521,1 Mio. gegenüber € 496,1 Mio. im Vorjahr.

Investitionen/Cashflow
Im 1. Quartal sind € 24,3 Mio. gegenüber € 14,8 Mio. für Investitionen abgeflossen. Enthalten sind € 6,4 Mio. für geleistete Anzahlungen. Darüber hinaus sind € 16,6 Mio. (Vorjahr: € 1,6 Mio.) für Akquisitionskosten finanziert worden.
Aufgrund der genannten Investitionen und einem saisonal bedingten höheren Working Capital lag der freie Cashflow bei € -49,7 Mio. gegenüber € -9,8 Mio. im Vorjahr. Ohne Akquisitionen lag der freie Cashflow bei € -33,0 Mio. verglichen mit € -8,2 Mio.

Liquidität
Die flüssigen Mittel Ende März betrugen € 357,2 Mio. gegenüber € 402,4 Mio. im Vorjahr. Die Bankschulden erhöhten sich leicht von € 63,5 Mio. auf € 67,1 Mio. Die Nettoliquidität reduzierte sich im Jahresvergleich von € 338,9 Mio. auf € 290,0 Mio., wobei im 1. Quartal € 107,7 Mio. (Vorjahr: € 41,6 Mio.) für Aktienrückkäufe investiert wurden.

Aktienrückkauf

PUMA hat in den ersten drei Monaten weitere 450.000 Stück Aktien zurückgekauft. Zum Quartalsende wurden insgesamt 575.000 Stück Aktien oder 3,6% des Grundkapitals im eigenen Bestand gehalten.

Regionale Entwicklung

Die Umsätze in der Region EMEA stiegen währungsbereinigt um 9,7% auf € 391,1 Mio. gegenüber € 360,9 Mio. im Vorjahr. Alle Produktsegmente haben zum Wachstum beigetragen. Der Anteil am Konzernumsatz liegt bei 58,1%. Die Rohertragsmarge stieg auf 54,7% gegenüber 53,7% im Vorjahr. Die Auftragsbestände stiegen währungsbereinigt um 10,9% auf € 644,8 Mio.

In Amerika gingen die Umsätze währungsbereinigt um 5,6% auf € 148,7 Mio. zurück. Dabei konnte im Bereich Textil und Accessoires ein zweistelliges Wachstum erzielt werden. Die Umsätze bei Schuhe lagen unter dem Vorjahr. Der Anteil am Konzernumsatz beträgt 22,1%. Die Rohertragsmarge konnte weiter von 49,7% auf 50,4% gesteigert werden. Die Auftragsbücher zeigten einen währungsbereinigten Anstieg um 3,2%. Auf dem US-Markt gingen die Umsätze aufgrund eines allgemein moderaten Umfelds in den Einkaufszentren d.h. Malls um 14,2% auf $ 134,1 Mio. im 1. Quartal zurück. Die US-Auftragsbestände zum Quartalsende waren mit 20,8% rückläufig.
Asien/Pazifik zeigte das stärkste Wachstum mit einer soliden Entwicklung in allen Produktsegmenten. Währungsbereinigt stiegen die Umsätze um 13,3% auf € 133,5 Mio. Der Anteil am Konzernumsatz lag bei 19,8%. Die Rohertragsmarge stieg deutlich um 160 Basispunkte auf 53,0%. Die Auftragsbestände erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 23,7% auf € 289,7 Mio.

Ausblick 2008

Auftragsbestände steigen um 12% auf nahezu € 1,2 Mrd.
Auf vergleichbarer Basis stiegen die konsolidierten Auftragsbestände um 12,1% oder in Euro um 6,5% auf
€ 1.170.4 Mio. Währungsbereinigt stiegen die Aufträge im Segment Schuhe um 10,2% auf € 677,9 Mio., Textilien verbesserten sich um 14,3% auf € 418,2 Mio. und Accessoires um 18,3% auf € 74,3 Mio.

Management bestätigt währungsbereinigtes Wachstum im einstelligen Bereich
Für das Geschäftsjahr 2008 bestätigt das Management trotz eines weiterhin schwierigen Marktumfeldes ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im einstelligen Bereich.

In dem außergewöhnlichen Sportjahr 2008 wird PUMA weiterhin wie geplant in Marketingaktivitäten investieren, um das langfristige Wachstumspotenzial zu sichern. Die operative Marge könnte aufgrund der geplanten Marketingaufwendungen beeinflusst werden. In einem volatilen Marktumfeld ist es schwierig, die Auswirkung auf die Profitabilität für 2008 zu prognostizieren.

Jochen Zeitz, Vorstandsvorsitzender:“Trotz herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen konnte PUMA sowohl seinen Umsatz als auch die Begehrtheit der Marke weiter steigern. Dennoch bleibt der Ausblick für 2008 weiterhin schwierig. Wir werden die Investitionen in Marketinginitiativen wie geplant fortsetzen, um die Möglichkeiten dieses außergewöhnlichen Sportjahres bestmöglich zu nutzen und damit PUMA’s langfristiges Potenzial auszuschöpfen.“