Weltweite Markenumsätze um 16% auf nahezu €1,4 Mrd. gesteigert

3. August 2006

Die PUMA AG berichtet über ihre konsolidierten Geschäftsergebnisse für das 2. Quartal und 1. Halbjahr 2006

 

Highlights 2. Quartal

* Herausragender WM Erfolg: Nicht nur die meisten Teams, sondern auch der Weltmeister in PUMA
* Konsolidierte Umsätze steigen um mehr als 38%
* Rohertragsmarge über 51%
* EBIT Marge durch hohe Investitionen in die Marke wie erwartet rückläufig
* Gewinn je Aktie €3,12 gegenüber €3,64

Highlights 1. Halbjahr

* Weltweite Markenumsätze um 16% auf nahezu €1,4 Mrd. gesteigert
* Konsolidierte Umsätze steigen um mehr als 33%
* Rohertragsmarge bei 52%
* EBIT Marge mit 17% besser als erwartet
* Gewinn je Aktie €8,95 gegenüber €9,32

Ausblick

* Trotz starkem Umsatzwachstum verbleiben die Auftragsbestände mit einem währungsbereinigten Wachstum von 35% auf hohem Niveau Management bestätigt Jahresprognose mit einem Umsatzwachstum von bis zu 35% und einem operativen Ergebnis von cirka €360 Mio.

Zum ersten Mal in der Firmengeschichte ist eine von PUMA ausgerüstete Fußball-Nationalmannschaft Weltmeister geworden: Die Squadra Azzurri aus Italien. Mit einem starken Portfolio von 12 Teams war PUMA der führende Ausrüster des Turniers und verzeichnete während der WM mit einem Anteil von 56% aller Spiele die stärkste Markenpräsenz auf dem Spielfeld. PUMA nutzte die WM auch als Plattform zur Einführung innovativer Produkt- und Marketingkonzepte. Auch in Bezug auf Einzelspieler war PUMA als eine der drei Top-Marken sichtbar. Die innovative WM-Kollektion v1.06 wurde von insgesamt 18% aller Spieler der WM getragen. PUMA verfügt damit über eine hervorragende Ausgangsposition im Hinblick auf die Europameisterschaft 2008 in der Schweiz und Österreich, bei der das Unternehmen Ausrüster beider Gastgeberverbände ist. Bei der WM 2010 in Afrika wird PUMA erneut die dominierende Marke im afrikanischen Fußball sein und stellt mit Italien den Titelverteidiger und einen der Top-Favoriten.

Die weltweiten PUMA-Markenumsätze, bestehend aus konsolidierten- sowie Lizenzumsätzen, erreichten im 2. Quartal €620 Mio. Das entspricht einer Steigerung um 17,1% (währungsbereinigt 17,2%) gegenüber dem Vorjahr.
In den ersten sechs Monaten wuchsen die weltweiten Markenumsätze um 16,1% (währungsbereinigt 14,3%) auf €1.356 Mio. Die Umsätze bei Schuhen stiegen um 13,9% (12,1%) auf €770 Mio., Textilien verbesserten sich um 19,2% (18,2%) auf €469 Mio. und Accessoires um 18,9% (18,8%) auf €118 Mio.

Im 2. Quartal stiegen die konsolidierten Umsätze um 38,2% (währungsbereinigt 38,7%) auf €547 Mio. Effekte aus der Erstkonsolidierung trugen mit cirka 22% zum Wachstum bei. Insgesamt stiegen die Umsätze bei Schuhen um 23,7% (24,3%) auf €328 Mio., Textilien verbesserten sich deutlich um 81,2% (81,5%) auf €182 Mio. Accessoires erzielten ein Wachstum von 22,8% (25,3%) auf €37 Mio. Das stärkste Wachstum mit über 40% konnte im Bereich Teamsport erzielt werden.
Die Umsätze in den ersten sechs Monaten stiegen um 33,3% oder währungsbereinigt um 31,3% auf €1.189 Mio. Auf vergleichbarer Basis trugen das organische Wachstum mit 12,9% und die neuen Gesellschaften mit 20,4% zu der positiven Entwicklung bei. Insgesamt stiegen die Umsätze im Segment Schuhe um 20,5% (währungsbereinigt 18,5%) auf €727 Mio., Textilien verbesserten sich um 71,2% (69,5%) auf €383 Mio. und Accessoires um 22,2% (22,1%) auf €79 Mio.

