Die PUMA AG berichtet über ihre konsolidierten Geschäftsergebnisse für das 1. Quartal 2006

28. April 2006

Überzeugender Start ins Jahr 2006: 1. Quartal besser als erwartet

 

Highlights 1. Quartal

* Überzeugender Start ins Jahr 2006: 1. Quartal besser als erwartet
* Konsolidierte Umsätze steigen um nahezu 30%
* Rohertragsmarge weiterhin über 52%
* EBIT Marge über 20% trotz hoher Investitionen in die Marke
* Gewinn je Aktie €5,83 gegenüber €5,68

Ausblick:

* Auftragsbestände mit einem Wachstum von 35% auf €1,1 Mrd. weiter gesteigert, EMOA legt im Vorjahresvergleich zweistellig zu
* Management erhöht Umsatz- und Ergebnisprognose für 2006

Umsatz- und Ertragslage

Weltweite Markenumsätze steigen um mehr als 15%
Die weltweiten PUMA-Markenumsätze, bestehend aus konsolidierten- sowie Lizenzumsätzen, stiegen um 15,3% auf €737 Mio. bzw. währungsbereinigt um 11,8%. Schuhe verbesserten sich um 12,5%, Textilien um starke 19,1% und Accessoires um nahezu 20%.

Konsolidierte Umsätze steigen um nahezu 30%
Im 1. Quartal stiegen die konsolidierten Umsätze um 29,5% (währungsbereinigt 25,4%) auf €643 Mio. Die Umsätze entwickelten sich in nahezu allen Produktsegmenten und Regionen deutlich besser als erwartet. Wie bereits angekündigt wurde aufgrund der Übernahme einiger Lizenzmärkter und der neuen Joint Ventures in Japan (Textilien), China/Hong Kong, Taiwan, Kanada und Argentinien der Konsolidierungskreis mit Wirkung von 1. Januar 2006 erweitert. Darüber hinaus haben die 100%igen Tochtergesellschaften in Dubai und Indien ihr operatives Geschäft in diesem Jahr aufgenommen. Auf vergleichbarer Basis trug das organische Wachstum mit 10,7% und die neuen Gesellschaften mit 18,8% zu der positiven Entwicklung bei. Insgesamt stiegen im Segment Schuhe die Umsätze um 18% (währungsbereinigt 14%) auf €399 Mio., Textilien erhöhte sich um deutliche 63,1% (59,8%) auf €202 Mio. und Accessoires 21,6% (19,3%) auf €42 Mio.

Lizenzgeschäft steigt um 10% auf vergleichbarer Basis
Auf vergleichbarer Basis stieg das Lizenzgeschäft um 9,9% auf €87 Mio. Der Lizenzumsatz ging aufgrund der Rücknahme der zuvor erwähnten Lizenzmärkte verglichen zum Vorjahr wie erwartet um insgesamt 34,1% zurück. Aus den verbliebenen Lizenzumsätzen sind der Gesellschaft insgesamt €8,5 Mio. im 1. Quartal gegenüber €12,5 Mio. im Vorjahr an Lizenz- und Provisionseinnahmen zugeflossen.

Rohertragsmarge weiterhin über 52%
Trotz des geplanten und realisierten Länder- und Produktmix wurde im 1. Quartal eine über den Erwartungen liegende Rohertragsmarge von 52,4% gegenüber 53,4% im Vorjahr erzielt.. Nach Produktsegmenten verzeichneten Schuhe einen Rückgang von 53,6% auf 52% und Textilien von 53,4% auf 52,9%. Die Marge bei Accessoires erhöhte sich von 51,1% auf 53,4%.

Operative Aufwendungen bei 32%
Aufgrund hoher Investitionen in die Marke und der regionalen Expansion stiegen die operativen Aufwendungen um 45,4% auf €205 Mio. In Prozent vom Umsatz erhöhte sich die Kostenstruktur wie erwartet von 28,4% auf 31,9%. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Marketing/Retail Aufwendungen zurückzuführen.

Die Marketing/Retail Aufwendungen erhöhten sich planmäßig um 60,8% auf über €100 Mio. bzw. auf 15,6% vom Umsatz gegenüber 12,6% im Vorjahr. Die Aufwendungen für Produktentwicklung und Design stiegen um nahezu 39% auf €13 Mio. und als Prozent vom Umsatz von 1,8% auf 2%. Die übrigen Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen erhöhten sich um 32,4% auf €92 Mio. und blieben mit 14,3% vom Umsatz nahezu auf Vorjahresniveau.

