Die PUMA AG berichtet über ihre konsolidierten Geschäftsergebnisse für das 3. Quartal und Januar bis September 2007

Herzogenaurach, Deutschland, 6. November 2007

Highlights 3. Quartal
• Konsolidierte Umsätze € 670 Mio.
• Starke Rohertragsmarge mit 53%
• Operatives Ergebnis steigt auf € 124 Mio.
• Gewinn je Aktie bei € 5,56 gegenüber € 5,41

Highlights Januar bis September
• Weltweite Markenumsätze steigen währungsbereinigt um 4%
• Konsolidierte Umsätze steigen währungsbereinigt um mehr als 3%
• Rohertragsmarge über 52%
• Operatives Ergebnis bei € 320 Mio. oder 17% vom Umsatz
• Gewinn je Aktie € 14,40 gegenüber € 14,36

Ausblick 2007
• Verbesserung der Auftragsbestände: währungsbereinigter Anstieg um mehr als 8%
• Management bestätigt Umsatz- und Ergebnisprognose für 2007

Umsatz- und Ertragslage

Weltweite Markenumsätze steigen um 4%
Die weltweiten PUMA-Markenumsätze, die sich aus konsolidierten- sowie Lizenzumsätzen zusammensetzen, lagen im 3. Quartal bei € 753,4 Mio., was währungsbereinigt einen leichten Rückgang von 0,6% bedeutet.
In den ersten neun Monaten stiegen die weltweiten Markenumsätze um 3,8% auf € 2.137,4 Mio. Auf vergleichbarer Basis stiegen die Umsätze mit Schuhen um 1,5% auf € 1.177,6 Mio., Textilien um 5,9% auf € 759,2 Mio. und Accessoires verbesserten sich um 10,1% auf € 200,5 Mio.

Lizenzgeschäft wächst um nahezu 8%
Der Lizenzumsatz ging im 3. Quartal währungsbereinigt leicht um 1,1% auf € 83,0 Mio. zurück, was auf die angekündigte Beendigung des Lizenzvertrages in Korea zum Jahresende 2007 zurückzuführen ist. Kumuliert stiegen die Lizenzumsätze um 7,7% auf € 268,3 Mio.
Basierend auf dem Lizenzumsatz konnten Lizenz- und Provisionserträge von € 7,6 Mio. bzw. € 26,1 Mio. vereinnahmt werden, was einer Rendite der Lizenzumsätze von 9,2% im Quartal und 9,7% kumuliert entspricht.

Konsolidierte Umsätze steigen um mehr als 3%
Aufgrund der früheren Auslieferungen im Juni (wie bereits berichtet) gingen die konsolidierten Umsätze im 3. Quartal währungsbereinigt um 0,5% auf € 670,4 Mio. leicht zurück. Nach Segmenten waren die Umsätze bei Schuhen mit 6,9% auf € 376,3 Mio. rückläufig. Die Umsätze bei Textilien stiegen um 8,7% auf € 246,3 Mio. und Accessoires verbesserten sich um 10,6% auf € 47,8 Mio.
Die Umsätze in den ersten neun Monaten stiegen währungsbereinigt um 3,2% auf € 1.869,0 Mio. Schuhe verbesserten sich um 1,0% auf € 1.110,7 Mio., Textilien um 6,8% auf € 632,6 Mio. und Accessoires um 6,3% auf € 125,7 Mio.

Rohertragsmarge über 52%
Im 3. Quartal konnte die Rohertragsmarge deutlich um 270 Basispunkte auf 53,0% gegenüber 50,4% im Vorjahr gesteigert werden. Nach neun Monaten verbleibt die Rohertragsmarge mit 52,5% gegenüber 51,4% im Vorjahr auf hohem Niveau. Die Marge bei Schuhen stieg von 51,2% auf 52,3%, bei Textilien von 51,2% auf 52,5%, während bei Accessoires mit 53,9% nahezu das Vorjahresniveau erzielt werden konnte.

Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen
In absoluten Zahlen lagen die Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen im 3. Quartal mit € 228,1 Mio. auf Vorjahresniveau und stiegen nach neun Monaten um 1,8% auf € 656,0 Mio. Als Prozentsatz vom Umsatz hat sich die Kostenquote im 3. Quartal von 32,6% auf 34,0% und von 34,1% auf 35,1% nach neun Monaten erhöht.

