Die PUMA AG berichtet über ihre konsolidierten Geschäftsergebnisse für das 2. Quartal und 1. Halbjahr 2007

Herzogenaurach, Deutschland, 9. August 2007

Konsolidierte Umsätze steigen währungsbereinigt um mehr als 3%

 

Highlights 2. Quartal

* Konsolidierte Umsätze steigen währungsbereinigt um mehr als 3%
* Rohertragsmarge über 52%
* Operative Marge 11% gegenüber 13% im Vorjahr

* Gewinn je Aktie bei € 2,82 gegenüber € 3,12

Highlights 1. Halbjahr

* Weltweite Markenumsätze bei € 1,4 Mrd.
* Konsolidierte Umsätze steigen währungsbereinigt um mehr als 5%
* Rohertragsmarge weiter bei 52%
* Operatives Ergebnis bei € 196 Mio. oder 16% vom Umsatz gegenüber 17% im Vorjahr

* Gewinn je Aktie € 8,84 gegenüber € 8,95

Ausblick 2007

* Auftragsbestände legen währungsbereinigt um 0,5% zu
Management bestätigt für 2007 ein Umsatz- und Ergebniswachstum im unteren einstelligen Bereich

Umsatz- und Ertragslage

Weltweite Markenumsätze bei € 1,4 Mrd. im 1. Halbjahr
Die weltweiten PUMA-Markenumsätze, die sich aus konsolidierten- sowie Lizenzumsätzen zusammensetzen, lagen im 2. Quartal bei € 621,9 Mio. Das entspricht einer währungsbereinigten Steigerung um 4,2% (0,4% in Euro).

Während der ersten sechs Monate stiegen die weltweiten Markenumsätze währungsbereinigt um 6,7% (in Euro 2,0%) auf € 1.384,0 Mio. Auf vergleichbarer Basis stiegen die Umsätze mit Schuhen um 5,9% auf € 780,2 Mio., Textilien um 7,2% auf € 479,0 Mio. und Accessoires um 10,8% auf € 124,7 Mio.

Lizenzgeschäft wächst um 12% im 1. Halbjahr
Der Lizenzumsatz stieg im 2. Quartal währungsbereinigt um 8,5% auf € 79,1 Mio. und um 12,2% auf € 185,4 Mio. im 1. Halbjahr.

An Lizenz- und Provisionserträgen konnten im 2. Quartal € 8,8 Mio. gegenüber € 7,3 Mio. im Vorjahr vereinnahmt werden. Das entspricht einer Steigerung von 21,4%. Kumuliert stiegen die Lizenz- und Provisionseinnahmen um 17,4% auf € 18,5 Mio.

Konsolidierte Umsätze steigen im 1. Halbjahr um mehr als 5%
Im 2. Quartal stiegen die konsolidierten Umsätze währungsbereinigt um 3,1%. Durch die anhaltende Stärke des Euros ist der Umsatz auf Euro-Basis um 0,7% auf € 542,8 Mio. leicht rückläufig. Die Regionen EMOA und Asien/Pazifik konnten ein währungsbereinigtes Wachstum im oberen einstelligen Prozentbereich verzeichnen. In der Region Amerika lagen die Umsätze auf vergleichbarer Basis im unteren zweistelligen Bereich unter dem Vorjahr. Insgesamt erhöhten sich die Umsätze mit Schuhen währungsbereinigt um 1,1% auf € 320,9 Mio., Textilien um 6,8% auf € 185,6 Mio. und Accessoires um 2,7% auf € 36,3 Mio. Die Umsätze im 2. Quartal sind durch vorzeitige Auslieferungen im Juni positiv beeinflusst worden.

Die Umsätze in den ersten sechs Monaten stiegen währungsbereinigt um 5,5% auf € 1.198,6 Mio. Das Segment Schuhe legte um 5,5% auf € 734,4 Mio., Textil um 5,8% auf € 386,2 Mio. und Accessoires um 3,8% auf € 78,0 Mio. zu.

Rohertragsmarge weiter bei 52%
Die Rohertragsmarge lag im 2. Quartal und im 1. Halbjahr bei 52,2% verglichen mit 51,4% bzw. 51,9% im Vorjahr. Im 1. Halbjahr verbesserte sich die Marge bei Schuhen und Textilien von 51,8% auf 52,1%, während Accessoires einen Anstieg von 53,5% auf 53,8% verzeichneten. Die anhaltende US-Dollar Schwäche gegenüber dem Euro und einem daraus resultierenden besseren Hedgingkurs verglichen zum Vorjahr wirkte sich mit zirka 100 Basispunkten positiv auf die Rohertragsmarge aus.

Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen
Die Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen erhöhten sich im 2. Quartal um 4,6% auf € 220,6 Mio. und um 2,9% auf € 427,9 Mio. im 1. Halbjahr. Als Prozentsatz vom Umsatz hat sich die Kostenquote von 38,6% auf 40,6% bzw. von 35,0% auf 35,7% erhöht. Der Anstieg der Kostenquote resultiert aus planmäßig fortgesetzten Investitionen in die Marke und Infrastruktur. Darüber hinaus wurden einige Einmalaufwendungen im 2. Quartal verbucht.

Im 1. Halbjahr lagen die Marketing/Retailaufwendungen mit € 207,4 Mio. oder 17,3% vom Umsatz nahezu auf Vorjahresniveau. Die Aufwendungen für Produktentwicklung und Design erhöhten sich um 6,2% auf € 28,6 Mio. oder auf 2,4% vom Umsatz. Die übrigen Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen erhöhten sich um 5,5% auf € 191,8 Mio. oder von 15,3% auf 16,0% vom Umsatz.

Operatives Ergebnis bei € 196 Mio.
Im 2. Quartal ging das operative Ergebnis (EBIT) um 11,9% auf € 61,0 Mio. und um 2,8% auf € 195,9 Mio. im 1. Halbjahr zurück. Das entspricht einer operativen Marge von 11,2% bzw. 16,3%.

Einschließlich einem Zinsergebnis von € 2,5 Mio. im 2. Quartal und € 4,8 Mio. im 1. Halbjahr reduzierte sich der Vorsteuergewinn (EBT) um 11,0% auf € 63,5 Mio. bzw. um 2,3% auf € 200,7 Mio. Die Steuerquote lag im 1. Halbjahr bei 28,7% gegenüber 29,0% im Vorjahr.

Gewinn je Aktie
Der Konzerngewinn ging im 2. Quartal um 9,9% auf € 45,2 Mio. und im 1. Halbjahr um 1,0% auf € 141,7 Mio. zurück. Die Nettorendite lag bei 8,3% gegenüber 9,2% bzw. bei 11,8% gegenüber 12,0%.

Damit verbleibt ein Gewinn je Aktie von € 2,82 gegenüber € 3,12 im Vorjahresquartal. Im 1. Halbjahr ging der Gewinn je Aktie um 1,2% leicht von € 8,95 auf € 8,84 zurück. Der verwässerte Gewinn pro Aktie lag bei € 2,81 gegenüber € 3,03 bzw. bei € 8,82 gegenüber € 8,81.

Vermögens- und Finanzlage

Eigenkapitalquote bei 60%
Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2007 stieg im Vorjahresvergleich um 20,0% auf € 1.830,6 Mio. Die Eigenkapitalquote lag bei 60,3% gegenüber 63,1% im Vorjahr.

Working Capital
Die Vorräte stiegen um 17,0% auf € 389,2 Mio. und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 12,9% auf € 453,8 Mio. Wie erwartet hat sich die Wachstumsrate der Vorräte gegenüber den Vorquartalen verbessert. Die Erhöhung der Forderungen ist im Wesentlichen auf den Umsatz im Juni zurückzuführen, der durch frühere Auslieferungen positiv beeinflusst worden ist. Das Working Capital zum Ende Juni lag bei € 516,4 Mio. gegenüber € 468,5 Mio. im Vorjahr, ein Anstieg um 10,2%.

Investitionen/Cashflow
Im 1. Halbjahr sind insgesamt € 35,7 Mio. gegenüber € 81,4 Mio. im Vorjahr für Investitionen abgeflossen. Davon entfallen auf Akquisitionen (Unternehmenserwerbe) € 4,9 Mio. im Vergleich zu € 47,2 Mio.
Der freie Cashflow lag bei € 64,5 Mio. gegenüber € -99,1 Mio. oder ohne Akquisitionen bei € 69,4 Mio. verglichen mit € -51,9 Mio. Davon sind als Dividende € 39,9 Mio. und für Aktienrückkäufe € 41,6 Mio. abgeflossen.

Liquidität
Die flüssigen Mittel Ende Juni betrugen € 443,1 Mio. gegenüber € 354,5 Mio. im Vorjahr. Die Bankschulden erhöhten sich von € 48,5 Mio. auf € 59,8 Mio. Damit verbesserte sich die Nettoliquidität im Jahresvergleich von € 306,0 Mio. auf € 383,3 Mio. trotz der oben genannten Mittelabflüsse.

Eigene Aktien/Grundkapital

Mit Wirkung vom 10. April 2007 wurden alle eigenen Aktien eingezogen und das Grundkapital entsprechend reduziert. Die Gesellschaft hält derzeit keine eigenen Aktien im Bestand. Zum 30. Juni 2007 ist das Grundkapital in 16.020.964 Stück Aktien eingeteilt.

