Konsolidierte Umsätze steigen um mehr als 32%

Herzogenaurach, 7. November 2006

Die PUMA AG berichtet über ihre konsolidierten Geschäftsergebnisse für das 3. Quartal und Januar bis September 2006

 

Highlights 3. Quartal

* Konsolidierte Umsätze steigen um mehr als 32%
* Rohertragsmarge mit über 50% auf hohem Niveau EBIT Marge mit 17,6% besser als erwartet
* Gewinn je Aktie €5,41 gegenüber €5,70

Highlights Januar bis September

* Weltweite Markenumsätze steigen um 15%
* Konsolidierte Umsätze wachsen 32%
* Rohertragsmarge verbleibt über 51%
* EBIT bei €325 Mio. oder 17% vom Umsatz
* Gewinn je Aktie €14,36 gegenüber €15,02

Ausblick

* Auftragsbestände mit einem Wachstum von 26% über €1 Mrd.
* Management bestätigt Jahresprognose mit einem operativen Ergebnis von cirka €360 Mio.

Umsatz- und Ertragslage

Weltweite Markenumsätze mit einem zweistelligen Wachstum
Die weltweiten PUMA-Markenumsätze, bestehend aus konsolidierten- sowie Lizenzumsätzen, stiegen währungsbereinigt um 13,7% oder 12,5% in Euro und erreichten €786 Mio. im 3. Quartal.
Nach neun Monaten wuchsen die weltweiten Markenumsätze um 14,0% bzw. 14,7% auf €2.142 Mio. Die Umsätze bei Schuhen stiegen um 12,2% (währungsbereinigt 11,5%) auf €1.209 Mio., Textilien um 18,5% (17,7%) auf €742 Mio. und Accessoires um 17,2% (16,5%) auf €191 Mio.

Konsolidierte Umsätze im 3. Quartal sowie nach neun Monaten um 32% gestiegen
Im Berichtsquartal stiegen die konsolidierten Umsätze währungsbereinigt um 32,2% und um 30,3% in Euro auf €699 Mio. Nach Segmenten stiegen die Umsätze bei Schuhen um 19,8% (währungsbereinigt 21,5%) auf €420 Mio., Textilien verbesserten sich um 57,5% (58,5%) auf €235 Mio. und Accessoires erzielten ein Wachstum von 21,3% (23,9%) auf €45 Mio.

Nach neun Monaten stiegen die Umsätze währungsbereinigt um 31,7% bzw. um 32,2% in Euro und lagen bei €1.889 Mio. gegenüber €1.428 Mio. im Vorjahr. Auf vergleichbarer Basis trugen das organische Wachstum mit 12,8% und die neuen Gesellschaften mit 19,4% zu der positiven Entwicklung bei. Insgesamt stiegen die Umsätze im Segment Schuhe um 20,2% (währungsbereinigt 19,6%) auf €1.147 Mio., Textilien wuchsen um 65,7% (65,1%) auf €618 Mio. und Accessoires verbesserten sich um 21,9% (22,8%) auf €124 Mio.

Lizenzgeschäft
Auf vergleichbarer Basis stieg das Lizenzgeschäft um 3,2% im 3. Quartal und um 12,8% nach neun Monaten. Der tatsächliche Lizenzumsatz ging im Vorjahresvergleich aufgrund der Übernahme verschiedener Lizenzmärkte von €162 Mio. auf €87 Mio. bzw. von €439 Mio. auf €254 Mio. zurück. An Lizenz- und Provisionserträgen aus dem verbliebenen Lizenzgeschäft wurden €9 Mio. im 3. Quartal und €25 Mio. nach neun Monaten vereinnahmt.

Rohertragsmarge weiter auf hohem Niveau
Die Rohertragsmarge lag im 3. Quartal bei 50,4% gegenüber 52,1% im Vorjahr und verblieb mit 51,4% nach neun Monaten weiter auf einem hohen Niveau. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung im regionalen- und Produktmix und lag im Rahmen der Erwartung bzw. leicht darüber. Nach Produktsegmenten verzeichneten Schuhe einen Rückgang von 53,1% auf 51,2% und Textilien von 52,6% auf 51,2%. Accessoires verbesserten sich von 51,5% auf 54%.

Operative Aufwendungen durch hohe Investitionen in die Marke beeinflusst
Aufgrund hoher Investitionen in die Marke sowie Effekte aus der regionalen Expansion stiegen die operativen Aufwendungen im 3. Quartal um 44,7% und 48% nach neun Monaten und lagen bei €228 Mio. bzw. €644 Mio. In Prozent vom Umsatz entspricht dies einer planmäßigen Steigerung von 29,4% auf 32,6% im 3. Quartal und von 30,5% auf 34,1% nach neun Monaten.

