Die PUMA AG berichtet über ihre konsolidierten Geschäftsergebnisse für das 4. Quartal und Geschäftsjahr 2007

Herzogenaurach, 26. Februar 2008

Highlights 4. Quartal
• Konsolidierte Umsätze steigen um mehr als 10%
• Rohertragsmarge auf hohem Niveau
• Operatives Ergebnis 21% über Vorjahr
• Gewinn je Aktie bei € 2,40 gegenüber € 2,03

Highlights Januar bis Dezember
• Weltweite Markenumsätze steigen um über 3%
• Konsolidierte Umsätze nahezu 5% über Vorjahr
• Rohertragsmarge deutlich gesteigert auf über 52%
• Operatives Ergebnis bei € 372 Mio. oder 15,7% vom Umsatz
• Gewinn je Aktie € 16,80 gegenüber € 16,39

Ausblick 2008
• Auftragsbestände nahezu 10% über Vorjahr
• Management erwartet Umsatz- und Ergebnisverbesserung für 2008

Das Jahr 2007 war ein Jahr mit nur wenigen Großereignissen. Trotzdem konnten die selbst gesteckten Ziele in vielen Bereichen erreicht oder sogar übertroffen werden. Die Position als begehrte Sportlifestylemarke wurde weiter gefestigt, was sich insbesondere in einer verbesserten Rohertragsmarge widerspiegelt.

Die weltweiten Markenumsätze erhöhten sich im Geschäftsjahr 2007 währungsbereinigt um 3,4% und erreichten € 2,7 Milliarden. Mit einer währungsbereinigten Steigerung um 4,7% lagen die konsolidierten Umsätze bei € 2,4 Milliarden. Die Rohertragsmarge sprang um 170 Basispunkte auf über 52% und das operative Ergebnis lag mit € 372,0 Mio. über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis je Aktie konnte von € 16,39 auf € 16,80 gesteigert werden.

Highlights 4. Quartal 2007

Die konsolidierten Umsätze stiegen im 4. Quartal währungsbereinigt deutlich um 10,3% auf € 504,5 Mio. Das Segment Schuhe legte auf vergleichbarer Basis um 7,0% auf € 277,2 Mio., Textilien um 14,8% auf € 194,7 Mio. und Accessoires um 14,0% auf € 32,6 Mio. zu. Aus regionaler Sicht stiegen die Umsätze in EMOA um 19,9% und Asien/Pazifik um 14,3% während die Umsätze in Amerika um 3,3% erwartungsgemäß rückläufig waren.

Die Rohertragsmarge lag mit 51,6% um 390 Basispunkte deutlich über dem Vorjahresquartal. Die Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen erhöhten sich von 38,7% auf 40,3% der Umsätze. Das operative Ergebnis konnte um 20,7% deutlich auf € 52,4 Mio. und das Ergebnis je Aktie von € 2,03 auf € 2,40 gesteigert werden.

Highlights Januar bis Dezember 2007

Weltweite Markenumsätze steigen um über 3%
Die PUMA-Markenumsätze haben sich währungsbereinigt um 3,4% auf € 2,7 Mrd. erhöht. Auf Grund der anhaltenden Schwäche verschiedener Währungen, insbesondere des US-Dollars, lagen die Markenumsätze in der Berichtswährung leicht unter dem Vorjahr. Auf vergleichbarer Basis verbesserte sich das Segment Schuhe um 1,9% auf € 1.477,9 Mio., Textilien um 5,7% auf € 998,7 Mio. und Accessoires um 3,7% auf € 262,2 Mio.

Lizenzgeschäft
Die Lizenzumsätze haben sich währungsbereinigt um 3,8 % auf € 365,3 Mio. planmäßig reduziert. Der Rückgang ist auf ausgelaufene Lizenzverträge zurückzuführen. Auf vergleichbarer Basis sind die Lizenzumsätze um cirka 4 % gestiegen. Ab 2008 wird der Markt Korea durch die 100%ige Tochtergesellschaft betreut und somit vom Lizenzgeschäft in konsolidiertes Geschäft umgewandelt.

Insgesamt sind aus den Lizenzumsätzen € 35,6 Mio. an Lizenz- und Provisionseinnahmen zugeflossen. Das entspricht 9,7% der Lizenzumsätze verglichen mit 9,6% im Vorjahr.