Regionale Entwicklung

Die Umsätze in der Region EMOA erreichten im 2. Quartal € 282,9 Mio., was einem währungsbereinigten Wachstum von 9,4% entspricht. Dabei ist insbesondere diese Region durch die oben erwähnten früheren Auslieferungen im Monat Juni positiv beeinflusst worden. Kumuliert stiegen die Umsätze um 8,7% auf € 643,8 Mio.

Die Rohertragsmarge erreichte 53,9% verglichen mit 55,0% im Vorjahr. Die Auftragsbestände stiegen währungsbereinigt leicht um 0,6% auf € 568,1 Mio. Darin ist im Vorjahresvergleich bereits ein höherer Anteil an Aufträgen für Auslieferungen im Geschäftsjahr 2008 enthalten.

Wie erwartet gingen die Umsätze im 2. Quartal in Amerika währungsbereinigt um 11,1% auf € 145,3 Mio. zurück. Die Umsätze im 1. Halbjahr verminderten sich um 3,1% auf € 319,7 Mio. Die Rohertragsmarge konnte dagegen um 190 Basispunkte auf 49,6% gesteigert werden. Der Auftragsbestand in Höhe von € 241,1 Mio. lag um 11,8% unter dem Vorjahr.

Aufgrund der bereits angekündigten Anpassung des Geschäfts mit einem Key-Account Kunden, der in den vergangenen Jahren ein starkes Umsatzwachstum zu verzeichnen hatte sowie eines anhaltenden moderaten Umfelds in den Einkaufszentren (Malls) in den USA, sind die Umsätze auf dem US-Markt im 2. Quartal um 20,3% und im 1. Halbjahr um 10,4% zurückgegangen. Die US-Auftragsbestände lagen mit $ 211,1 Mio. um 16,2% unter dem Vorjahr.

Im 2. Quartal stiegen die Umsätze in der Region Asien/Pazifik währungsbereinigt um 9,1% auf € 114,5 Mio. und um 8,8% auf € 235,1 Mio. nach sechs Monaten. Die Rohertragsmarge verbesserte sich um 60 Basispunkte auf 51,2%. Die Auftragsbestände erhöhten sich um 20,4% auf € 191,9 mit einem deutlichen Anstieg auf dem chinesischen Markt.

Ausblick 2007

Auftragsbestände legen währungsbereinigt um 0,5% zu
Die Auftragsbestände Ende Juni stiegen währungsbereinigt um 0,5% auf € 1.001,2 Mio. Das entspricht in Euro einem Rückgang von 1,8%. Zu berücksichtigen ist, dass im Vergleich zum Vorjahr bereits ein höherer Anteil an Aufträgen für Auslieferungen im Folgejahr enthalten ist. Die Aufträge für Lieferungen im 2. Halbjahr 2007 zeigen einen währungsbereinigten Rückgang von zirka 2%.

Nach Produktsegmenten gingen die Aufträge bei Schuhen währungsbereinigt um 6,3% auf € 616,0 Mio. zurück. Die Aufträge bei Textilien erhöhten sich um 16,2% auf € 328,8 Mio. und Accessoires um 1,0% auf € 56,3 Mio.

Management bestätigt Umsatz- und Ergebniswachstum im unteren einstelligen Bereich

Für das Geschäftsjahr 2007 bestätigt das Management ein Umsatz- und Ergebniswachstum im unteren einstelligen Bereich. Dabei wird die Rohertragsmarge in einer Bandbreite von 50%-51% erwartet. Die Lizenz- und Provisionseinnahmen sollten auf Jahresbasis nur leicht über dem Vorjahr liegen, was fast ausschließlich auf die Beendigung des Lizenzvertrages in Korea zurückzuführen ist.

Aufgrund der bereits angekündigten und erwarteten Investitionen in Verbindung mit der Teilnahme am Volvo Ocean Race sowie anderer geplanter Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen wird die Kostenquote bei bzw. über 35% vom Umsatz erwartet. Das operative Ergebnis sollte sich daher annähernd linear zum Umsatz entwickeln und die operative Marge nahezu das Vorjahresniveau erreichen. Die Steuerquote wird bei zirka 29% erwartet.

Jochen Zeitz, Vorstandsvorsitzender: “Wir sind mit den erzielten Ergebnissen im 2. Quartal zufrieden, da wir trotz eines schwierigen Jahresvergleichs aufgrund der Fußball-WM ein Wachstum aufweisen konnten. Auch wenn das laufende Geschäftsjahr herausfordernd bleibt, werden wir unsere Investitionen in die Marke fortsetzen, um damit das große Potenzial der Marke langfristig auszuschöpfen.“