Operativer Gewinn über 20%
Trotz hoher Investitionen in die Marke konnte ein operativer Gewinn (EBIT) von 20,6% auf einem weiterhin sehr hohen Niveau erzielt werden. Entgegen des ursprünglich erwarteten Ergebnisrückgangs stieg der operative Gewinn um 0,5% auf €132 Mio. Aufgrund einer deutlichen Verbesserung im Zinsergebnis stieg das Ergebnis vor Steuern (EBT) um mehr als 1% auf €134 Mio. Der Steueraufwand blieb mit 29,5% unverändert zum Vorjahr.

Gewinn je Aktie über Vorjahr
Im 1. Quartal stieg der Konzerngewinn um 2,5%. In absoluten Zahlen erhöhte sich der Konzerngewinn auf €93 Mio. gegenüber €91 Mio. im Vorjahr. Die Nettorendite lag bei 14,5% gegenüber 18,3%. Der Gewinn je Aktie erzielte €5,83, ein Anstieg um 2,7% gegenüber €5,68 im Vorjahr. Auf verwässerter Basis bedeutet das €5,78 gegenüber €5,63.

Vermögens- und Finanzlage

Eigenkapitalquote über 60%
Trotz eines Anstiegs der Bilanzsumme um 42,9% auf €1.552 Mio. konnte die Eigenkapitalquote weiter verbessert werden. Zum 31. März 2006 lag die Eigenkapitalquote bei 61,4% gegenüber 58,2%.

Solide Nettoliquidität
Die flüssigen Mittel stiegen von €323 Mio. auf €354 Mio. und die Bankschulden erhöhten sich von €22 Mio. auf €68 Mio. Die Nettoliquidität reduzierte sich von €302 Mio. auf €286 Mio., was auf die hohen Investitionen und die Übernahme von Lizenzmärkten bzw. Joint Venture Unternehmen zurückzuführen ist.

Working Capital
Die Vorräte erhöhten sich um 49,2% auf €283 Mio., die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 34,4% auf €476 Mio. Das Working Capital (Nettoumlaufvermögen) stieg zum 31. März 2006 um 59,5% und betrug €440 Mio. gegenüber €276 Mio. im Vorjahr. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der regionalen Expansion. Auf vergleichbarer Basis erhöhten sich die Vorräte um 17% und die Forderungen um 21%.

Investitionen/Cashflow
Die Investitionen ins Anlagevermögen erhöhten sich von €21 Mio. auf €59 Mio., wobei €42 Mio. aus Akquisitionen resultieren. Steuerzahlungen haben sich von €21 Mio. auf €34 Mio. erhöht. Aufgrund dieser Effekte sowie dem höheren Nettoumlaufvermögen, bedingt durch die regionale Expansion, betrug der Cashflow €-135 Mio. verglichen mit €-25 Mio. im Vorjahr.

Aktienrückkauf

PUMA hat in den ersten drei Monaten weitere 50.000 Stück Aktien zurückgekauft und hielt zum Bilanzstichtag insgesamt 940.000 Stück Aktien oder 5,6% vom gezeichneten Kapital im eigenen Bestand.

Regionale Entwicklung

Veränderung im Ländermix

Aufgrund der Rücknahme einiger Lizenzmärkte und der neuen Joint Ventures veränderte sich die regionale Verteilung signifikant und führt zu einer verbesserten regionalen Risikoverteilung des Gesamtgeschäftes. EMOA trägt nun 52,8% (Vorjahr 72,2%), Amerika 28,3% (19%) und Asien/Pazifik 18,9% (8,8%) zum Konsolidierten Umsatz bei.

Die Umsätze in der Region EMOA erreichten €339 Mio. gegenüber €359 Mio. im Vorjahr. Der erwartete Rückgang ist auf eine überproportional gute Umatz-Performance im 1. Quartal des Vorjahres und somit auf den Basiseffekt zurückzuführen. Die Rohertragsmarge lag bei 55,2% verglichen mit 55,6% im Vorjahr. Die Auftragsbestände entwickelten sich jedoch sehr positiv und stiegen mit nahezu 12% auf €600 Mio. mehr als erwartet. Zur Verbesserung haben alle Länder in dieser Region beigetragen.