Kumuliert stiegen die Marketing-/Retailaufwendungen um 0,7% auf € 314,8 Mio. oder 16,8% vom Umsatz gegenüber € 312,6 Mio. oder 16,6% im Vorjahr. Die Aufwendungen für Produktentwicklung und Design erhöhten sich um 8,1% auf € 43,0 Mio. Das entspricht einer leichten Erhöhung um 20 Basispunkte auf 2,3% vom Umsatz. Die übrigen Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen erhöhten sich um 2,2% auf € 298,2 Mio. oder von 15,5% auf 16,0% vom Umsatz.

Operatives Ergebnis bei € 320 Mio.
Das operative Ergebnis (EBIT) im 3. Quartal entwickelte sich überdurchschnittlich zum Umsatz, was zu einem Anstieg der operativen Marge von 17,6 auf 18,5% führt. In absoluten Zahlen bedeutet dies einen Anstieg um 0,6% auf € 123,8 Mio. Kumuliert lag das operative Ergebnis bei € 319,7 Mio. gegenüber € 324,6 Mio., was einer nahezu unveränderten operativen Marge von 17,1% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Einschließlich eines Zinsergebnisses von € 3,7 Mio. im 3. Quartal und € 8,5 Mio. nach neun Monaten erhöhte sich der Vorsteuergewinn (EBT) um 1,8% auf € 127,5 Mio. im Quartal bzw. reduzierte sich um 0,8% auf € 328,2 Mio. kumuliert. Die Steuerquote nach neun Monaten lag mit 29,0% auf Vorjahresniveau.

Gewinn je Aktie
Der Konzerngewinn im 3. Quartal konnte von € 87,1 Mio. auf € 89,1 Mio. verbessert werden und lag nach neun Monaten bei € 230,8 Mio. verglichen mit € 230,3 Mio. im Vorjahr. Das entspricht einer Nettorendite von 13,3% gegenüber 12,5% bzw. 12,3% gegenüber 12,2%.

Der Gewinn je Aktie stieg um 2,7% auf € 5,56 im 3. Quartal. Kumuliert lag der Gewinn je Aktie bei € 14,40 gegenüber € 14,36. Der verwässerte Gewinn pro Aktie lag bei € 5,57 (€ 5,39) bzw. bei € 14,39 (€ 14,27).

Vermögens- und Finanzlage

Eigenkapital
Die Bilanzsumme zum 30. September 2007 stieg im Vorjahresvergleich um 14,2% auf € 1.955,1 Mio. Die Eigenkapitalquote lag bei 60,0% gegenüber 60,8% im Vorjahr.

Die Gesellschaft hat im Berichtsquartal keine Aktien zurückgekauft und hält derzeit keine eigenen Aktien im Bestand. Das Grundkapital zum Ende September ist in 16.027.464 Stück Aktien eingeteilt. Die durchschnittlich ausstehende Anzahl an Aktien beträgt 16.027.289.

Mit Beschluss der Hauptversammlung wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 1. September 2008 eigene Aktien bis zu zehn Prozent des Grundkapitals zu erwerben.

Working Capital
Wie erwartet konnte die Wachstumsrate der Vorräte weiter verbessert werden. Die Vorräte erhöhten sich Ende September um 8,9% auf € 368,2 Mio. verglichen mit 17% Ende Juni. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit € 502,0 Mio. auf Vorjahresniveau und entwickelten sich nahezu linear zum Umsatz. Das Working Capital konnte um 2,1% von € 513,0 Mio. auf € 502,2 Mio. abgebaut werden.

Investitionen/Cashflow
Insgesamt sind € 61,5 Mio. gegenüber € 124,6 Mio. für Investitionen abgeflossen. Davon entfallen auf Akquisitionen (Unternehmenserwerbe) € 4,9 Mio. im Vergleich zu € 73,8 Mio.
Der freie Cashflow lag bei € 149,4 Mio. gegenüber € -56,3 Mio. oder ohne Akquisitionen bei € 154,3 Mio. verglichen mit € 17,4 Mio. Das bedeutet eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr.

