Highlights Zweites Quartal
Konsolidierte Umsätze steigen mehr als 4% in Euro und liegen währungsbereinigt auf Vorjahresniveau
Rohertragsmarge bei 50%
Erste Auswirkungen des Kostensenkungsprogramms: operative Aufwendungen unter Vorjahr
Operatives Ergebnis mit € 63 Mio. leicht über Vorjahr
Gewinn je Aktie bei € 2,55 gegenüber € 2,98
Deutliche Verbesserung der Lagerbestände
Highlights Erstes Halbjahr
Weltweite Markenumsätze erreichen fast € 1,4 Mrd.
Konsolidierte Umsätze steigen in Euro um nahezu 4% und liegen währungsbereinigt leicht über Vorjahr
Rohertragsmarge über 51%
Operatives Ergebnis vor Sondereffekten bei € 177 Mio.
Gewinn je Aktie vor Restrukturierung bei € 8,51 gegenüber € 8,74
Ausblick 2009
Weiterhin schwieriges Marktumfeld für die zweite Jahreshälfte 2009 erwartet
Restrukturierungsprogramm wird planmäßig fortgesetzt
Weiterhin Fokus auf Verbesserung des Working Capitals und Cashflows
Jochen Zeitz, Vorstandsvorsitzender: „Trotz eines anhaltend schwierigen Markt- und Konsumumfeldes in Verbindung mit der weltweiten Rezession konnte PUMA im ersten Halbjahr eine solide Geschäftsentwicklung verzeichnen. Das eingeleitete Kostensenkungsprogramm zeigt bereits erste Erfolge und wird konsequent fortgesetzt. Weiterhin sollen durch gezielte Maßnahmen die Begehrtheit der Marke und deren Produkte in den kommenden Quartalen gestärkt werden.“
Umsatz- und Ertragslage
Weltweite Markenumsätze
Die weltweiten PUMA-Markenumsätze, die sich aus konsolidierten- sowie Lizenzumsätzen zusammensetzen, erreichten im zweiten Quartal € 636,5 Mio. Das entspricht einem währungsbereinigten Rückgang von 2,6% und einem Anstieg von 1,2% in Euro. Insgesamt ist dies vor dem Hintergrund eines anhaltend schwierigen Marktumfeldes eine solide Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal.
Während der ersten sechs Monate waren die weltweiten Markenumsätze währungsbereinigt 2,9% rückläufig. In Euro erhöhten sich die Umsätze um 0,3% auf € 1.374,1 Mio. Die Umsätze bei Schuhen gingen auf vergleichbarer Basis um 1,1% auf € 745,6 Mio. und bei Textilien um 7,0% auf € 460,9 Mio. zurück. Accessoires stiegen um 1,3% auf € 167,7 Mio.
Lizenzgeschäft
Aufgrund der Übernahme eines ehemaligen Lizenzpartners ging der Lizenzumsatz im zweiten Quartal währungsbereinigt um 32,2% auf € 36,2 Mio. und im ersten Halbjahr um 37,5% auf € 76,4 Mio. zurück.
Aus den verbleibenden Lizenzumsätzen sind im zweiten Quartal € 5,2 Mio. gegenüber € 6,4 Mio. im Vorjahresquartal beziehungsweise kumuliert € 10,2 Mio. gegenüber € 13,4 Mio. an Lizenz- und Provisionserträgen zugeflossen.
Konsolidierte Umsätze
Die konsolidierten Umsätze lagen im zweiten Quartal währungsbereinigt auf Vorjahresniveau, stiegen hingegen in Euro um 4,1% auf € 600,3 Mio. Umsätze mit Schuhen waren währungsbereinigt um 2,0% auf € 330,0 Mio. rückläufig und Textilien reduzierten sich um 5,7% auf € 203,8 Mio. Accessoires verbesserten sich unterstützt durch Effekte aus der Erstkonsolidierung deutlich um 41,2% auf € 66,4 Mio.
Nach sechs Monaten erhöhten sich die konsolidierten Umsätze währungsbereinigt um 0,4% und in Euro um 3,8% auf € 1.297,7 Mio. Trotz eines anhaltend schwierigen Marktumfelds verzeichneten die Umsätze in Amerika einen Anstieg, wohingegen EMEA und Asien/Pazifik unter dem Vorjahresniveau lagen. Insgesamt verzeichneten die Umsätze mit Schuhen einen währungsbereinigten Rückgang von 1,4% auf € 727,1 Mio. Der Umsatz mit Textilien reduzierte sich um 7,0% auf € 426,3 Mio., was hauptsächlich auf eine hohe Vorjahresbasis durch das Replika-Geschäft im Zusammenhang mit der Fußball-Europameisterschaft zurückzuführen ist. Umsätze mit Accessoires stiegen um starke 49,1% auf € 144,3 Mio.