Die Umsätze in Amerika stiegen weiterhin kräftig an. Währungsbereinigt erhöhten sich die Umsätze im 1. Quartal um 75,2%. In EURO stiegen die Umsätze um 93,1% auf €182 Mio. Das Wachstum resultierte im Wesentlichen aus einem starken organischen Wachstum sowie aus der erstmaligen Konsolidierung von Kanada und Argentinien. Die Rohertragsmarge stieg von 46,1% auf 47,5%. Die Auftragsbestände haben sich um 87,8% auf €310 Mio. oder währungsbereinigt um 71,6% deutlich erhöht.
Auf dem US-Markt stiegen die Umsätze auf vergleichbarer Basis um 62,4% auf $157 Mio. und die Auftragsbestände erhöhten sich deutlich um 45,9%.

In Asien/Pazifik stiegen die Umsätze um bemerkenswerte 177,6% (währungsbereinigt 179,5%) auf €122 Mio. Das organische Geschäft steuerte 17,7% zum Wachstum bei und der darüber hinaus gehende Anstieg ist auf die regionale Expansion zurückzuführen. Die Rohertragsmarge erhöhte sich um 100 Basispunkte auf 51,9%. Zum 31. März 2006 erhöhten sich die Auftragsbestände um 114,6% (währungsbereinigt 115%) auf €187 Mio.

Ausblick 2006

Auftragsbestände steigen um 35%
Die konsolidierten Auftragsbestände konnten weiter gesteigert werden und erhöhten sich um 35% (währungsbereinigt 31,3%) auf €1.097 Mio. Somit konnten zum 41. Mal in Folge die Auftragsbestände zum Quartalsende gesteigert werden. Nach Produktsegmenten legte der Bereich Schuhe um 29,8% (25,5%) auf €720 Mio., Textilien um 49,1% (46,4%) auf €309 Mio. und Accessoires um 34,6% (32,1%) auf €68 Mio. zu.

Management erhöht Umsatz- und Ergebnisprognose für 2006
Aufgrund einer weiteren Steigerung der Auftragsbestände in der EMOA Region und der insgesamt sehr positiven Entwicklung im 1. Quartal erhöht das Management erneut die Umsatzerwartung von einem ursprünglichen Wachstum von 30% auf nunmehr bis zu 35% oder nahezu €2,4 Mrd. für das Geschäftsjahr 2006. Die Rohertragsmarge sollte sich in einer Bandbreite zwischen 50% und 51% bewegen, was auf die erwartete Veränderung im Produkt- und Ländermix zurückzuführen ist. Durch die Übernahme der Lizenzmärkte in das konsolidierte Geschäft werden die Lizenz- und Provisionseinnahmen entsprechend rückläufig sein. Die Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen werden durch überproportional hohe Marketingaufwendungen im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft und anderen PUMA Marketingkampagnen sowie der weiteren Expansion der eigenen Einzelhandelsaktivitäten und höheren Ausgaben in die Infrastruktur beeinflusst werden. Insgesamt wird eine Kostenquote von 35% vom Umsatz erwartet. Die operative Marge sollte durch die markenbildenden Investitionen sowie die Umwandlung von Lizenz- in Eigengeschäft auf circa 15% zurückgehen. Aufgrund der höheren Umsatzerwartung erhöht das Management auch die operative Ergebnisprognose auf nun €360 Mio. Die Steuerquote wird in einer Bandbreite zwischen 30% und 31% erwartet und damit besser als ursprünglich geplant. Damit sollte das Konzernergebnis jetzt nur im oberen einstelligen Bereich unter dem Vorjahr liegen. In absoluten Zahlen sollte das Konzernergebnis deutlich über den Mitte letzten Jahres mit Phase IV angekündigten Erwartungen für 2006 liegen.

Jochen Zeitz, Vorstandsvorsitzender: “Wir freuen uns über die erzielten Ergebnisse im 1. Quartal, die über unseren Erwartungen lagen sowie die reibungslose Integration ehemaliger Lizenzmärkte. Dadurch können wir die Wachstumspläne der Phase IV weiter forcieren. Unterstützt durch die bevorstehende Weltmeisterschaft und weiteren herausragenden Marketinginitiativen sind wir auch mit dem Ausblick für das verbleibende Jahr 2006 sehr zuversichtlich.“

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