Deutliche Verbesserung der Liquidität
Die flüssigen Mittel Ende September stiegen von € 404,1 Mio. auf € 532,5 Mio. Die Bankschulden erhöhten sich von € 66,9 Mio. auf € 69,3 Mio. Damit verbesserte sich die Nettoliquidität im Jahresvergleich aufgrund des positiven Cashflows deutlich von € 337,2 Mio. auf € 463,2 Mio.

Regionale Entwicklung

Die Region EMOA erzielte Umsätze in Höhe von € 376,5 Mio. im 3. Quartal, was einem währungsbereinigten Wachstum von 1,1% entspricht. Unter Berücksichtigung der früheren Auslieferungen im Juni wären die Umsätze im mittleren einstelligen Bereich im Quartal gestiegen. Kumuliert erhöhten sich die Umsätze um 5,5% auf € 1.020,2 Mio. Die Rohertragsmarge lag kumuliert bei 54,5% verglichen mit 54,2% im Vorjahr. Die Auftragsbestände zum Ende September stiegen währungsbereinigt um 12,4% auf € 580,5 Mio. Dies bedeutet eine deutliche Verbesserung gegenüber den Auftragsbeständen zum Ende Juni 2007.

Die Umsätze in der Region Amerika gingen im 3. Quartal währungsbereinigt um 8,8% auf € 166,7 Mio. zurück. Nach neun Monaten reduzierte sich der Umsatz um 4,7% auf € 486,4 Mio., während sich die Rohertragsmarge um 290 Basispunkte auf 49,7% verbesserte. Die Auftragsbestände Ende September lagen mit € 237,8 Mio. um 8,4% unter dem Vorjahr.
Wie erwartet lagen die Umsätze auf dem US-Markt um 9,7% im 3. Quartal und um 10,1% nach neun Monaten unter dem Vorjahr. Dies resultiert aus einem anhaltend moderaten Umfeld in den Einkaufszentren (Malls) in den USA. Jedoch stieg die Rohertragsmarge aufgrund der Veränderung des Key-Account-Anteils deutlich um über 500 Basispunkte. Die US-Auftragsbestände zum Ende September lagen mit $ 187,5 Mio. um 23,5% unter dem Vorjahr, was im Wesentlichen auf das Key-Kunden-Geschäft in den Einkaufszentren zurückzuführen ist.

In der Region Asien/Pazifik verbesserten sich die Umsätze währungsbereinigt um 7,1% auf € 127,2 Mio. im 3. Quartal und um 8,6% auf € 362,4 Mio. nach neun Monaten. Die Rohertragsmarge lag bei 50,7% gegenüber 50,6% im Vorjahr. Die Auftragsbestände erhöhten sich um 19,1% und lagen bei € 247,2 Mio.

Ausblick 2007

Auftragsbestände steigen währungsbereinigt um mehr als 8%
Die Auftragsbestände Ende September stiegen währungsbereinigt um 8,3% auf € 1.065,5 Mio. Das entspricht einer deutlichen Steigerung gegenüber Ende Juni. Die Aufträge beinhalten im Wesentlichen Lieferungen für das 4. Quartal 2007 und das 1. Quartal 2008.
Nach Produktsegmenten stiegen die Aufträge bei Schuhen um 3,2% (währungsbereinigt) auf € 659,7 Mio., bei Textilien um 19,6% auf € 345,4 Mio. und bei Accessoires um 8,5% auf € 60,4 Mio.

Management bestätigt Umsatz- und Ergebnisprognose
Das Management bestätigt die Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2007. Beim Umsatz wird ein währungsbereinigtes Wachstum im unteren einstelligen Bereich erwartet. Jedoch sollte die Rohertragsmarge über den ursprünglichen Erwartungen liegen, was durch eine höhere Kostenquote kompensiert werden sollte. Daher wird sich das operative Ergebnis wie bereits angekündigt annähernd linear zum Umsatz entwickeln. Die operative Marge sollte nahezu das Vorjahr erreichen. Die Steuerquote wird bei zirka 29% erwartet.

Jochen Zeitz, Vorstandsvorsitzender: „Auf der Grundlage der Verbesserung in unseren Auftragsbüchern gehen wir davon aus, dass wir das Geschäftsjahr 2007 positiv abschließen werden und bestätigen damit unsere angepeilte Jahresprognose.“