Konsolidierte Umsätze steigen um fast 5%
Im dreizehnten Jahr in Folge konnte PUMA seine konsolidierten Umsätze steigern, wovon zehn Jahre ein zweistelliges Wachstum aufwiesen. Im Geschäftsjahr 2007 erhöhten sich die Umsätze währungsbereinigt um 4,7% und erreichten € 2.373,5 Mio. Währungseffekte wirkten sich negativ auf den Umsatz in Euro aus. Im Segment Schuhe stiegen die währungsbereinigten Umsätze um 2,1% auf € 1.387,8 Mio. Die Umsätze im Segment Textilien stiegen um 8,6% auf € 827,3 Mio. Im Segment Accessoires konnten die Umsätze um 7,8% auf € 158,3 Mio. gesteigert werden.

Expansion der eigenen Einzelhandelsaktivitäten planmäßig fortgesetzt
Im Geschäftsjahr 2007 wurde der Ausbau der eigenen Einzelhandelsaktivitäten planmäßig fortgesetzt. PUMA verfügt zum Ende 2007 einschließlich zwei Geschäften von Lizenznehmern über 116 Concept Stores. Somit wurden 2007 weitere 25 Concept Stores weltweit eröffnet. Der Umsatz in den eigenen Einzelhandelsgeschäften konnte in 2007 um 18,0% auf € 406,4 Mio. gesteigert werden. Der Anteil am Konzernumsatz erhöhte sich von 14,5% auf 17,1%.

Rohertragsmarge deutlich gesteigert
Die Begehrtheit der Marke spiegelt sich insbesondere in der Rohertragsmarge wider. Im Geschäftsjahr konnte die Rohertragsmarge um 170 Basispunkte auf 52,3% deutlich gesteigert werden. In absoluten Zahlen erhöhte sich der Rohertrag um 3,5% auf € 1.241,7 Mio. Nach Produktsegmenten stieg die Rohertragsmarge bei Schuhen von 50,3% auf 52,3% und bei Textilien von 50,7% auf 52,2%. Accessoires erreichten eine Rohertragsmarge von 52,8% gegenüber 53,3% im Vorjahr.

Investitionen in die Marke planmäßig fortgesetzt
Die operativen Aufwendungen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2007 um 3,5% auf € 859,2 Mio. Aufgrund der planmäßig fortgesetzten Investitionen in die Marke und Infrastruktur hat sich die Kostenstruktur von 35,0% auf 36,2% der Umsätze erhöht.

Für Marketing/Retail wurden insgesamt € 424,9 Mio. investiert. Die Kostenquote stieg von 17,7% vom Umsatz auf 17,9%, wobei die Aufwendungen für Marketing im Vorjahresvergleich zurückgingen und die Aufwendungen für die Einzelhandelsaktivitäten planmäßig zunahmen. Die Aufwendungen für Produktentwicklung und Design erhöhten sich auf € 57,5 Mio. und lagen mit 2,4% vom Umsatz auf Vorjahresniveau. Die übrigen Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen erhöhten sich auf € 376,7 Mio. oder von 14,9% auf 15,9% vom Umsatz. Darin enthalten sind Einmalaufwendungen sowie Anlaufkosten für die Vertriebsgesellschaft in Korea.

Operatives Ergebnis über Vorjahr
Das operative Ergebnis (EBIT) stieg auf € 372,0 Mio. verglichen mit € 368,0 Mio. im Jahr 2006. In Prozent vom Umsatz entspricht das einer operativen Marge von 15,7% gegenüber 15,5%.

Das Finanzergebnis konnte auf vergleichbarer Basis deutlich von € 6,0 Mio. auf € 10,5 Mio. verbessert werden. Im Finanzergebnis stehen Zinserträgen in Höhe von € 21,2 Mio. Zinsaufwendungen von € 5,3 Mio. gegenüber. Das entspricht einer durchschnittlichen Rendite von 3,9% gegenüber 3,1% im Vorjahr.

Der Gewinn vor Steuern (EBT) lag bei € 382,6 Mio. gegenüber € 374,0 Mio. im Vorjahr. In Prozent vom Umsatz entspricht das einer Rendite von 16,1% gegenüber 15,8%.

Der Steueraufwand hat sich auf € 110,9 Mio. erhöht. Die durchschnittliche Steuerquote lag bei 29,0% gegenüber 28,9% im Vorjahr.

