Die PUMA AG berichtet über ihre konsolidierten Geschäftsergebnisse für das 2. Quartal und 1. Halbjahr 2008

Herzogenaurach, Deutschland, 7. August 2008

Highlights 2. Quartal
• Konsolidierte Umsätze steigen währungsbereinigt um mehr als 11%
• Rohertragsmarge weiter über 52% • Operatives Ergebnis steigt um 2% auf € 62 Mio.
• Gewinn je Aktie bei € 2,98 gegenüber € 2,82

Highlights 1. Halbjahr
• Weltweite Markenumsätze bei € 1,4 Mrd.
• Konsolidierte Umsätze steigen währungsbereinigt um fast 9%
• Rohertragsmarge bei 53%
• Operatives Ergebnis bei € 188 Mio.
• Gewinn je Aktie € 8,74 gegenüber € 8,84

Ausblick 2008
• Auftragsbestände legen währungsbereinigt um fast 9% auf € 1.072 Mio. zu
• Management bestätigt ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im einstelligen Bereich

Jochen Zeitz, Vorstandsvorsitzender: „Trotz eines schwierigen Marktumfelds konnte PUMA sein Wachstum im zweiten Quartal verglichen mit dem Wachstum der ersten drei Monate weiter ausbauen. Unterstützt durch die Investitionen in die Marke stiegen die konsolidierten Umsätze im zweiten Quartal um 11%. Dabei konnte ein solides Wachstum in allen Regionen und Kategorien erzielt werden. Ich bin zuversichtlich, dass wir in einem weiterhin schwierigen weltweiten Konsumklima in 2008 ein weiteres Jahr mit einem Umsatzwachstum erzielen werden.“

Umsatz- und Ertragslage
Weltweite Markenumsätze bei € 1,4 Mrd. im 1. Halbjahr
Die weltweiten PUMA-Markenumsätze, die sich aus konsolidierten- sowie Lizenzumsätzen zusammensetzen, erreichten im 2. Quartal € 628,9 Mio. Das entspricht einer währungsbereinigten Steigerung um 5,4% oder 1,1% in Euro.

Während der ersten sechs Monate stiegen die weltweiten Markenumsätze währungsbereinigt um 2,7% und lagen bei € 1.370,0 Mio. gegenüber € 1.384,0 Mio. im Vorjahr. Die Umsätze mit Schuhen gingen leicht um 1,3% auf € 735,7 Mio. zurück. Textilien verbesserten sich um 1,5% auf € 472,9 Mio. und Accessoires stiegen deutlich um 32,2% auf € 161,5 Mio.

Lizenzgeschäft
Aufgrund der Rücknahme des Lizenzmarktes Korea ging der Lizenzumsatz im 2. Quartal währungsbereinigt um 33,2% auf € 52,1 Mio. und um 34,6% auf € 119,9 Mio. im 1. Halbjahr zurück.

Basierend auf den Lizenzumsätzen konnten im 2. Quartal € 6,4 Mio. gegenüber € 8,8 Mio. im Vorjahresquartal bzw. kumuliert € 13,4 Mio. gegenüber € 18,5 Mio. an Lizenz- und Provisionserträgen vereinnahmt werden.

Konsolidierte Umsätze steigen im 1. Halbjahr um fast 9%
Im 2. Quartal konnte bei den konsolidierten Umsätzen ein währungsbereinigter Anstieg um 11,2% oder 6,3% in Euro auf € 576,8 Mio. erzielt werden. Trotz eines hohen Basiseffekts aufgrund frühzeitiger Lieferungen im Juni des Vorjahres bedeutet dies eine Verbesserung gegenüber dem 1. Quartal. Währungsbereinigt stiegen die Umsätze mit Schuhen um 7,0% auf € 325,1 Mio., Textilien um 14,6% auf € 206,3 Mio. und Accessoires um starke 30,3% auf € 45,4 Mio.

Die Umsätze in den ersten sechs Monaten stiegen währungsbereinigt um 8,7% auf € 1.250,1 Mio. Das Segment Schuhe legte um 2,8% auf € 719,4 Mio., Textilien um 16,6% auf € 438,1 Mio. und Accessoires um 22,9% auf € 92,7 Mio. zu.