Auf vergleichbarer Basis stieg das Lizenzgeschäft im 2. Quartal um 30,9% und um 18,6% nach sechs Monaten. Der Lizenzumsatz ging aber im Vorjahresvergleich aufgrund der Übernahme von sechs Lizenzmärkten zu Beginn des Jahres um 45,5% auf €73 Mio. bzw. um 39,6% auf €167 Mio. zurück. Aus dem verbliebenen Lizenzgeschäft sind der Gesellschaft insgesamt €7,3 Mio. im 2. Quartal und €15,8 Mio. in den ersten sechs Monaten an Lizenz- und Provisionserträgen zugeflossen.

Durch die Veränderung im regionalen- und Produktmix hat sich die Rohertragsmarge im 2. Quartal planmäßig von 53,2% auf 51,4% reduziert. Nach sechs Monaten erreichte die Rohertragsmarge 51,9% gegenüber 53,3% im Vorjahr. Nach Produktsegmenten verzeichneten Schuhe einen Rückgang von 53,6% auf 51,8% und Textilien von 53,4% auf 51,8%. Die Marge bei Accessoires erhöhte sich von 50,3% auf 53,5%.

Aufgrund hoher Investitionen in die Marke sowie Effekte aus der regionalen Expansion stiegen die operativen Aufwendungen im 2. Quartal um 54,4% auf €211 Mio. und um 49,8% auf €416 Mio. im ersten Halbjahr. Das entspricht einer planmäßigen Erhöhung von 34,5% auf 38,6% bzw. von 31,1% auf 35% in Prozent der Umsatzerlöse.

Die Marketing/Retail Aufwendungen erhöhten sich im ersten Halbjahr planmäßig um 61,7% und lagen bei €207 Mio. bzw. 17,4% vom Umsatz gegenüber 14,4% im Vorjahr. Insbesondere die Marketingaufwendungen für die Fußball-Weltmeisterschaft sowie andere Marketing- und Retailaufwendungen führten zu diesem Anstieg. Die Aufwendungen für Produktentwicklung und Design stiegen um 40,6% auf €27 Mio. und in Prozent vom Umsatz von 2,1% auf 2,3%. Die übrigen Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen erhöhten sich um 39,5% auf €182 Mio. oder von 14,6% auf 15,3% vom Umsatz. Der planmäßige Anstieg steht im Zusammenhang mit dem Ausbau der benötigten Infrastruktur für die Umsetzung der Phase IV.

Aufgrund hoher Investitionen in die Marke reduzierte sich der operative Gewinn (EBIT) im 2. Quartal um 15,4% auf €69 Mio. und um 5,6% auf €201 Mio. nach sechs Monaten. In Prozent vom Umsatz entspricht dies einer operativen Marge von 12,7% bzw. 16,9%. Unter Berücksichtigung der Jahresprognose mit einem erwarteten Rückgang der operativen Marge im oberen einstelligen Bereich, entwickelte sich das erste Halbjahr unter Berücksichtigung der hohen Investitionen besser als erwartet.

Mit einem Zinsergebnis von €2,1 Mio. im 2. Quartal und €4 Mio. nach sechs Monaten reduzierte sich das Vorsteuerergebnis um 14,5% auf €71 Mio. bzw. um 4,9% auf €205 Mio. Während der ersten sechs Monate blieb die Steuerquote mit 29% auf Vorjahresniveau. Der Konzerngewinn reduzierte sich im 2. Quartal um 14,9% auf €50 Mio. bzw. um 4,4% auf €143 Mio. im ersten Halbjahr. In Prozent vom Umsatz entspricht dies 9,2% (Vorjahr 14,9%) im 2. Quartal und 12% (16,8%) für die ersten sechs Monate.

Im 2. Quartal lag der Gewinn je Aktie bei €3,12, ein Rückgang um 14,3% gegenüber dem Vorjahr. Kumuliert reduzierte sich der Gewinn je Aktie um nur 4% auf €8,95 und war damit besser als erwartet. Auf verwässerter Basis bedeutet das €3,03 bzw. €8,81