Die PUMA AG berichtet über ihre konsolidierten Geschäftsergebnisse für das 1. Quartal 2007

Herzogenaurach, Deutschland, 7. Mai 2007

Konsolidierte Umsätze steigen währungsbereinigt um 7% oder in Euro um 2%

 

Highlights 1. Quartal

* Konsolidierte Umsätze steigen währungsbereinigt um 7% oder in Euro um 2%
* Rohertragsmarge bei 52%
* Operatives Ergebnis steigt um 2% auf € 135 Mio.; operative Marge bei 21%
* Gewinn je Aktie bei € 6,02 gegenüber € 5,83

Ausblick 2007

* Auftragsbestände legen währungsbereinigt um 1,4% auf fast € 1,1 Mrd. zu
* Management erwartet ein Umsatz- und Ergebniswachstum im unteren einstelligen Bereich

Umsatz- und Ertragslage

Weltweite Markenumsätze steigen um 9%
Die weltweiten PUMA-Markenumsätze, die sich aus konsolidierten- sowie Lizenzumsätzen zusammensetzen, stiegen währungsbereinigt um 8,9% (in Euro 3,5%) auf € 762,1 Mio.
Die Umsätze bei Schuhen verbesserten sich um 9,7% auf € 441,4 Mio., Textilien um 6,1% auf € 253,3 Mio. und Accessoires um 14,8% auf € 67,4 Mio.

Lizenzgeschäft wächst um 15%
Der Lizenzumsatz stieg währungsbereinigt um 15,2% (in Euro 13,3%) auf € 106,3 Mio. Insgesamt sind aus den Lizenzumsätzen im 1. Quartal € 9,7 Mio. gegenüber € 8,5 Mio. im Vorjahr an Lizenz- und Provisionseinnahmen zugeflossen. Das entspricht einer Steigerung von 14,0%.

Konsolidierte Umsätze steigen um 7%
Im 1. Quartal stiegen die konsolidierten Umsätze währungsbereinigt um 7,4% (in Euro 2,0%) auf € 655,8 Mio. Die Schuhumsätze verbesserten sich um 9,0% auf € 413,5 Mio., Textilien um 4,8% auf € 200,7 Mio. und Accessoires um 4,7% auf € 41,7 Mio.

Rohertragsmarge bei 52%
Die Rohertragsmarge lag im 1. Quartal bei 52,2% verglichen mit 52,4% im Vorjahr. Nach Produktsegmenten verzeichneten Schuhe einen leichten Anstieg von 52,0% auf 52,1% und Accessoires von 53,4% auf 54,9%. Die Rohertragsmarge bei Textilien lag bei 51,9% gegenüber 52,9% im Vorjahr.

Kostenquote unter Vorjahr
Die Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen erhöhten sich im 1. Quartal 2007 um 1,0% auf € 207,3 Mio. Als Prozentsatz vom Umsatz hat sich die Kostenquote leicht von 31,9% auf 31,6% reduziert.

Die Marketing/Retail Aufwendungen verringerten sich um 0,8% auf € 99,8 Mio., was einer Kostenquote von 15,2% gegenüber 15,6% im Vorjahr entspricht. Die Aufwendungen für Produktentwicklung und Design erhöhten sich um 3,0% auf € 13,1 Mio. und lagen mit 2% vom Umsatz auf Vorjahresniveau. Die übrigen Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen erhöhten sich um 2,7% auf € 94,4 Mio. oder in Prozent vom Umsatz nur leicht von 14,3% auf 14,4%.

Operative Marge konstant
Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 2,0% auf € 134,8 Mio. gegenüber € 132,2 Mio. im Vorjahr. In Prozent vom Umsatz bedeutet dies eine konstante EBIT-Marge von 20,6%.
Aufgrund einer Verbesserung im Zinsergebnis stieg der Gewinn vor Steuern (EBT) um 2,3% auf € 137,2 Mio. Die durchschnittliche Steuerquote lag bei 29,1% gegenüber 29,5% im Vorjahresquartal.

Gewinn je Aktie 3,3% über Vorjahr
Der Konzerngewinn stieg im 1. Quartal um 3,7%. In absoluten Zahlen erreichte der Konzerngewinn € 96,6 Mio. gegenüber € 93,1 Mio. im Vorjahr. Das entspricht einer Nettorendite von 14,7% gegenüber 14,5%. Der Gewinn je Aktie betrug € 6,02, ein Anstieg um 3,3% gegenüber € 5,83 im Vorjahr. Der verwässerte Gewinn pro Aktie lag bei € 6,01 gegenüber € 5,78.

Vermögens- und Finanzlage

Eigenkapitalquote bei 61%
Die Bilanzsumme zum 31. März 2007 stieg im Vorjahresvergleich um 15,8% auf € 1.797,7 Mio. und die Eigenkapitalquote lag bei 60,9% gegenüber 61,4%.

Working Capital
Die Vorräte stiegen um 21,4% auf € 344,1 Mio., hauptsächlich bedingt durch den weiteren Ausbau des eigenen Einzelhandelsgeschäfts sowie den im Vorjahresvergleich früheren Anlieferungen aus den Produktionsstätten in Asien. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 9,1% auf € 519,2 Mio. Das Working Capital zum Ende März lag bei € 496,1 Mio. gegenüber € 440,3 Mio. im Vorjahr.