Rohertragsmarge bei 53% im 1. Halbjahr
Die Rohertragsmarge konnte im 2. Quartal um 30 Basispunkte auf 52,5% erneut verbessert werden. Im ersten Halbjahr konnte eine Marge von 53,0% erzielt werden, was einer Verbesserung um 80 Basispunkte entspricht. Dabei konnte die Marge bei Schuhen von 52,1% auf 53,4% und bei Textilien von 52,1% auf 52,5% gesteigert werden. Bei Accessoires lag die Marge bei 52,1% gegenüber 53,8% im Vorjahr.

Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeine Aufwendungen
Insgesamt erhöhten sich die Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen im 2. Quartal um 5,7% auf € 233,1 Mio. und um 7,7% auf € 460,9 Mio. im 1. Halbjahr. Als Prozentsatz vom Umsatz hat sich die Kostenquote von 40,6% auf 40,4% im 2. Quartal reduziert und von 35,7% auf 36,9% im 1. Halbjahr erhöht. Der Anstieg der Kostenquote resultiert aus den planmäßig fortgesetzten Investitionen in die Marke.

Im 1. Halbjahr erhöhten sich die Marketing/Retail-Aufwendungen planmäßig um 19,5% auf € 247,9 Mio. Die Aufwendungen für Produktentwicklung und Design reduzierten sich um 13,4% auf € 24,8 Mio. oder auf 2,0% vom Umsatz. Die übrigen Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen reduzierten sich um 1,9% auf € 188,3 Mio. bzw. von 16,0% auf 15,1% vom Umsatz.

Operatives Ergebnis im 1. Halbjahr bei € 188 Mio.
Im 2. Quartal stieg das operative Ergebnis (EBIT) um 2,1% auf € 62,3 Mio., was einer deutlichen Verbesserung gegenüber dem 1. Quartal entspricht. Nach sechs Monaten erreichte das operative Ergebnis € 188,1 Mio. gegenüber € 195,9 Mio. im Vorjahr. Die operative Marge lag bei 10,8% gegenüber 11,2% bzw. bei 15,0% gegenüber 16,3%.
Die Steuerquote lag im 1. Halbjahr bei 28,5% gegenüber 28,7% im Vorjahr.

Konzerngewinn/Gewinn je Aktie Der Konzerngewinn stieg im 2. Quartal um 0,9% auf € 45,6 Mio. Im 1. Halbjahr war der Konzerngewinn um 4,3% auf € 135,7 Mio. rückläufig. Die Nettorendite lag bei 7,9% gegenüber 8,3% bzw. bei 10,9% gegenüber 11,8%.

Der Gewinn je Aktie im 2. Quartal stieg um 5,7% von € 2,82 auf € 2,98. Im 1. Halbjahr lag der Gewinn je Aktie bei € 8,74 gegenüber € 8,84. Der verwässerte Gewinn pro Aktie lag bei € 2,98 gegenüber € 2,81 bzw. bei € 8,74 gegenüber € 8,82.

Vermögens- und Finanzlage
Eigenkapitalquote bei 61%
Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2008 reduzierte sich im Vorjahresvergleich um 2,7% auf € 1.780,8 Mio. Die Eigenkapitalquote lag bei starken 60,7% gegenüber 60,3% im Vorjahr.

Working Capital
Die Vorräte stiegen um 7,8% auf € 419,5 Mio. und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 4,4% auf € 473,6 Mio. Das Working Capital zum Ende Juni lag bei € 552,1 Mio. gegenüber € 516,4 Mio. im Vorjahr, ein Anstieg um 6,9%.

Investitionen/Cashflow
Im 1. Halbjahr sind insgesamt € 50,6 Mio. gegenüber € 30,8 Mio. im Vorjahr für Investitionen ins Anlagevermögen abgeflossen. Die höheren Investitionen resultieren im Wesentlichen aus geleisteten Anzahlungen auf im Bau befindlichen Anlagen. Darüber hinaus wurden für Akquisitionen (Unternehmenserwerbe) € 19,7 Mio. im Vergleich zu € 4,9 Mio. aufgewendet. Der freie Cashflow ohne Akquisitionen lag bei € -23,6 Mio. gegenüber € 69,4 Mio. im Vorjahr.