Im kumulierten Berichtszeitraum stiegen die Marketing/Retail Aufwendungen von 13,9% auf 16,6% vom Umsatz oder von €198 Mio. auf €313 Mio. Insbesondere die Marketingaufwendungen für die Fußball-Weltmeisterschaft sowie andere Marketing- und Retailaufwendungen und die Übernahme der Lizenzmärkte führten zu diesem Anstieg. Die Aufwendungen für Produktentwicklung und Design stiegen um 34,9% auf €40 Mio. und lagen in Prozent vom Umsatz auf Vorjahresniveau. Die übrigen Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen erhöhten sich um 40,3% auf €292 Mio. und stiegen in Prozent vom Umsatz von 14,6% auf 15,5%. Der planmäßige Anstieg steht im Zusammenhang mit dem Ausbau der benötigten Infrastruktur für die Umsetzung der Phase IV und liegt damit im Rahmen der Erwartungen.

Operative Marge über 17% und besser als erwartet
Die operative Marge lag bei starken 17,6% im 3. Quartal und bei 17,2% nach neun Monaten. In absoluten Zahlen betrug der operative Gewinn €123 Mio. gegenüber €129 Mio. bzw. bei €325 Mio. verglichen mit €343 Mio. und damit um nur 5% unter dem Vorjahr. Unter Berücksichtigung der Jahresprognose mit einem erwarteten Rückgang im oberen einstelligen Bereich, entwickelte sich das operative Ergebnis trotz der hohen Investitionen in die Marke besser als erwartet.

Im 3. Quartal lag das Zinsergebnis bei €2,1 Mio. und bei €6,1 Mio. Ende September. Folglich ging das Vorsteuerergebnis um nur 4,8% auf €125 Mio. bzw. um 4,9% auf €331 Mio. zurück. Die Steuerquote war mit 29% auf Vorjahresniveau.

Der Konzerngewinn erreichte im 3. Quartal €87 Mio. gegenüber €92 Mio. bzw. nach neun Monaten €230 Mio. verglichen zu €242 Mio. Das entspricht einer Netto-Marge von 12,5% gegenüber 17,1% im 3. Quartal des letzten Jahres bzw. 12,2% gegenüber 16,9% kumuliert und damit besser als ursprünglich erwartet.

Gewinn je Aktie
Im 3. Quartal lag der Gewinn je Aktie bei €5,41 gegenüber €5,70. Kumuliert erreichte der Gewinn je Aktie €14,36 verglichen zu €15,02 im Vorjahr. Auf verwässerter Basis bedeutet das €5,39 bzw. €14,27.

Vermögens- und Finanzlage

Solide Eigenkapitalquote
Die Bilanzsumme erhöhte sich um 32,1% auf €1.713 Mio., hauptsächlich bedingt durch die regionale Expansion. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich dadurch leicht, lag aber mit 60,8% auf einem hohen Niveau.

Working Capital
Die Vorräte erhöhten sich um 58,8% auf €338 Mio. und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 28,6% auf €502 Mio. Das Working Capital (Nettoumlaufvermögen) betrug zum Ende September €506 Mio. gegenüber €300 Mio. im Vorjahr. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der regionalen Expansion. Ohne die regionale Expansion erhöhten sich die Vorräte um 27,9% und die Forderungen um nur 3%. Auf vergleichbarer Basis stieg das Working Capital um 35,6%.

Investitionen/Cashflow
Der Mittelabfluss für Investitionen erhöhte sich wie erwartet von €51 Mio. auf €125 Mio., wobei €74 Mio. den Akquisitionen zuzurechnen sind. Der freie Cashflow betrug €-56 Mio. gegenüber €85 Mio. im Vorjahr, was hauptsächlich aus den Investitionen für Akquisitionen und dem zusätzlichen Working Capital Bedarf der neu konsolidierten Länder resultiert.

Nettoliquidität
Die flüssigen Mittel Ende September betrugen €404 Mio. gegenüber €437 Mio. im Vorjahr. Die Bankschulden erhöhten sich von €34 Mio. auf €67 Mio. Als Folge reduzierte sich die Nettoliquidität im Jahresvergleich von €403 Mio. auf €337 Mio., was auf die planmäßig getätigten Investitionen und den Working Capital Bedarf zurückzuführen ist.

Aktienrückkauf

PUMA hat im 3. Quartal sein Aktienrückkaufprogramm fortgesetzt und weitere 50.000 Stück Aktien mit einem Investment von €13 Mio. zurückgekauft. Zum Ende September hält die Gesellschaft insgesamt 1.090.000 Stück Aktien für ein Investment von €217 Mio. im eigenen Bestand. Das entspricht 6,4% am gezeichneten Kapital.

Regionale Entwicklung

Veränderung im Ländermix
Aufgrund der Rücknahme einiger Lizenzmärkte hat sich die regionale Verteilung wie erwartet deutlich verändert, was zu einer verbesserten regionalen Risikoverteilung des Gesamtgeschäftes führt. EMOA trägt nun 51,8% (Vorjahr 66,1%), Amerika 29,1% (23,8%) und Asien/Pazifik 19,1% (10,1%) zum konsolidierten Umsatz bei.