Rohertragsmarge über 51%
Aufgrund des allgemeinen Marktumfelds und einer Veränderung im regionalen Umsatz-Mix ging die Rohertragsmarge im zweiten Quartal von 52,5% auf 50,0% zurück. Im ersten Halbjahr verbleibt die Rohertragsmarge bei 51,1% gegenüber 53,0% im Vorjahr. Bei Schuhen lag die Marge bei 49,7% gegenüber 53,4%, Textilien bei 52,3% verglichen mit 52,5% und Accessoires stiegen von 52,1% auf 54,9%.
Operative Aufwendungen
Das Restrukturierungs- und Kostensenkungsprogramm zeigt bereits erste Erfolge und die operativen Aufwendungen reduzierten sich im zweiten Quartal um 1,8% auf € 242,2 Mio. oder als Prozent vom Umsatz von 42,8% auf 40,3%. Im ersten Halbjahr erhöhten sich die operativen Aufwendungen um nur 1,8% auf € 496,2 Mio., was einer Reduzierung der Kostenquote von 39,0% auf 38,2% entspricht.
Die Aufwendungen für Marketing/Retail reduzierten sich um 3,6% auf € 253,1 Mio., nachdem im vergangenen Jahr höhere Aufwendungen für Marketinginitiativen im Rahmen der Olympischen Spiele und der Fußball-Europameisterschaft angefallen waren. In Relation zum Umsatz gingen die Kosten von 21,0% auf 19,5% in diesem Bereich zurück. Die übrigen Vertriebsaufwendungen erhöhten sich insbesondere durch die Erstkonsolidierung sowie Währungseffekte um 14,4% auf € 158,9 Mio. oder von 11,1% auf 12,2% vom Umsatz. Die Aufwendungen für Produktentwicklung und Design stiegen um 14,7% auf € 28,9 Mio. oder von 2,0% auf 2,2% vom Umsatz. Die Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen konnten dagegen deutlich um 9,3% vermindert werden und lagen bei € 55,3 Mio. Das entspricht einer Verbesserung der Kostenquote von 4,9% auf 4,3%. Abschreibungen, die in den operativen Aufwendungen beinhaltet sind, stiegen um 16,3% auf € 31,0 Mio. Der Anstieg steht im Zusammenhang mit dem Ausbau des Einzelhandelsgeschäfts im vergangenen Jahr.
Operatives Ergebnis vor Sondereffekten
PUMA erzielte im zweiten Quartal ein solides operatives Ergebnis von € 63,1 Mio. gegenüber € 62,3 Mio. im vergangenen Jahr. In Relation zum Umsatz lag die operative Marge bei 10,5% gegenüber 10,8%.
In der ersten Jahreshälfte reduzierte sich das operative Ergebnis um 5,9% von € 188,1 Mio. auf € 177,1 Mio. Die operative Marge lag bei 13,6% gegenüber 15,0% im Vorjahr.
Sondereffekte - Restrukturierung
Das Restrukturierungsprogramm, das zu Einmalaufwendungen von 110 Mio. im ersten Quartal dieses Jahres geführt hat, wird zum größten Teil Ende 2010 abgeschlossen sein. Das Programm soll PUMA zu einer noch effizienteren Struktur verhelfen und die Kostenstruktur an ein weiterhin schwieriges Marktumfeld in den kommenden Quartalen anpassen.
Nach Berücksichtigung dieser Sondereffekte lag das operative Ergebnis (EBIT) nach sechs Monaten bei € 67,1 Mio. gegenüber € 188,1 Mio. im vergangenen Jahr.
Finanzergebnis
Das Finanzergebnis verzeichnete ein Minus von € 2,1 Mio. im zweiten Quartal, nach einem Ertrag von € 0,1 Mio. im Vorjahresquartal. Nach sechs Monaten lag das Finanzergebnis bei minus € 3,7 Mio. gegenüber einem Ertrag von € 1,0 Mio. im Vorjahr. Das Finanzergebnis wurde durch das deutlich niedrigere Zinsniveau sowie durch den Zinsanteil der Kaufpreisverbindlichkeiten negativ belastet.
Konzerngewinn
Das Vorsteuerergebnis (EBT) erreichte im zweiten Quartal € 61,0 Mio. gegenüber € 62,4 Mio. im Vorjahr. Der Konzerngewinn ging um 15,6% von € 45,6 Mio. auf € 38,5 Mio. zurück. Daraus resultiert im zweiten Quartal ein Gewinn je Aktie von € 2,55 gegenüber € 2,98.
Vor Restrukturierungskosten lag das Vorsteuerergebnis nach sechs Monaten bei € 173,4 Mio. gegenüber € 189,2 Mio. Der Konzerngewinn reduzierte sich um 5,4% von € 135,7 Mio. auf € 128,4 Mio. Daraus ergibt sich ein Gewinn pro Aktie von € 8,51 nach € 8,74 im Vorjahr. Die operative Steuerquote lag bei 26,5% verglichen mit 28,5% im Vorjahr.