Liquidität
Die flüssigen Mittel Ende Juni betrugen € 288,2 Mio. gegenüber € 443,1 Mio. im Vorjahr. Die Bankschulden erhöhten sich von € 59,8 Mio. auf € 65,6 Mio. Die Nettoliquidität reduzierte sich im Jahresvergleich von € 383,3 Mio. auf € 222,6 Mio. hauptsächlich aufgrund von Aktienrückkäufen.

Eigene Aktien
PUMA hat im 2. Quartal weitere 125.000 Stück Aktien zurückgekauft. Zum Bilanzstichtag wurden insgesamt 700.000 Stück Aktien oder 4,4% des Grundkapitals mit einem Gesamtinvestment von € 171,4 Mio. im eigenen Bestand gehalten.

Regionale Entwicklung
Die Umsätze in der Region EMEA erreichten im 2. Quartal € 299,6 Mio., was einem währungsbereinigten Wachstum von 7,6% entspricht. Kumuliert stiegen die Umsätze um 8,8% auf € 690,7 Mio. Der Anteil am Konzernumsatz liegt bei 55,3%. Die Rohertragsmarge stieg um 60 Basispunkte auf 54,5%. Die Auftragsbestände stiegen währungsbereinigt um 3,5% auf € 576,2 Mio.

Die Umsätze im 2. Quartal in Amerika erhöhten sich währungsbereinigt um 13,9% auf € 146,7 Mio. Die Umsätze im 1. Halbjahr stiegen währungsbereinigt um 3,2% und lagen bei € 295,5 Mio. Der Anteil am Konzernumsatz beträgt 23,6%. Die Rohertragsmarge lag bei 48,9% gegenüber 49,6% im Vorjahr. Der Auftragsbestand in Höhe von € 246,2 Mio. lag um 14,7% über dem Vorjahr. Die Umsätze auf dem US-Markt lagen im 2. Quartal um nur 0,9% und im 1. Halbjahr um 8,2% unter dem Vorjahr. Die Umsatzentwicklung konnte gegenüber dem 1. Quartal verbessert werden und war deutlich besser als der Trend in den Auftragsbüchern. Die US-Auftragsbestände Ende Juni verbesserten sich gegenüber Ende März und lagen bei $ 179,8 Mio. oder 14,8% unter dem Vorjahr.

Im 2. Quartal stiegen die Umsätze in der Region Asien/Pazifik währungsbereinigt um 17,0% auf € 130,5 Mio. und um 15,1% auf € 263,9 Mio. nach sechs Monaten. Der Anteil am Konzernumsatz lag bei 21,1%. Die Rohertragsmarge verbesserte sich um starke 240 Basispunkte auf 53,6%. Die Auftragsbestände Ende Juni erhöhten sich um 15,8% auf € 249,1 Mio.

Ausblick 2008

Auftragsbestände legen währungsbereinigt um fast 9% zu
Die Auftragsbestände Ende Juni stiegen währungsbereinigt um 8,6% auf € 1.071,5 Mio., was in Euro einem Wachstum von 3,9% entspricht.

Nach Produktsegmenten stiegen die Aufträge bei Schuhen um 9,3% auf € 638,4 Mio. Die Aufträge bei Textilien erhöhten sich um 7,0% auf € 372,1 Mio. und Accessoires um 11,5% auf € 61,0 Mio.

Management bestätigt währungsbereinigtes Umsatzwachstum im einstelligen Bereich
Für das Geschäftsjahr 2008 bestätigt das Management trotz eines weiterhin schwierigen Marktumfeldes ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im einstelligen Bereich.

PUMA wird weiterhin wie geplant in Marketingaktivitäten investieren, um das langfristige Wachstumspotenzial auszuschöpfen. Die operative Marge könnte aufgrund der geplanten Marketingaufwendungen beeinflusst werden. In dem derzeit volatilen Marktumfeld bleibt es schwierig, die Auswirkung auf die Profitabilität für 2008 zu prognostizieren.