In der Region EMOA lagen die Umsätze im 3. Quartal bei €378 Mio., was einem deutlichen Wachstum von 9,4% entspricht. Kumuliert stiegen die Umsätze um 3,7% auf €978 Mio. Die Rohertragsmarge lag bei 54,2% verglichen mit 54,9% im Vorjahr. Die Auftragsbestände Ende September stiegen währungsbereinigt um nahezu 3% oder 1,6% in Euro und lagen bei €518 Mio. verglichen mit €510 Mio.

Die Umsätze in Amerika erreichten im 3. Quartal mit €195 Mio. ein währungsbereinigtes Wachstum von 45,7% bzw. 42,3% in Euro. Nach neun Monaten stiegen die Umsätze währungsneutral um 57,7% oder in Euro um 61,5% auf €549 Mio. Die Rohertragsmarge reduzierte sich von 47,7% auf 46,8%. Die Auftragsbestände lagen mit einem währungsbereinigten Wachstum von 29,7% oder 26% in Euro bei €284 Mio. Auf dem US-Markt stiegen die Umsätze um 23,1% im 3. Quartal und um deutliche 41,8% nach neun Monaten. Nach einem außergewöhnlichen Anstieg der Auftragsbestände im Vorjahr (+78%) lagen die Aufträge für den US-Markt aufgrund des daraus resultierenden hohen Basiseffekts mit $245 Mio. nur leicht über dem Vorjahreswert.

In der Region Asien/Pazifik erhöhten sich die Umsätze im 3. Quartal währungsbereinigt um 145,6% und um 134,9% in Euro auf €126 Mio. bzw. um 155,5% oder 149,7% auf €361 Mio. nach neun Monaten. Dabei trug insbesondere die regionale Expansion zum Wachstum bei. Aufgrund der neu konsolidierten Länder reduzierte sich die Rohertragsmarge um 120 Basispunkte auf 50,6%. Zum Ende September erhöhten sich die Auftragsbestände währungsbereinigt um 135,6% und in Euro um 127,5% auf €222 Mio.

Vorstand

Martin Gänsler hat den Aufsichtsrat darüber informiert, dass er seinen bestehenden Vertrag aufgrund seiner persönlichen Lebensplanung nicht über 2007 hinaus verlängern möchte. Die Gesellschaft plant, die Nachfolgeregelung gemeinsam mit ihm zu treffen und über die Neubestellung zu gegebener Zeit zu informieren. Martin Gänsler ist seit mehr als 25 Jahren für PUMA tätig und seit 1993 als Vorstandsmitglied sowie seit 1998 als stellvertretender Vorstandsvorsitzender für die Bereiche Forschung, Entwicklung und Design sowie Beschaffung verantwortlich.

Ausblick 2006

Auftragsbestände steigen um nahezu 26%
Die Auftragsbestände Ende September stiegen währungsbereinigt um 25,5% oder in Euro um 22,9% auf €1.024 Mio. Die Auftragsbestände konnten somit zum 43. Mal in Folge zum Quartalsende gesteigert werden. Die Aufträge beinhalten im Wesentlichen Lieferungen für das 4. Quartal 2006 und das 1. Quartal 2007.

Nach Produktsegmenten stiegen Schuhe um 12,8% (währungsbereinigt 15,6%) auf €668 Mio., Textilien um 53,8% (55,3%) auf €297 Mio. und Accessoires um 23,1% (28,7%) auf €58 Mio.

Management bestätigt Jahresprognose
Im 4. Quartal wird erneut ein starkes Umsatzwachstum erwartet. Damit bestätigt das Management die bereits angehobene Jahresprognose mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von bis zu 35%.

Die Rohertragsmarge auf Jahresbasis sollte sich am oberen Ende der gegebenen Bandbreite zwischen 50% und 51% bewegen. Abhängig vom finalen Umsatzwachstum sollten die Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen wie erwartet auf 35% vom Umsatz oder leicht darüber steigen.

Auf Grund der anhaltenden Investitionen in die Marke für das verbleibende Jahr, wird das Ergebnis im 4. Quartal im zweistelligen Bereich unter dem Vorjahresquartal erwartet. Für das Gesamtjahr geht das Management davon aus, dass das operative Ergebnis (EBIT) die bereits angekündigte Prognose von cirka €360 Mio. erreichen wird. Die Steuerquote sollte mit cirka 29% auf Vorjahresniveau liegen. Damit sollte das Konzernergebnis im oberen einstelligen Bereich unter dem Vorjahr und somit deutlich über den Mitte letzten Jahres mit der Phase IV angekündigten Erwartungen für 2006 liegen.

Jochen Zeitz, Vorstandsvorsitzender: “Wir freuen uns über die erzielten Ergebnisse im 3. Quartal und ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres und werden damit unsere Jahresprognose im Rahmen der ursprünglichen Phase IV-Planung deutlich übertreffen. Auf der Grundlage dieser Geschäftsergebnisse sind wir weiterhin zuversichtlich, unsere Gesamtziele für die Phase IV der langfristigen Unternehmensentwicklung zu erreichen.“