Unter Berücksichtigung der Restrukturierungskosten reduzierte sich das Vorsteuerergebnis nach sechs Monaten auf € 63,4 Mio. und der Konzerngewinn ging auf € 44,0 Mio. zurück. Der Gewinn je Aktie lag bei
€ 2,92 gegenüber € 8,74 im Vorjahr.
Regionale Entwicklung
Die Umsätze in der Region EMEA erreichten im zweiten Quartal € 288,3 Mio., was einem währungsbereinigten Rückgang von 1,4% entspricht. Kumuliert gingen die Umsätze um 2,3% auf € 654,4 Mio. zurück. Der Anteil am Konzernumsatz liegt bei 50,4%. Die Rohertragsmarge erzielte starke 53,5% gegenüber 54,5% im Vorjahr.
Die Umsätze in Amerika erhöhten sich im zweiten Quartal währungsbereinigt um 6,9% auf € 168,6 Mio. Die Umsätze im ersten Halbjahr stiegen um 9,2% auf € 346,7 Mio. Der Anteil am Konzernumsatz beträgt 26,7%. Die Rohertragsmarge lag bei 47,1% gegenüber 48,9% im Vorjahr.
Auf dem US-Markt konnten die Umsätze um 4,8% auf $ 132,7 Mio. im zweiten Quartal und um 4,1% auf $ 271,4 Mio. nach sechs Monaten gesteigert werden.
Im zweiten Quartal waren die Umsätze in der Region Asien/Pazifik währungsbereinigt um 4,5% auf € 143,4 Mio. rückläufig. In der ersten Jahreshälfte reduzierten sie sich um 2,8% auf € 296,7 Mio. Der Anteil am Konzernumsatz lag bei 22,9%. Die Rohertragsmarge erreichte 50,5% gegenüber 53,6% im Vorjahr.
Vermögens- und Finanzlage
Eigenkapital
Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2009 stieg im Vorjahresvergleich um 15,0% auf € 2.047,8 Mio. Aufgrund der Erhöhung der Bilanzsumme lag die Eigenkapitalquote bei 56,6% gegenüber 60,7% im Vorjahr.
Working Capital
In der Berichtswährung stiegen die Vorräte um 3,0% auf € 432,1 Mio. Auf vergleichbarer Basis reduzierten sich die Vorräte um 0,7% und wiesen damit eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Ende des ersten Quartals auf. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 6,2% (3,1% auf vergleichbarer Basis) auf € 502,8 Mio. Das Working Capital lag bei € 540,6 Mio. (ohne Akquisitionen € 524,9 Mio.) gegenüber € 552,1 Mio. im Vorjahr; eine deutliche Verbesserung gegenüber dem ersten Quartal.
Investitionen/Cashflow
Im ersten Halbjahr sind € 24,6 Mio. gegenüber € 50,6 Mio. für Investitionen abgeflossen. Aufgrund der geringeren Investitionen sowie einer deutlichen Verbesserung des Working Capitals konnte ein freier Cashflow von € 45,1 Mio. nach einem Mittelabfluss von € 23,6 Mio. im Vorjahr erwirtschaftet werden. Das entspricht einer deutlichen Verbesserung gegenüber dem Vorjahr.
Darüber hinaus führten Kaufpreiszahlungen für Akquisitionen zum Mittelabfluss in Höhe von € 61,0 Mio. (Vorjahr: € 19,7 Mio.). Unter Berücksichtigung der Akquisitionskosten lag der freie Cashflow bei € -15,8 Mio. gegenüber € -43,3 Mio.
Liquidität
Die flüssigen Mittel Ende Juni betrugen € 302,7 Mio. gegenüber € 288,2 Mio. im Vorjahr. Die Bankschulden reduzierten sich von € 65,6 Mio. auf € 44,8 Mio. Die Nettoliquidität verbesserte sich von € 222,6 Mio. auf
€ 257,9 Mio. und unterstreicht damit PUMAs Fokus auf ein effizientes Cash-Management.
Ausblick 2009 - Marktumfeld bleibt weiterhin schwierig
Aufgrund der soliden Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr und unserem proaktiv eingeleiteten Restrukturierungs- und Kostensenkungsprogramm, das bereits zu ersten Verbesserungen der operativen Aufwendungen, des Working Capitals und des freien Cashflows geführt hat, konnte PUMA seine Position als führendes Unternehmen innerhalb der Branche hinsichtlich der Ertragsfähigkeit sichern. Da das Restrukturierungsprogramm weiterhin Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen erzielen wird, sollten weitere Verbesserungen in den kommenden 18 Monaten sichtbar werden. Nichtsdestotrotz sind wir angesichts des derzeit nach wie vor restriktiven Konsumumfelds und der angespannten Weltwirtschaftslage weiterhin vorsichtig und gehen von einem zurückhaltenden Verbraucherverhalten aus, welches sich negativ auf die Umsatzentwicklung im zweiten Halbjahr auswirken kann.
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