Konzerngewinn
Der Konzerngewinn verbesserte sich um 2,2% auf € 269,0 Mio. Das entspricht einer Nettorendite von 11,3% verglichen mit 11,1% im Vorjahr. Der Gewinn pro Aktie lag bei € 16,80 gegenüber € 16,39 und der verwässerte Gewinn pro Aktie bei € 16,78 gegenüber € 16,31.

Vermögens- und Finanzlage

Eigenkapital bei 62%
Zum 31. Dezember 2007 stieg das Eigenkapital um 10,1% auf € 1.154,8 Mio. Die Eigenkapitalquote erreichte 62,0% gegenüber 61,2% im Vorjahr. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 8,6% von € 1.714,8 Mio. auf € 1.863,0 Mio.

Working Capital
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 4,2% auf € 389,6 Mio. was auf die Umsatzsteigerung im 4. Quartal (+5,0%) zurückzuführen ist. Die Vorräte erhöhten sich um 2,6% auf € 373,6 Mio. Der Anstieg ist durch die Auftragslage für Auslieferungen in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2008 begründet. Im Jahresverlauf konnte die Vorratsstruktur wie angekündigt deutlich verbessert werden. Unter Berücksichtigung der kurzfristigen Verbindlichkeiten lag das Working Capital bei € 406,5 Mio. oder bei 17,1% vom Umsatz gegenüber 16,9% im Vorjahr.

Investitionen/Cashflow
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit hat sich deutlich auf € 93,5 Mio. reduziert. Der Rückgang ist insbesondere auf die im Vorjahr enthaltenen Mittelabflüsse aus der regionalen Expansion zurückzuführen. Für den Ausbau der eigenen Einzelhandelsaktivitäten sowie für laufende Investitionen sind planmäßig € 103,4 Mio. enthalten.

Der „Freie Cashflow (vor Akquisition)“ konnte ganz deutlich um 138,3% auf € 218,3 Mio. gesteigert werden. In Prozent vom Umsatz hat sich der Freie Cashflow von 3,9% auf 9,2% mehr als verdoppelt.

Regionale Entwicklung

Trotz nur weniger Großereignisse in 2007 konnte in der Region EMOA im Vorjahresvergleich ein solides Wachstum erzielt werden. Die währungsbereinigten Umsätze stiegen um 7,8% auf € 1.235,3 Mio. Nahezu alle Länder in dieser Region haben zum Wachstum beigetragen. Der Anteil der Region EMOA am Konzernumsatz lag bei 52,0% gegenüber 48,9% im Vorjahr. Nach Produktbereichen stiegen die Umsätze mit Schuhen auf vergleichbarer Basis um 5,6%, mit Textilien um 11,6% und mit Accessoires um 7,4%. Die Rohertragsmarge erreichte 53,9% gegenüber 53,8% im Vorjahr. Die operative Marge (EBIT) lag bei 21,2% vom Umsatz gegenüber 22,0% im Vorjahr.

Die währungsbereinigten Umsätze in Amerika gingen um 4,3% zurück und lagen bei € 641,2 Mio. Der Anteil am Konzernumsatz reduzierte sich von 30,6% auf 27,0%. Dies hängt im Wesentlichen mit der Anpassung des Geschäfts mit einem Key-Account Kunden, der in den vergangenen Jahren ein starkes Umsatzwachstum zu verzeichnen hatte sowie eines anhaltend moderaten Umfelds in den Einkaufszentren (Malls) in den USA zusammen. Aufgrund dieser Entwicklungen waren die Umsätze auf dem US-Markt im Jahr 2007, nach mehreren Jahren mit zweistelligen Wachstumsraten, währungsbereinigt um 9,5% rückläufig und lagen bei USD 561,1 Mio.

Nach Produktbereichen gingen die vergleichbaren Umsätze bei Schuhen um 5,7% und bei Textilien um 2,6% zurück. Die Umsätze bei Accessoires stiegen um 11,4% . Die Rohertragsmarge konnte insbesondere durch eine deutliche Verbesserung in den USA von 46,1% auf 50,7% gesteigert werden. Die angekündigte und durchgeführte Bereinigung der Vertriebsstruktur hat sich somit äußerst positiv auf die Rohertragsmarge ausgewirkt. Die operative Marge lag bei 17,6% gegenüber 17,4% im Vorjahr.