Investitionen/Cashflow
Im 1. Quartal sind insgesamt € 16,4 Mio. gegenüber € 59,3 Mio. im Vorjahr für Investitionen abgeflossen, wobei € 1,6 Mio. im Vergleich zu € 41,8 Mio. Akquisitionen (Unternehmenserwerben) zuzurechnen waren. Der freie Cashflow lag bei € -9,8 Mio. gegenüber € -135,2 Mio. oder ohne Akquisitionen bei € -8,2 Mio. verglichen mit € -93,4 Mio.

Liquidität
Die flüssigen Mittel Ende März betrugen € 402,4 Mio. gegenüber € 354,1 Mio. im Vorjahr. Die Bankschulden reduzierten sich von € 68,1 Mio. auf € 63,5 Mio. Die Nettoliquidität verbesserte sich im Jahresvergleich von € 286,0 Mio. auf € 338,9 Mio., reduzierte sich aber seit Ende Dezember 2006 im Wesentlichen aufgrund von weiteren Aktienrückkäufen.

Aktienrückkauf/Neues Grundkapital

PUMA hat im 1. Quartal weitere 150.000 Stück Aktien zurückgekauft. Zum Quartalsende wurden insgesamt 1.270.000 Stück Aktien oder 7,4% des Grundkapitals im eigenen Bestand gehalten.
Mit Wirkung vom 10. April 2007 wurden alle eigenen Aktien eingezogen und das Grundkapital entsprechend reduziert. Einschließlich der im April 2007 ausgeübten Optionsrechte aus dem Management-Incentive- Programm beträgt das Grundkapital zum heutigen Tage € 40.978.851,84 Mio. und ist eingeteilt in 16.007.364 Stück Aktien.

Regionale Entwicklung

Die Umsätze in der Region EMOA stiegen währungsbereinigt um 8,0% auf € 360,9 Mio. gegenüber € 339,3 Mio. im Vorjahr. Der Anteil der Region am Konzernumsatz lag bei 55,0% gegenüber 52,8%. Die Rohertragsmarge erreichte 53,7% verglichen mit 55,2% im Vorjahr. Die Auftragsbestände in der Region EMOA stiegen währungsbereinigt um 0,8%, was in Euro einen Rückgang um 0,8% auf € 595,3 Mio. bedeutet.

In Amerika stiegen die Umsätze währungsbereinigt um 4,5% auf € 174,3 Mio. Der Anteil am Konzernumsatz beträgt 26,6% gegenüber 28,3%. Die Rohertragsmarge erhöhte sich von 47,5% auf 49,7%. Der Auftragsbestand verminderte sich währungsbereinigt um 8,6% auf € 260,6 Mio.
Trotz der angekündigten Konsolidierung im US-Markt gingen die Umsätze nur leicht auf $ 156,2 Mio. im 1. Quartal zurück. Die US-Auftragsbestände zum Quartalsende lagen um 17,6% unter dem Vorjahreswert, was hauptsächlich auf eine Anpassung des Geschäfts mit einem Key-Account Kunden, der in den vergangenen Jahren ein starkes Umsatzwachstum zu verzeichnen hatte, sowie eines allgemein moderaten Umfelds in den Einkaufszentren d.h. Malls in den USA zurückzuführen ist.

Die Region Asien/Pazifik erreichte ein währungsbereinigtes Wachstum von 8,6% auf € 120,6 Mio., wobei in China ein deutliches zweistelliges Wachstum erreicht wurde. Der Anteil am Konzernumsatz lag bei 18,4% gegenüber 18,9% im Vorjahr. Die Rohertragsmarge reduzierte sich von 51,9% auf 51,4%. Zum Ende März erhöhten sich die Auftragsbestände währungsbereinigt um 20,0% auf € 206,9 Mio.

>Ausblick 2007

Auftragsbestände steigen um 1,4% auf nahezu € 1,1 Mrd.
Die Auftragsbestände stiegen währungsbereinigt um 1,4% auf € 1.062,8 Mio. Nach Produktsegmenten gingen die Aufträge bei Schuhen um 4,5% auf € 654,5 Mio. zurück, während Textilien um 15,4% auf € 343,2 Mio. und Accessoires um 0,1% auf € 65,1 Mio. erhöht werden konnten.

Management erwartet ein Umsatz- und Ergebniswachstum im unteren einstelligen Bereich
Aufgrund der Auftragssituation Ende März erwartet das Management für das Geschäftsjahr 2007 nun ein Umsatz- und Ergebniswachstum im unteren einstelligen Bereich. Die Rohertragsmarge sollte in einer Bandbreite von 50%-51% liegen. Aufgrund der bereits angekündigten und erwarteten Investitionen in Verbindung mit der Teilnahme am Volvo Ocean Race sowie anderer geplanter Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen wird die Kostenquote bei zirka 35% vom Umsatz oder leicht darüber erwartet. Das operative Ergebnis sollte sich daher linear zum Umsatz entwickeln, während die Steuerquote auf Vorjahresniveau erwartet wird.

Jochen Zeitz, Vorstandsvorsitzender: “Wir freuen uns, dass wir unser kontinuierliches Wachstum trotz eines schwierigen Jahresvergleichs auch im ersten Quartal fortsetzen konnten. Während das laufende Geschäftsjahr ohne sportliche Großereignisse im Hinblick auf die aktuelle Auftragslage sicherlich herausfordernd bleibt, werden wir uns auch weiterhin konsequent auf unsere langfristigen Ziele konzentrieren.“