In Asien/Pazifik konnten die währungsbereinigten Umsätze deutlich um 10,1% auf € 497,0 Mio. gesteigert werden. Dabei hat insbesondere China zum Erfolg beigetragen. Der Anteil am Konzernumsatz erhöhte sich von 20,5% auf 20,9%. Nach Produktsegmenten verzeichneten Schuhe einen währungsbereinigten Anstieg um deutliche 11,3%, Textilien um 10,0% und Accessoires um 6,1%. Die Rohertragsmarge erreichte 50,6% gegenüber 49,8% im Vorjahr. Die operative Marge lag bei 20,4% gegenüber 21,9% im Vorjahr.

Dividende

Für das Geschäftsjahr 2007 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 22. April 2008 eine Erhöhung der Dividende um 10% auf € 2,75 je Aktie vor. Das entspricht bezogen auf den Konzerngewinn einer Ausschüttungsquote von 16,3% gegenüber 15,2% im Vorjahr und einer graduellen Steigerung wie mit der Phase IV angekündigt.

Aktienrückkauf

Im Januar und Februar 2007 hat die Gesellschaft 150.000 Stück eigene Aktien oder 0,9% des gezeichneten Kapitals zurückgekauft. Die Anschaffungskosten betrugen insgesamt € 41,6 Mio. Mit Wirkung vom 10. April 2007 wurden die bis dorthin gehaltenen eigenen Aktien von insgesamt 1.270.000 Stück eingezogen.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11. April 2007 wurde die Gesellschaft erneut ermächtigt, bis zum 1. September 2008 eigene Aktien bis zu zehn Prozent des Grundkapitals zu erwerben. Die Gesellschaft hat von dieser Ermächtigung Gebrauch gemacht und bis zum Bilanzstichtag 125.000 Stück Aktien oder 0,8% des gezeichneten Kapitals zurückgekauft. Hierfür wurden insgesamt € 34,7 Mio. investiert. Das Rückkaufprogramm wird in 2008 fortgesetzt.

Ausblick 2008

Deutliche Steigerung der Auftragsbestände
Die Auftragsbestände wiesen zum Jahresende zum zwölften Mal in Folge ein Wachstum auf. Die Aufträge stiegen währungsbereinigt um 9,8% auf € 1.187,7 Mio. und beinhalten im Wesentlichen Lieferungen für das erste und zweite Quartal 2008.

Nach Produktbereichen erhöhten sich die Aufträge bei Schuhen währungsbereinigt um 4,7% auf € 721,1 Mio., Textilien verbesserten sich um 19,9% auf € 397,7 Mio. und Accessoires um 13,6% auf € 68,9 Mio.

In der Regionen EMOA verbesserten sich die Auftragsbestände währungsbereinigt um 10,2% auf € 712,0 Mio. Die Auftragsbestände in der Region Amerika sind währungsbereinigt um 3,2% auf € 241,3 Mio. zurückgegangen. Der Rückgang ist ausschließlich auf den US-amerikanischen Markt zurückzuführen. Mit einem deutlichen Anstieg insbesondere auf dem chinesischen Markt erhöhten sich die Aufträge in der Region Asien/Pazifik um 26,0% auf € 234,4 Mio.

Umsatz- und Ergebnissteigerung in 2008 erwartet
Aufgrund der positiven Auftragslage geht das Management davon aus, dass in 2008 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im einstelligen Bereich erzielt werden kann.

Das operative Ergebnis sollte gegenüber dem Vorjahr zulegen, die operative Marge jedoch, bedingt durch die sportlichen Großereignisse und damit verbundene Marketingaufwendungen sowie dem geplanten weiteren Ausbau der eigenen Einzelhandelsaktivitäten, unter dem Vorjahr liegen. Die Steuerquote wird auf Vorjahresniveau erwartet.

Jochen Zeitz, Vorstandsvorsitzender: „Trotz eines herausfordernden Jahres haben wir unsere Ziele für 2007 in vielen Bereichen nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen. Mit dem Gewinn der Afrikameisterschaft durch Ägypten in Verbindung mit einer starken Markenpräsenz als führender Ausrüster sind wir erfolgreich in das außerordentliche Sportjahr 2008 gestartet. Wir sind entschlossen, die sich bietenden Chancen und Möglichkeiten für weiteres Wachstum konsequent zu nutzen und auch weiterhin gezielt zu investieren, um die langfristige Begehrtheit von Marke und Unternehmen zu stärken.“